Nadine Schilling

Von der Automatisierung zur Digitalisierung

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Foto: Alex Knight by unsplash

Industrie 4.0 ist zurzeit das große Schlagwort der deutschen Wirtschaft. Hierbei handelt es sich um ein Referenzmodell der Regierung für Unternehmen mit kompletter Digitalisierung. Viele Firmeninhaber wissen jedoch nicht, wie und ob sie den Schritt von der Automatisierung zur Digitalisierung wagen. Doch die vierte große industrielle Revolution steht bevor und der Weg dorthin bereitet zahlreichen Unternehmen noch Probleme. Schließlich sind die Eintrittsbarrieren hoch. Der Umstiegsprozess ist mit hohen Kosten verbunden und es mangelt häufig auch an qualifiziertem Fachpersonal. Die beruflichen Perspektiven für Fachleute sind deshalb mehr als rosig, denn vielen Unternehmen fehlt schlichtweg die technische Kompetenz, die man sich mit den geeigneten Mitarbeitern aber rasch ins Unternehmen holen kann.

Was ändert sich?

Automatisierte Arbeiten führt der Computer selbst aus. Dabei handelt es sich zumeist um sich ständig wiederholende Vorgänge. Eine Art Roboter erfasst mit seinen Sensoren bestimmte Objekte und bearbeitet diese den programmierten Vorgaben entsprechend automatisch. Auch das Vorsortieren diverser Anfragen durch so genannten Chat-Bots fällt in diese Kategorie. Oder das Schalten von Werbung in den sozialen Netzwerken den jeweiligen Zielgruppen entsprechend. Und schließlich gehören auch die selbstfahrenden Autos der Zukunft zu den automatisierten Produkten. Die Digitalisierung geht noch einen Schritt weiter. Sie ist dazu in der Lage, Lösungen zu finden, die die Arbeit einfacher und schneller und somit auch effizienter macht. Dazu gehören digitale Werkzeuge für die Grafik, das Büro, die technische Konstruktion sowie Cloud-Lösungen. Elektronische Komponenten für industrielle Anwendungen, zum Beispiel Schwimmschalter von
RS Components, die den Füllstand von Flüssigkeitsbehältern ähnlich wie bei einem Kraftfahrzeugtank messen, basieren ebenfalls auf dem Prinzip der Digitalisierung. Letztendlich arbeitet die Digitalisierung mit künstlicher Intelligenz. In diesen Rahmen fällt zum Beispiel auch die Sprach- und Gesichtserkennung. Die Digitalisierung zeigt allgemein in jenen Bereichen ihre Stärken, in denen die Arbeiten nicht automatisierbar sind, weil sie keinen immer wiederkehrenden Mustern folgen. Die Digitalisierung gibt dem Menschen ein Werkzeug in die Hand, um auch Vorgänge, die ein hohes Maß an Kreativität und Intelligenz fordern, korrekt ausführen zu können. All dies erfolgt im Idealfall automatisch, weshalb auch die Digitalisierung als eine Weiterentwicklung der Automatisierung zu sehen ist. Sie stellt somit eine nächste, höhere Stufe derselben dar.

Mit hochintelligenten Sensoren in die Zukunft

Viele Unternehmen verfügen bereits über die Grundsteine, um in der digitalisierten Welt schnell Fuß zu fassen. Das Herzstück der Digitalisierung ist die Sensortechnik, und diese ist bereits weitläufig vorhanden. Sie bildet die Basis für den Einstieg in das neue Kapitel der Industrie 4.0. Die Sensortechnik liefert die gewünschten Daten. Die Auswertung dieser Informationen erfolgt online unter Einsatz künstlicher Intelligenz. Die exakte Auswertung mit der dazugehörigen Analyse trägt wiederum dazu bei, die Produktionsabläufe zu optimieren. Der Schwimmschalter ist ein solcher Sensor, der neben vielen weiteren die Effektivität im Rahmen des industriellen Schaffens maßgeblich verbessert. Gerade Niedersachsen nimmt in Bezug auf die Digitalisierung eine Vorreiterrolle ein. In Lingen befindet sich ein Kompetenzzentrum der Bundesregierung. Dieses ist auf die Implementierung der Digitalisierung insbesondere im Mittelstand spezialisiert. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Lingen widmet sich der Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen und wendet sich mit seinem Angebot insbesondere auch an das Handwerk. Das Zentrum arbeitet eng mit diversen anderen Institutionen zusammen und bietet somit eine effektive Hilfe bei Fragen rund um die Digitalisierung. Eine Kooperation besteht unter anderem mit der Hochschule Emden/Leer, der Hochschule Osnabrück sowie mit der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.





 


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