Nadine Schilling

Ist die E-Zigarette die Zukunft?

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Foto: wimage72 by AdobeStock

Die Community der "Dampfer" wächst stetig weiter, dafür sinkt die Zahl jener, die zur Tabakzigarette greifen. Für Menschen, die noch nie mit der E-Zigarette in Kontakt kamen, ist die neue Form des Rauchens allerdings oft kurios anzusehen. Ein elektrisches Gerät produziert Dampf, der dann, ähnlich wie der Rauch einer Zigarette, in die Lunge inhaliert wird. Welche Gefahren gehen vom Dampfen aus und wer kann davon überhaupt profitieren?

Der Aufbau einer E-Zigarette



Jede E-Zigarette besteht aus mehreren Komponenten und es gibt sie nicht, wie einst Zigarettenpäckchen, im Automaten zu kaufen. Um elektronisch zu dampfen braucht es daher
einen erfahrenen Fachhandel, der alle Komponenten für den Konsum zum Verkauf bereithält. Dazu gehören:

  • Verdampfer und Verdampferkopf
  • Akkuträger und Akku
  • E-Liquid und eventuell Nikotin



Der Verdampfer ist die Basis. Hier wird der Verdampferkopf, auch als Coil bezeichnet, eingeschraubt. Diese Coil besteht aus Draht und Watte. Anschließend wird ein Liquid (bestehend aus Propylenglykol und Glycerin) in den Verdampfer gefüllt. Betrieben wird die E-Zigarette mit Elektrizität, die aus dem Akkuträger stammt. Dieser wird mit einem speziell dafür hergestellten Akku betrieben. Aufgeladen werden kann die E-Zigarette über den USB-Anschluss am Computer oder über die Steckdose.

Weniger schädlich als Zigaretten?



Die E-Zigarette wird von vielen Dampfern genutzt, um dem Tabakrauch den Garaus zu machen.
Mehrere Studien haben bereits belegt, dass Dampfen weniger schädlich ist als der Konsum klassischer Zigaretten, so dass eine Abkehr vom Tabakrauch mit gesundheitlichen Vorteilen für den Konsument einhergehen kann.

Ob die E-Zigarette mit Nikotin gedampft wird, ist abhängig von der Wahl des Liquids. Das klassische Liquid besteht aus Glycerin, Propylenglykol und einem Aroma, was für den Geschmack verantwortlich ist. Nun hat der Dampfer die Möglichkeit, Nikotin hinzuzufügen. In Deutschland ist die maximale Menge an zulässigem Nikotin auf 20mg pro Liquid begrenzt. Höhere Mischungen können nicht erzielt werden.

Alles neu - alles digital, alles elektronisch?



Der Bitcoin als künftiges Zahlungsmittel, die E-Zigarette als neue Art des Rauchens - vieles hat sich in den letzten 20 Jahren verändert und auch in der Zukunft wird es wohl noch so einige Errungenschaften und Technifizierungen geben. Doch wird sich die E-Zigarette beispielsweise flächendeckend durchsetzen?

Sie wird den Tabakrauch kaum gänzlich vertreiben, doch die Absatzzahlen zeigen, dass der Markt der Dampfer immer größer wird. Ein Parallelgeschäft wird mit sogenannten Heat- not- Burn- Produkten betrieben, die fälschlicherweise oft auch als E-Zigarette bezeichnet werden. Das Prinzip dahinter ist allerdings ein anderes. Bei einem solchen Tabakerhitzer wird weiterhin klassischer Tabak verwendet, dieser wird aber mit einer Heizspirale nur noch erhitzt, nicht mehr verbrannt.

Für Dampfer, die sich an die Nutzung von E-Liquids und E-Zigarette gewöhnt haben, ist die Begeisterung für solche Produkte nicht verständlich. Es hat sich bei vielen Dampfern gezeigt, dass die Abkehr von der Zigarette dazu führte, dass ein richtig gehender Ekel gegenüber Zigarettengeruch, Tabakgeschmack und vor allem leeren Aschenbechern entstanden ist. Bleibt also abzuwarten, ob künftig im Biergarten mehr der Duft von Himbeeren, Gummibärchen oder Kirschkaugummi über die Tische weht und die Nachfrage nach dem Aschenbecher für den Tisch sinken wird.

 


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