Nadine Schilling

Yahoo, Google, Bing & Co. - Wie arbeiten eigentlich Suchmaschinen?

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Foto: Mitchell Luo by unsplash

Was ist eine Heidschnucke? Wie viele Einwohner hat Bielefeld? Wie lange hat die Postfiliale um die Ecke heute geöffnet? Die meisten von uns greifen bei solchen oder anderen Fragen mittlerweile ganz automatisch zu Smartphone, Tablet oder Laptop und suchen die Antwort im Internet. In 98 % der Fälle führt der Weg zur Antwort dabei über eine Suchmaschine. Google, Yahoo oder Bing durchsuchen das Web für uns und finden wundersamerweise in der gigantischen Datenmenge des Netzes meistens ziemlich passgenau die richtigen Seiten für uns – und das in Sekundenschnelle. Wie funktioniert das eigentlich?

Das Wunder der Suchmaschine
Gibt man einen Suchbegriff in eine Suchmaschine ein, dauert es normalerweise bloß Sekunden bis das Suchergebnis vorliegt. Das geht so schnell, weil Suchmaschinen nicht bei jeder Anfrage sämtliche Webseite scannen. Stattdessen arbeiten sie mit einer Art Karteisystem für Webseiten, das Index genannt wird. Dieser wird durch Computerprogramme (sogenannte Crawler) erstellt, die permanent selbstständig das Internet erkunden und Webseiteninhalte erfassen.
Der so erstellte Index wird dann von der Suchmaschine nach den Suchbegriffen durchforstet und die passenden Seiten werden angezeigt. In der Fachsprache heißen die Suchbegriffe auch Keywords.
Die Reihenfolge der angezeigten Seiten wird durch einen Algorithmus bestimmt, anhand dessen die Suchmaschine die Ergebnisse der Relevanz nach ordnet. Das wird auch
als Ranking bezeichnet.

Der Kampf um Relevanz
Wer eine Seite im Internet betreibt, möchte natürlich auch, dass diese gefunden und angeklickt wird. Am wahrscheinlichsten ist das, wenn Suchmaschinen den Inhalt der Seite als besonders relevant für entsprechende Suchanfragen ansehen und die Seite weit oben in den Suchergebnissen anzeigen.
Webseiten entsprechend zu gestalten ist im Kampf um Klicks entsprechend wichtig.
Kein Wunder also, dass sich mittlerweile eine ganz eigene Branche mit diesem Thema beschäftigt. Search Engine Optimization (dt. Suchmaschinenoptimierung) oder kurz SEO ist zu einem eigenen Fachgebiet der Onlinewelt geworden.
Spezialisierte Agenturen wie
In SEO bieten die Suchmaschinenoptimierung von Webseiten als Dienstleistung für Seitenbetreiber an. Sie analysieren im Auftrag ihrer Kunden Webseiten, Nutzerverhalten und Keywords und verbessern den Webauftritt dann entsprechend.

Was macht eine erfolgreiche Webseite aus?
Damit eine Webseite bei passenden Suchanfragen weit oben im Ranking landet, reicht es nicht die Seite einfach nur mit Keywords zu spicken. Suchmaschinenbetreiber möchten ihren Kunden möglichst optimale Ergebnisse liefern und verfeinern ihre Webseitenanalyse deshalb stetig. Dabei wird nicht nur der Inhalt einer Seite, sondern auch deren Nutzerfreundlichkeit und allgemeine Bedeutsamkeit berücksichtigt.
Schon die Domain ist dabei ein Erfolgsfaktor. Der Inhalt muss stimmen und Keywords müssen geschickt eingebaut enthalten. Suchmaschinen können hochwertige Texte mittlerweile gut von bloßen Keyword-Ansammlungen unterscheiden. Dabei spielt auch die Verweildauer von Seitenbesuchern eine Rolle.
Faktoren wie Ladegeschwindigkeit, Verlinkungen und eine sichere Verschlüsselungstechnik werden ebenfalls durch den Bewertungsalgorithmus der Suchmaschine einbezogen, um dem Nutzer gute Ergebnisse zu präsentieren.
Immer wichtiger sind in den letzten Jahren zudem die Anbindung an soziale Netzwerke und die Zugriffsmöglichkeiten von mobilen Geräten aus geworden. Noch nicht alle Suchmaschinen beziehen dies mit ein. Doch da das Interesse der Nutzer daran steigt, werden auch diese Punkte immer wichtiger.
Alles in allem ist es also gar nicht so einfach - und doch oft
entscheidend für Erfolg oder Misserfolg - eine Webseite zum Suchmaschinen-Erfolg zu machen.


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