Anja Kalski

Wo kommt der Strom der Zukunft her?

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Foto: Bill Mead by unsplash

In Deutschland ist ein Streit darüber entbrannt, welche Energien im kommenden Winter zur Stromerzeugung genutzt werden sollen. Gas fällt aus, nach dem Russland die Lieferungen gedrosselt hat. Möglicherweise droht ein kompletter Lieferstopp. Die Bundesregierung hat als Antwort auf diese Situation überraschend eine stärkere Kohleverstromung beschlossen. Sie wehrt sich zumindest in Teilen gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke. Ein kleiner Teil, die FDP, fordert dagegen sogar, stillgelegte Meiler wieder hochzufahren.

 

 

Die Lösung liegt in den regenerativen Energien

Die Zukunft der Energieversorgung liegt in den erneuerbaren Energien. Aktuell setzt die Regierung vor allem auf den Wind. Es sollen mehr Anlagen über das Land verteilt werden, um den zukünftigen Bedarf an Energie zu decken. Dieser dürfte in Zukunft schnell steigen, denn auch das Heizen muss neu gedacht werden. Aktuell dauert es von der Planung bis zur Inbetriebnahme eines Windrades etwa vier bis fünf Jahre. Seriöse Analysen zeigen zudem, dass der Strombedarf allein aus Windenergie nicht zu decken ist.

Es werden Ergänzungen benötigt. Eine Alternative ist Geothermie. Sie könnte Wärme für die Heizungen liefern. Diese Quelle aus den Tiefen der Erde hat jedoch ihre Tücken. Die kilometertiefen Bohrungen sind kostenintensiv, weshalb es in Deutschland aktuell nur 42 entsprechende Anlagen gibt. Wenn die Kosten in den Griff zu bekommen sind, hätte die Technologie enormes Potenzial: Experten gehen davon aus, dass etwa ein Viertel der des Heizbedarfs gewonnen werden könnte.

Wasser ist auf der Erde schier unerschöpflich vorhanden. Immerhin 71 Prozent der Oberfläche unseres Planeten wird davon bedeckt. Die Verteilung ist jedoch ungleichmäßig. In Deutschland wird Wasser zunehmend zu einem knappen Gut, die Pegel der Flüsse und Seen sinken. Immer häufiger wird
zum Sparen des kostbaren Nasses aufgerufen. Wahrscheinlich ist dies kein vorübergehendes Phänomen, sondern eine Folge des Klimawandels. Großes Potenzial steckt in Gezeitenkraftwerken, deren Bau jedoch noch nicht wirtschaftlich ist.

 

Alternative Sonne

Ein einzigartiges Kraftwerk befindet sich im Zentrum unseres Planetensystems: die Sonne. In Deutschland hat die Zahl der Sonnenstunden in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Analysen zeigen, dass sich Wind und Sonne als Energiequellen sehr gut ergänzen. Ist es dunkel oder bewölkt, ist es windiger. Schläft dagegen der Wind ein, sind meist auch kaum Wolken am Himmel.

Ein Solardach ergänzt also auf hervorragende Weise den Energiemix. Der Vorteil: die Energieerzeugung ist praktisch kostenlos. Hausbesitzer kaufen
bei Solar Direktinvest die passende Anlage und können das kostenlose Kraftwerk Sonne anzapfen. Bei der Installation ist auf folgendes zu achten:

  • das Dach muss in einem guten Zustand sein
  • es sollte in den kommenden 30 Jahren kein Umbau oder gar Abriss geplant sein
  • Dächer, auf die ein Schatten fällt, sind ungeeignet

 

Atomkraft als Brückentechnologie?

Die Installation von Fotovoltaik lässt sich relativ schnell umsetzen. Ansonsten ist der Umbau zu einer nachhaltigen Energieerzeugung kosten- und zeitintensiv. Ist in der Zwischenzeit die Atomenergie eine günstige Alternative, zumal sie keine Emissionen erzeugt?

Frankreich wird als Beispiel für die kostengünstige Energieerzeugung genannt. Die Zuverlässigkeit der Anlagen ist bei Weitem nicht so hoch, wie viele Befürworter behaupten.
Mehr als die Hälfte der Meiler musste kürzlich vom Netz genommen werden, um Defekte zu reparieren. Experten rechnen auch in Frankreich mit einer Stromkrise. Hinzu kommt die weiterhin ungelöste Frage nach der Lagerung von entsorgten Brennstäben.

 


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