Nadine Schilling

Welche Darlehensarten gibt es?

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Foto: Coloures-Pic by Adobe Stock

Verbraucher, die auf der Suche nach einem Kredit sind, sind mit den unterschiedlichen Darlehensoptionen nicht vertraut. Viele sind in dem Glauben, dass es keine Unterschiede gibt. Dabei gibt es durchaus verschiedene Darlehensvarianten. Gerade bei größeren Summen und langfristigen Krediten ist es sinnvoll, sich mit den unterschiedlichen Optionen auseinanderzusetzen.

Vom Annuitätendarlehen bis zum Tilgungsdarlehen – die Varianten und ihre Eigenschaften


Die verschiedenen Darlehensvarianten unterscheiden sich vor allem durch die Regularien, was die Rückzahlung und die Bereitstellung der Mittel betreffen. Aus diesem Grund beginnt der
Weg zum bestmöglichen Darlehen bei der Auswahl der passenden Variante. Abhängig von dem Projekt, das finanziert wird, eignen sich bestimmte Darlehnstypen besser oder schlechter.

Das Annuitätendarlehen ist die klassische Form. Von Beginn an sind die Laufzeit und die monatlichen Raten festgelegt. Somit ist die eigentliche Tilgung zum Anfang geringer, da der Zinsanteil höher ist. Das Tilgungsdarlehen ist sehr ähnlich. Hier sinken jedoch die monatlichen Raten im Laufe der Rückzahlung. Dies liegt an der festen Tilgungsrate.

Beim Abrufdarlehen stellt die Bank einen festgelegten Betrag bereit. Das Darlehen wird jedoch erst aktiv, wenn der Antragssteller die Mittel anfordert. Außerdem muss das Abrufdarlehen nicht in voller Höhe in Anspruch genommen werden. Auch ist ein Abheben in Etappen möglich. Zinsen fallen nur für die Finanzmittel an, die wirklich abgerufen wurden. Mit diesen Eigenschaften eignen sich das Abrufdarlehen beispielsweise für umfassende
Modernisierungen im Eigenheim.

Bei einem endfälligen Darlehen bestehen die monatlichen Raten nur aus Zinsen. Eine Tilgung findet nicht statt. Das Darlehen wird in einer Summe zum Ende der Laufzeit fällig. Das endfällige Darlehen bietet sich an, wenn Geld für eine vielversprechende Investition benötigt wird. Während der Laufzeit fallen nur die Zinsen an. Gerade in Zeiten von extremen Niedrigzinsen kann ein endfälliges Darlehen lohnenswert sein, denn das Geld steht fast völlig ohne Zinsaufwand zur Verfügung.

Forward-Darlehen sind für die Zukunft terminiert. Die Auszahlung findet erst in 36 Monaten oder zu einem anderen, späteren Zeitpunkt statt. Dies ist in Phasen von niedrigen Zinsen sinnvoll, um eine zukünftige Investition günstig zu finanzieren.

Darlehen mit günstigen Konditionen finden – warum ist das so wichtig?


Wer ein Darlehen für eine bestimmte Anschaffung oder Investition benötigt, sollte Zeit für den Vergleich aufwenden. Auf diese Weise können Verbraucher
Darlehen zu günstigen Zinskonditionen beantragen. Schnell und einfach gelingt ein Vergleich auf dafür konzipierten Portalen im Internet.

Hier werden zuerst Verwendungszweck, benötigte Darlehnssumme und die angepeilte Laufzeit ausgewählt. Dann sucht das Vergleichsportal passende Darlehensangebote von Banken. Die verschiedenen Optionen können dann miteinander verglichen werden. Diese Plattformen ermöglichen es auch, die angezeigten Darlehen direkt online zu beantragen.

Zu den
wichtigen Faktoren beim Vergleich gehören der effektive Jahreszinssatz sowie die monatlichen Tilgungsraten. Im effektiven Jahreszins sind alle Kreditkosten einberechnet. Die Höhe der monatlichen Raten ist abhängig von dem Darlehnstyp. Bei einem Tilgungsdarlehen sind diese zu Beginn höher, was ein Argument für oder gegen diese Variante sein kann.

Kredit oder Darlehen? Das sind die Unterschiede


Im Sprachgebrauch wird oftmals nicht zwischen Kredit und Darlehen unterschieden. Tatsächlich gibt es durchaus Unterschiede. Das
Darlehen ist eine Unterform des Kredits. Gekennzeichnet ist ein Darlehen durch seine längere Laufzeit und höhere Kreditsummen. So wird ab einer Laufzeit von mindestens vier Jahren von einem Darlehen gesprochen. Bei kürzeren Laufzeiten handelt es sich hingegen um einen Kredit. Für Darlehen sind außerdem Sicherheiten notwendig. Bei Krediten ist dies oftmals nicht der Fall.

 


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