Anja Kalski

Nachhilfe in der Schule: Zwischen Vorurteilen und Unterstützungsmöglichkeiten

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Wenn Sie auf die Vergangenheit blicken und in die 60er und 70er Jahre sehen, wird deutlich, dass Nachhilfe lange Zeit als Indiz für Dummheit und fehlende Intelligenz galt. Nur die Kinder sollten Nachhilfe erhalten, die es wirklich brauchten – und wurden im gleichen Moment als handlungsunfähig und als Last der Gesellschaft abgestempelt.

Diese Ansicht hat sich seit den letzten zwei Jahrzehnten glücklicherweise vehement geändert. Dennoch gibt es noch weitergehende Vorurteile, die Sie in diesem Artikel erfahren und die für Sie hoffentlich richtiggestellt werden.

Vorurteil 1: Nachhilfen sind überteuert


„Wir können uns keine Nachhilfe leisten, die ist total teuer": Eine Aussage, die Sie in jedem dritten Haushalt hören. In der Tat sind die Vorstellungen der Preise einer Nachhilfe oft viel zu hoch angesetzt. Hier hilft es, sich zu erkundigen. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten. Einige Internetseiten bieten Ihnen eine Übersicht über ehemalige oder zukünftige Lehrer, die den Schülern Nachhilfe zu kleinen Preisen anbieten. Es gibt die
Lehrer in Bremen für Englisch Nachhilfe, aber auch viele weitere Fächer.

Vorurteil 2: Nachhilfe brauchen nur die Dummen und Faulen


„Wer lernt, der versteht auch die Unterrichtsinhalte". Diese Aussage werden Sie sicherlich schon öfter in Ihrem Leben erlebt haben, sei es von Lehrern, Mitschülern oder den eigenen Eltern. Dieses Vorurteil kann der Wirklichkeit entsprechen. In der Regel gibt es aber ganz andere und vielseitige Gründe dafür, warum Schüler in der Schule über
schlechte Leistungen und Verständnisschwierigkeiten klagen.

Grund 1: Gestörte Schüler-Lehrerbeziehungen


Seine Lehrer kann man sich nicht aussuchen. Wenn Sie an Ihre Schulzeit von damals denken, dann können Sie sicherlich den einen oder anderen Lehrer benennen, der Ihnen das Leben schwer gemacht hat. Hierzu gehört nicht nur das nachlässige Bewerten mündlicher Noten, sondern vor allem in Folge auch der Umgang mit Verständnisschwierigkeiten Ihrerseits. Es ist bewiesen, dass Menschen nicht gerne lernen, wenn Sie mit ihrer Lehrperson nicht zurechtkommen. An diesem Umstand lässt sich nur wenig ändern, sodass ein Schüler möglicherweise zusätzliche Förderung und Unterstützung braucht.

Grund 2: Probleme im sozialen Umfeld/Mobbing


Wer sich nicht wohlfühlt, lernt nicht gut. Gerade wenn Schüler von sozialer Ausgrenzung erfahren, macht das Erleben und Lernen in der Schule keinen Spaß mehr.

Grund 3: Fehlende Fördermittel


Einige Schulen, so könnte man sagen, leben noch hinter dem Mond. Differenzierung und individuelles Lerntempo sind Fremdwörter, sodass die Zeit in der Schule nicht ausreicht, um Inhalte zu erlernen und anzuwenden.

Grund 4: Pubertät


Manchmal ist es auch schlicht die Pubertät, die mit Hormonen verrückt spielt, wodurch Schüler nur wenig oder gar nicht lernen können. Hier heißt es: am Ball bleiben! Auch wenn Unlust und fehlende Motivation herrschen, ist es wichtig, Schüler in dieser Phase nicht alleine zu lassen.

Vorurteil 3: Mein Kind hat keine Lust


Dieses Vorurteil richtet sich weniger an die Nachhilfen, sondern an die potenziellen Schüler – Ihre Kinder. Viele Eltern behaupten aufgrund von vergangener Erfahrungen, dass ihre Kinder keine Lust zu lernen haben und eine Nachhilfe da auch nichts mehr bringen würde. Dabei sollten Sie sich unbedingt Gedanken über die Ursachen und Gründe darüber machen, warum Ihr Kind Schwierigkeiten in der Schule hat. Seien Sie grundsätzlich die unterstützende Instanz, statt Ihr Kind mit seinen Sorgen alleine zu lassen.


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