Nadine Schilling

Kreativ während Corona: So stellen sich die Menschen dem Virus

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Foto: Kilian by unsplash

Das Corona-Virus hat das tägliche Leben der Menschen in der Region maßgeblich verändert. Quasi über Nacht waren alle Bevölkerungsgruppen von einschneidenden Veränderungen betroffen. Eltern mussten die Betreuung ihrer Kinder organisieren, Pflegepersonal mit einer tödlichen Krankheit kämpfen und Arbeitgeber Homeoffice planen.
Das tägliche Leben und Zusammenleben hat darunter nicht gelitten. Trotz aller Einschränkungen funktioniert die Gesellschaft in Deutschland. Zu verdanken ist das der endlosen Kreativität und dem Durchhaltevermögen der Deutschen. Die kreativsten Lösungen, Ideen und Möglichkeiten in der Region – vorgestellt in diesem Artikel.

Die letzte Ruhe
Wenig Beachtung in der Presse hat die Arbeit der Bestattungsunternehmen gefunden. Sie sind zwar vom Kontaktverbot ausgenommen und leisten weiter ihre Arbeit. Das Verbot hat jedoch einen anderen Arbeitsbereich wesentlich eingeschränkt. Trauerfeiern wurden verboten oder nur in einem sehr kleinen Kreis ermöglicht. Kreativität ist bei einer
Bestattung während Corona gefragt.
Weniger Mitarbeiter bedeutet mehr Trauernde auf einer Beerdigung. So kommt es inzwischen auch mal vor, dass Angehörige den Sarg tragen. Statt Beratungsgespräche beim Bestatter durchzuführen, werden sie in die Häuslichkeit verlegt. Chats via Skype sind ebenfalls stark gefragt.

Nähen gegen den Virus
In vielen Nachbarstaaten ist eine Maskenpflicht längst verbindlich. Deutschland hat nun nachgezogen und ebenfalls eine Pflicht verhängt. Im öffentlichen Raum ist das Tragen einer Maske verbindlich, die Mund und Nase bedeckt. Die Maskenpflicht in Deutschland betrifft den öffentlichen Nahverkehr sowie alle Einkaufsläden.
Nähstudios und Änderungsschneidereien haben derzeit keine Nachfrage. Gegen die Auftragsflaute hilft nur Kreativität. Sie sind dazu übergegangen, Masken in den buntesten Farben und Ausführungen zu nähen. Die Nachfrage ist groß angesichts der Pflicht zum Tragen. Selbst genähte Masken sind jedoch nicht so sicher und verlässlich wie
professionelle Schutzkleidung aus dem Internet. Vorerkrankte Personen, Risikogruppen und medizinisches Fachpersonal sollte auf chirurgische Masken und antimikrobielle Schutzmasken der Klasse FFP2 oder höher zurückgreifen.

Gegen die Langeweile
Schulen und Kindergärten sind geschlossen. Für Eltern von Kleinkindern eine Herausforderung, für berufstätige Eltern umso mehr. Die Betreuung der Kinder durch die Großeltern ist ebenfalls nicht möglich. Kreativität ist gefragt, um die Langeweile einzudämmen.
Das Internet ist voller Ideen von Eltern. So sind eigene Hörbücher, aufgenommen von den Kindern, der große Hit. Sie sind sicherlich nicht mit einem Hörbuch oder
Podcast von Audibel vergleichbar, dafür aber sehr individuell. Die Kreativität der Kinder ist beim Erstellen gefragt. Gleiches gilt beim Erfinden von eigenen Spielen. Zauberkästen erleben derzeit ebenfalls eine rege Nachfrage. Die Anstrengungen der Kinder kann mit einer exklusiven Vorstellung vor den Eltern belohnt werden.

Hotel-Office statt Homeoffice
Mit unzähligen Kollegen acht Stunden am Stück in einem Großraumbüro sitzen. Frische Luft kommt ausschließlich aus der
Klimaanlage von Fischer Kälte-Klima, die Fenster sind alle geschlossen. Undenkbar in Zeiten von Corona. Viele Arbeitgeber sind dazu verdonnert, ihre Arbeitskraft von Zuhause aus einzubringen. Doch was tun, wenn an Homeoffice nicht zu denken ist wegen lauter Nachbarn, Kindern oder schlechtem W-LAN?
Geschlossene Hotels und Hostel vermieten ihre Zimmer immer häufiger an Arbeitnehmer. Sie nutzen die Ruhe in den Unterkünften für Online-Meetings, wichtige Präsentationen oder schlicht, weil in den eigenen vier Wänden das Internet zu schlecht ist.

 
 


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