Klimafreundlich bauen mit Holz: Darauf müssen Bauherren achten
Holzhäuser werden immer beliebter, denn sie sind nicht nur nachhaltig gebaut, sondern auch urgemütlich. Beim Bauen mit Holz gibt es aber auch einiges zu beachten.
Ein Eigenheim ist für viele Menschen ein Lebenstraum. Das Haus soll nicht nur schön aussehen, sondern möglichst mehrere Generationen ein Heim schenken. Bauherren können verschiedene Materialien und Bauweisen wählen. Holz hat sich als beliebte Variante etabliert. Der Massivbau ist zwar weit verbreitet, aber ein Holzhaus bietet klare Vorteile.
Holzhäuser machen circa 18 % der genehmigten Wohnbauten aus – damit ist ein Holzhaus immer noch etwas Besonderes. Das einzigartige Wohnklima überzeugt "Häuslebauer" ebenfalls. Sowohl die Blockhausbauweise als auch die naturbelassenen Holzbalken erzeugen eine wohlige Atmosphäre. Außerdem reguliert sich die Luftfeuchtigkeit automatisch in einem Holzhaus. Holzbalken lassen Feuchtigkeit aus dem Raum nach außen oder umgekehrt fließen. Aufgrund der hohen Wandstärke sind diese Häuser sehr gut isoliert. Das heißt, im Winter ist es schön warm und im Sommer angenehm kühl.
Trend: Fertighaus aus Holz
Fertig- oder Massivhaus? Die Vorteile eines Fertighauses liegen in der schnellen Bauzeit. Nach der Fertigstellung von Keller oder Bodenplatte montieren Unternehmen in wenigen Tagen Bauteile in Holzständerbauweise oder Holztafelbauweise. Bauen mit Holz als Fertighaus-Konzept spart Zeit und Geld. Der Preisvorteil gegenüber Massivhäusern ergibt sich durch die industrielle Vorfertigung und die Standardisierung.
Holz als nachhaltiger Baustoff
Ressourcen werden knapper und unsere Häuser müssen in den kommenden Jahren energie- und umweltschonender werden. Das hat die alte Bundesregierung bereits im September 2019 unter „Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030“ verabschiedet. Holz als Baumaterial soll also nachweislich gefördert werden. Holz bindet CO2, das auch als Baustoff verwendet, der Atmosphäre entzogen bleibt. Wird das Haus eines Tages abgerissen, kann das Material recycelt werden.
Wandlungsfähiger Look
Holzhäuser sind wandlungsfähig und können in ganz unterschiedlichen Designs gebaut werden. Natürlich oder angestrichen: Persönliche Geschmäcker finden Anwendung. Bewohner schätzen zudem die gesündere Lebensweise. In Massivhäusern müssen des Öfteren zur Versiegelungen synthetische Lacke verwendet werden. Von Holz umgeben wohnt es sich also gesünder als in Steinbauweise. Kombiniert mit einem Garten, den die ganze Familie zum Blühen bringen kann, wird der Wohntraum perfekt.
Rohstoffknappheit: Wenn das Holz ausgeht
Zu wenig Chips, gestörte Lieferketten, Ressourcenmangel: In den letzten Monaten häuften sich Meldungen zur Knappheit von dringend benötigten Materialien. Ein Drittel der Fläche Deutschlands ist von Waldgebieten besiedelt. Dennoch ist es zur Holzknappheit gekommen. Was ist passiert?
Heiße Sommer in Folge haben die Baumbestände beschädigt. Hinzu kamen Befälle durch den Borkenkäfer. Viele Gartenbesitzer:innen wissen aus den Erfahrungen der letzten Jahre, wie sehr die Sommerhitze dem Rasen zusetzen kann.
Durch diese Faktoren gelang sehr viel Schadholz auf den Markt, was zu einem Preissturz führte. Die Knappheit betrifft vor allem Schnittholz, das begehrt ist. Wer also ein Holzhaus bauen möchte, sollte sich rechtzeitig mit den Bauunternehmen des Vertrauens zusammen setzen und planen.
Fazit: Bauliche Vorteile ausnutzen
Holzhäuser sind nicht teurer als Massivhäuser oder andere Bauformen. Wer sich für ein Fertighaus entscheidet, kann Zeit und Geld sparen. Auch wenn das zunächst simpel klingt – Hausherren sollten ihr Eigenheim von Fachfirmen errichten lassen, die sich mit dem Material Holz bestens auskennen. Unterschiedliche Designs machen diese Bauform attraktiv und individuell. Vor allem die Umwelt wird es danken.

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