Anja Kalski

"Zugabe-Preis 2020": Jetzt bewerben

Auszeichnung der Körber-Stiftung für Firmengründer der Generation 60plus

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Foto: djd/Koerber Stiftung Claudia Höhne

Foto: djd/Koerber Stiftung Claudia Höhne

(djd). Jung, innovativ, von digitaler Technik getrieben: Dieses "coole" Bild der Gründer- beziehungsweise Startup-Szene ist inzwischen weit verbreitet und geradezu dominierend.
Doch es gibt auch eine ganz andere Kategorie von Frauen und Männern, die sich - mit dem Wissen und der Erfahrung ihres fortgeschrittenen Berufs- und Lebensalters - noch einmal unternehmerisch betätigen wollen. Für sie hat die Hamburger Körber-Stiftung im Jahr ihres 60-jährigen Bestehens den "Zugabe-Preis" ins Leben gerufen, der mit dreimal 60.000 Euro dotiert ist.
 
Das Motto der Initiatoren: "Die Welt zu verbessern, ist in jedem Alter möglich."
 
Bis zum 30. November 2019 können unter www.zugabe-preis.de Nominierungen für die Vergabe im Jahr 2020 abgegeben werden. Dort sind auch die genauen Teilnahmekriterien nachzulesen.
 
Mit gutem Beispiel vorangehen Ute Büchmann (65) aus Kiel gehörte 2019 zu den ersten Hauptpreisträgerinnen und "Weltverbesserern". Sie überzeugte die Jury mit ihrem nachhaltigen Schulungskonzept zur Qualifikation von Senioren-Assistenten nach dem Plöner Modell. Seit 2007 hat ihr Unternehmen auf dieser Grundlage rund 1.400 Frauen und Männer professionell darauf vorbereitet, in selbstständiger Tätigkeit ältere Menschen durch den Alltag zu begleiten, sie zu aktivieren und vor Vereinsamung zu bewahren. Mit ihrer Idee hat Ute Büchmann nicht nur eine Antwort auf die großen sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen gefunden, die mit dem demografischen Wandel verbunden sind. Es ist ihr ebenso gelungen, lebenserfahrene Menschen auf eine sinnstiftende und eigenständige Berufstätigkeit vorzubereiten - als Alternative zu einer abhängigen Beschäftigung, die mit zunehmendem Lebensalter oft immer schwieriger zu finden ist.
Das Unternehmen von Ute Büchmann trägt sich bis heute wirtschaftlich selbst. "Ich bin sehr glücklich über die Auszeichnung", bekennt Büchmann. Sie ist überzeugt, dass es hierzulande aber noch viele weitere Anwärter gibt, die des Zugabe-Preises würdig sind und dessen Vergabekriterien erfüllen. Ihnen möchte sie Mut machen, sich dem Bewerbungsverfahren zu stellen.


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