Anja Kalski

Werbewirksam Veranstaltungen organisieren

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Eventmarketing ist ein Werkzeug mit hohem Aktivierungspotenzial. Durch den Erlebnischarakter binden Firmen mögliche Kunden intensiv an sich und können besonders zielgerichtet Interessenten ansprechen. Diese Form der Werbung richtet sich nicht breit gestreut an zufällige Zielgruppen, sondern spricht Menschen an, die von vorn herein an Interaktion interessiert sind. Wie man solche Events möglichst gewinnbringend einsetzt, besprechen wir hier.

 

 

Wofür Events?

Geplante Veranstaltungen als Marketingwerkzeug haben für Unternehmen eine Vielzahl von Vorteilen. Am wichtigsten: Der Werbende kontrolliert genau die Bedingungen, unter denen kommuniziert wird. Er bestimmt, welche Informationen bereitgestellt sind, welcher Charakter des Events angestrebt wird, was man genau bewirbt und welche Zielgruppe eingefangen wird. So kann man z. B. mit Hilfe von Veranstaltungen, die sich in erster Linie an Kinder richten (Spielfeste, Sportveranstaltungen und selbst die klischeebeladene Hüpfburg) Erwachsene ansprechen: Eltern und Großeltern dieser Kids müssen nicht gelangweilt herumstehen, sondern unmittelbar mit Werbung, Informationen, Goodies und anderen Methoden bewirkt werden. Schon hat man eine klar umrissene demografische Gruppe zur Hand, auf die man seine Maßnahmen zuschneiden kann.
Dabei kann das Unternehmen durch geschickte Auswahl und Inszenierung den Firmengeist transportieren und das eigene Image mit der Art der Veranstaltung verknüpfen. Kunst- oder Kulturevents haben selbstverständlich eine andere Wirkung als Sportveranstaltungen oder unmittelbar als Marketing-Events gekennzeichnete Events.

 

Werbeformen auf Events

Da ein Event an sich schon mit einigem Aufwand betrieben wird, eignen sich hier besonders nachhaltige Werbeformen und Maßnahmen, die lange im Gedächtnis bleiben, das Image besonders stark formen oder einen hohen Mitnahmecharakter haben. Ein Flyer, Audio- oder Videoformate ziehen deutlich weniger stark als unmittelbare menschliche Interaktion zum Beispiel in Form von Bühnenevents oder Seminaren. Auch Bildungsveranstaltungen können dazu genutzt werden, Produkte, Services oder die Firmentradition zu vermitteln. Ebenfalls beliebt beim Publikum sind Goodies: Werbeartikel, die nicht nur als bloßes Marketingvehikel dienen, sondern dem Nutzer auch einen Mehrwert bieten. So kann man für die unterschiedlichsten Eventformen zum Beispiel Trinkflaschen bedrucken, um einen hochwertigen Gegenstand mit Markenlogo zu bieten. Wenn dies mit einer positiv besetzten Veranstaltung und angenehmen Erinnerungen verknüpft wird, löst der Anblick der Flasche noch lange später eine große Wirkung aus.
Dabei sollte man ein einzelnes Event jedoch nicht mit zu vielen verschiedenen Werbeformen überfrachten. Wenn der Besucher die Zeit so erlebt, dass er aggressivem und dauerhaftem Marketing ausgesetzt wird, verkehrt sich die Wirkung ins Gegenteil und jede Erwähnung löst negative Erinnerungen aus.

 

Live-Kommunikation

Wenn man den Charakter von Events weiter fasst, können auch andere Formen des Marketings mit einbezogen werden. Zum Beispiel ist es möglich, durch Interaktivität und rasche Resonanz auf Online-Plattformen Eventelemente zu aktivieren. Wenn z. B. Preisspiele oder Wettbewerbe ausgeschrieben werden, bei denen die Zielgruppe selbst aktiv und im besten Fall noch kreativ sein muss, bindet dies potenzielle und bestehende Kunden stark ein. Als Beispiel kann man Aktionen nehmen, bei denen sich Personen mit einem Produkt des Unternehmens in möglichst ungewöhnlicher Position oder an öffentlichen oder außergewöhnlichen Orten fotografieren und damit selbst zum Darsteller werden. Auch kleine und mittlere Unternehmen können so in lokalen Anlaufstellen Online-Marketing betreiben und zielgenau diejenigen ansprechen, die sich auch selbst als Publikum sehen.
Dennoch sollte man solche Maßnahmen auch nur sorgfältig geplant und maßvoll einsetzen, da eine hohe Gefahr der Abnutzung und wiederum Verkehrung ins Gegenteil besteht.

 

Fazit

Eventmarketing ist dann am wirksamsten, wenn sie Teilnehmer stark aktiviert und resonant einbindet. Wenn das Publikum nicht nur mit Werbung beschallt wird, sondern selbst sein Verhältnis zum Unternehmen spiegeln kann, bindet man es wesentlich organischer an Produkte oder Services als mit rein passivem Werbekonsum.

 


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