Nadine Schilling

Einbruchsrisiko - wie sicher ist Bargeld zu Hause?

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Foto: Moja Msanii by unsplash

Niedrige Sparzinsen, wenig Vertrauen in die Banken oder die Angst vor einer neuen Finanzkrise sind für viele Verbraucher Gründe, Bargeld zu Hause aufzubewahren. Oft werden kurzfristig Geldmittel benötigt, um beispielsweise Handwerkerrechnungen zu bezahlen. Wer sein Erspartes zu Hause deponieren will, sollte einige Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Geldmittel und andere Wertgegenstände richtig aufbewahren


Bargeld in der Haushaltskasse oder im Schuhkarton zu verwahren, ist keine Lösung. Bei Diebstahl wird der Schaden von der Hausratversicherung nur bedingt ersetzt. Größere Bargeldbeträge, wertvoller Schmuck und wichtige Dokumente müssen an einem sicheren Ort verwahrt werden. Für die Unterbringung von Wertgegenständen kommt meist ein Safe oder ein Tresor infrage. Diese Sicherheitsschränke haben auf Einbrecher allerdings nur dann eine abschreckende Wirkung, wenn es sich um einen widerstandsfähigen, fest im Boden oder Mauerwerk verankerten Tresor handelt, der nicht so einfach ausgebaut werden kann. Im Privathaushalt ist der Wertschutzschrank am gebräuchlichsten. Dieser Tresor zeichnet sich durch eine massive Panzerung sowie ein hohes Eigengewicht aus und kann deshalb nicht ohne weiteres mitgenommen werden. Üblicherweise werden Tresore mit einem Zahlenschloss gesichert. Damit die Wertsachen im Tresor dauerhaft geschützt sind, sollte der Tresorcode regelmäßig geändert werden. Wenn fremde Personen Zugang zur Tresortür hatten, muss der Sicherheitscode umgehend verändert werden. Elektronische Codes können einfach geändert werden und bieten dadurch die Möglichkeit, Zugangsberechtigungen anzupassen. Tresorschlüssel werden vor allem bei Haushaltstresoren verwendet, da Tresore im Privathaushalt nur von wenigen Personen genutzt werden. Die Schlüssel für einen Tresor sollten sicher aufbewahrt werden, denn wenn diese verloren werden, kann der Tresor nicht mehr geöffnet werden. Durch Vergessen oder Verlegen des Sicherheitscodes ist das Öffnen des Tresors ebenfalls unmöglich. In diesem Fall hilft nur eine Tresor-Notöffnung, die von einem Schlüsseldienst durchgeführt wird. Schlüsseldienste in der Region, die im Notfall schnell vor Ort sind, finden sich im Internet. Zur Homepage örtlicher Dienstleister geht es hier. Schlüsselnotdienste setzen zur Öffnung von Tresoren feine Spezialwerkzeuge ein, damit anschließend keinerlei Einschränkungen durch den vorherigen Schlüsselverlust bestehen. Zum Schutz wichtiger Geschäftsunterlagen sind feuerfeste Dokumententresore am besten geeignet. Elektronische Datenträger sollten in speziellen Datensicherungsschränken gelagert werden. Kleine Tresore besitzen den Vorteil, dass diese unauffällig in Schränken und anderen Möbelstücken versteckt werden können. Um die Sicherheit zu erhöhen, empfiehlt es sich, den Tresor einzumauern, sodass dieser nicht von seinem Platz entfernt werden kann.

Schutz vor Diebstahl und Beschädigung


Größere Wertschutzschränke sind nur schwer zu transportieren. Bei Einbrüchen werden große Tresore deshalb meist nicht mitgenommen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Geldtresor als Wandsafe an jeder Stelle in der Wohnung fest einzumauern. Ein Schranktresor wird in eine Schrankwand eingebaut, allerdings sollte der Schrank aus einem soliden Material bestehen. Welcher Tresor für die Unterbringung von Wertsachen besonders geeignet ist, hängt vom Inhalt sowie vom individuellen Bedarf ab. Der Feuerschutztresor kann sowohl als Dokumententresor und Datentresor genutzt werden. Ein Datensafe, in dem wichtige Dokumente und Dateien aufbewahrt werden sollen, muss einen zuverlässigen Schutz vor Flammen bieten und bestimmte Richtwerte bezüglich der Luftfeuchtigkeit erfüllen, damit Papierdokumente sowie empfindliche Datenträger nicht beschädigt werden. Von den Tresor-Sicherheitsstufen hängt der Versicherungsschutz für die im Tresor gelagerten Wertgegenstände ab. Es empfiehlt sich deshalb, die Versicherungsfragen zunächst mit der Hausratversicherung zu klären, bevor über einen Tresor entschieden wird. Zum Einbau eines Tresors verpflichtet sind alle Waffenbesitzer, die gemäß gesetzlicher Vorschriften ihre Waffen zuverlässig vor dem Zugriff Unbefugter schützen müssen.


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