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Kommunale Wärmeplanung

Bis 2028 braucht jede Gemeinde einen Wärmeplan. Im Landkreis Osterholz starten die Vorbereitungen.

Gemeinsam für den Klimaschutz: Vertreter*innen der kreisangehörigen Kommunen, der Stadt Osterholz-Scharmbeck sowie der Unternehmen EWE Netz GmbH und den Osterholzer Stadtwerken GmbH & Co. KG. Foto: akl

Gemeinsam für den Klimaschutz: Vertreter*innen der kreisangehörigen Kommunen, der Stadt Osterholz-Scharmbeck sowie der Unternehmen EWE Netz GmbH und den Osterholzer Stadtwerken GmbH & Co. KG. Foto: akl

Landkreis Osterholz. Laut Bundes-Klimaschutzgesetz soll Deutschland bis 2045 treibhausgasneutral werden. Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn die Wärmeversorgung energetisch auf neue Füße gestellt wird und ohne fossile Brennstoffe auskommt. Bei diesem Umbau der Wärmeversorgung sind die Kommunen wichtige Akteure. Mit der kommunalen Wärmeplanung wird ein langfristiger und strategisch angelegter Prozess mit dem Ziel einer weitgehend klimaneutralen Wärmeversorgung in Gang gesetzt. Grundsätzlich sollte hierbei die Wärmeplanung das gesamte Gemeindegebiet umfassen und die privaten Wohngebäude, die kommunalen Liegenschaften und die gewerblichen Gebäude darstellen.

 

Landkreis Osterholz startet Planung

 

Aktuell haben nun der Landkreis Osterholz, die Samtgemeinde Hambergen, die Gemeinden Lilienthal, Worpswede, Ritterhude, Grasberg und Schwanewede sowie die Stadt Osterholz-Scharmbeck mit den beauftragten Unternehmen EWE Netz GmbH aus Oldenburg und den Osterholzer Stadtwerken GmbH & Co. KG. den Planungsprozess in Gang gesetzt. „Unser Integriertes Klimaschutzkonzept für den Landkreis hat gezeigt: Die Heizenergie hat mit rund 50% den größten Anteil an der Endenergiebilanz, wobei Erdgas mit rund 34 % der wichtigste Energieträger ist. Die interkommunale Wa¨rmeplanung ist somit ein wichtiges Planungsinstrument zur langfristigen strategischen Umgestaltung der Wa¨rmeversorgung im Rahmen der Energiewende 2030“, erläutert Landrat Bernd Lu¨tjen. Dieses große Thema gemeinsam anzugehen, begrüße er daher sehr und ergänzt: „Wir sind soweit, dass es losgehen kann“.

 

Die Zeit rennt

 

Rund zwölf Monate haben die beteiligten Kommunen und lokalen Energieversorgungsunternehmen Zeit die Wärmepläne zu erstellen. Dafür werden die Kommunen vier Projektphasen durchlaufen. Im Rahmen einer Bestandsanalyse werden der aktuelle Wärmebedarf, die Gebäude- und Versorgungsstruktur sowie die CO2-Emissionen abgebildet. Es folgt die Potenzialanalyse, in der unter anderem ermittelt wird, welche alternativen Energiequellen an den jeweiligen Standorten sinnvoll wären. Bei der Aufstellung eines Zielszenarios werden Erzeugung und Verbräuche zusammengebracht und notwendige Versorgungsstrukturen für die einzelnen Regionen abgeleitet. Schließlich werden mit der Formulierung einer konkreten Strategie erste Maßnahmen definiert und letztendlich umgesetzt werden können. Zwischenergebnisse des Projektverlaufes sollen regelmäßig der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Voraussichtlich wird dazu im September 2024 eine öffentliche Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Borderstep Institut und der Leibniz Universität Hannover stattfinden.


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