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Zum Schutz der Moore

Niedersachsen (eb). Die Koordinierungsstelle wird sich aktiv in die Diskussion auf Landesebene einbringen sowie einen Vorschlag für die Organisation des notwendigen Beteiligungsprozesses zum Thema Moorbodenschutz erarbeiten.

Dabei erfolgt eine Berücksichtigung vorhandener regionaler Strukturen, damit verbundener Interessen und den Herausforderungen für die Landwirtschaft.
Eingerichtet wurde die Koordinationsstelle für das Thema Klimaschutz durch Moorbodenschutz vom Landwirtschaftsministerium bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK).
Um den Klimaschutz zu verbessern, bedürfe es einer besonderen Bewirtschaftung und Nutzung der Moorböden, so Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.
Niedersachsens Moorböden stehen als bedeutende Emissionsquelle mit rund 11 Mio. t CO2-Äquivalente pro Jahr im Fokus. Für eine moorschonende Flächenbewirtschaftung sollen regional langfristige Bewirtschaftungs- und Klimaschutzkonzepte im Einklang mit den betrieblichen Rahmenbedingungen und Erfordernissen der Landwirtschaft entwickelt werden.
Die Arbeit der Koordinierungsstelle soll ab dem nächsten Jahr ausgeweitet werden, wofür weitere Personalressourcen erforderlich werden. Einzelbetriebliche Anpassungsmöglichkeiten stehen im Mittelpunkt. Unterstützend ist geplant, dass die Koordinierungsstelle einzelbetrieblich Modell- und Demonstrationsvorhaben initiieren und begleiten wird, die regional die Umstellung auf eine moorschonende Bewirtschaftung mit befördern sollen. Am Ende soll ein vielfältiger „Werkzeugkasten“ zur Verfügung stehen, um den Moorbodenschutz umfassend zu gewährleisten.
Voraussetzung für die Umsetzung von Maßnahmen zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz ist die Bereitstellung der Fördermittel für ein aus landwirtschaftlicher Sicht notwendiges Maßnahmenspektrum. Mit der Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz ist die Grundlage geschaffen worden.
Niedersachsen weist mit einer Fläche von 2.294 km² Hochmoor und 1.851 km² Niedermoor bundesweit den größten Flächenanteil auf. Im September 2021 hat Niedersachsen die Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz unterzeichnet. Im Hauptfokus der Vereinbarung steht das Ziel, bis zum Jahr 2030 in Deutschland die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden um 5 Millionen Kohlendioxid-Äquivalente zu senken.


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