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Rück- und Vorausblick

Neujahrsgruß von Landrat Marco Prietz

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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
vor zwei Monaten habe ich mein neues Amt als Landrat angetreten, meine erste Sitzung im Kreistag war gleichzeitig auch die erste Sitzung für viele neue Abgeordnete des neu gewählten Kreistags.
Wir alle haben unser Amt in Zeiten großer Umbrüche aufgenommen. Die Coronapandemie ist gerade wieder das beherrschende Thema und erfordert auch innerhalb der Kreisverwaltung seit nunmehr fast zwei Jahren große Kraftanstrengungen und Personalressourcen. Daneben warten noch viele andere Aufgaben, die bewältigt werden müssen. Die Kreisverwaltung und auch die Mitglieder des Kreistags sind sich ihrer Verantwortung bewusst, haben deshalb direkt nach der ersten Sitzung des Kreistags mit ihren Haushaltsberatungen gestartet und am 21. Dezember bereits den Haushalt beschlossen. Damit sind wir einer der ersten Landkreise, viele andere Kommunen beschäftigen sich erst Anfang 2022 mit diesem Thema. Wir sind für das nächste Jahr gut aufgestellt, der Haushalt ist ausgeglichen, es gibt keine Neuverschuldung und die Kreisumlage bleibt auf einem historisch niedrigen Stand. Damit haben wir die wichtigste Grundlage für die gewaltigen Investitionen geschaffen, die im nächsten Jahr und den Folgejahren getätigt werden sollen.
Mein Ziel ist ein lebenswerter, erfolgreicher und bürgernaher Landkreis. Die Verstärkung in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Bauen und Digitalisierung soll dazu beitragen. Zwei zusätzliche Beschäftigte werden künftig in Zeven und Bremervörde Ansprechpartner für die Unternehmen vor Ort sein. Das Bauamt wird um insgesamt rund drei Stellen verstärkt, damit nicht nur durch die Digitalisierung der Baugenehmigungsverfahren, sondern auch durch eine bessere personelle Ausstattung die Bearbeitungszeiten für Bauanträge reduziert werden können.
Eine weitere neue Stelle soll zum einen die Beschleunigung des Mobilfunkausbaus im Landkreis unterstützen, zum anderen die Endlagersuche für Atommüll begleiten. Ein Thema, mit dem sich der Landkreis wohl die nächsten Jahre beschäftigen wird und das eine gesamtgesellschaftliche, ergebnisoffene Diskussion erfordert.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen aktuell Investitionen in die Zukunft unseres Landkreises. Sie betreffen vor allem die Bereiche Bildung, Digitalisierung und Gesundheitsversorgung. 78 Mio. Euro werden derzeit in den Neubau von Gymnasium und BBS in Bremervörde investiert, 24 Mio. Euro stehen für die Sanierung und Modernisierung des Ratsgymnasiums in Rotenburg an, 8 Mio. Euro sind netto für den Bau eines gemeinsamen Oberstufenhauses von BBS und IGS in Zeven vorgesehen.
Die Gigabitstrategie mit einer nahezu vollständigen Erschließung aller Haushalte mit Glasfaser wird mit bis zu 150 Mio. Euro zu Buche schlagen, die OsteMed wird mit Unterstützung von Land und Kreis rund 50 Mio. Euro in die Modernisierung und Vergrößerung des Krankenhauses in Bremervörde investieren. Ich könnte noch viele weitere Investitionen in Straßen, Radwege oder auch die Digitalisierung der Kreisverwaltung und Schulen aufführen.
Alles in allem stehen wir also zurzeit sehr gut da. Dafür sind die Unternehmen und Beschäftigten in unserem Kreis verantwortlich, die mit ihrer Arbeit die Steuern erwirtschaften, die Bund, Land, Landkreis und Kommunen für öffentliche Ausgaben verwenden können. Wir haben zurzeit eine Vollbeschäftigung mit einer Arbeitslosenquote von nur rund 3 Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass fast alle Erwerbsfähigen in diesem Landkreis einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen und Tag für Tag zur Arbeit gehen. Bei allen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber stehen wir deshalb als Kreisverwaltung und Kreispolitik in der Verantwortung.
Die Lage im Landkreis bleibt auch in 2022 dynamisch, wir werden weiterhin viele Aufgaben bewältigen, von denen wir im Jahr davor noch gar nicht wussten, dass es sie gibt. Das wird auch so bleiben und erfordert ein umsichtiges und langfristiges Handeln, auch in Bezug auf Investitionen und Haushaltsplanungen.
Schaue ich noch einmal auf das Thema Corona, haben viele Menschen in unserem Landkreis im vergangenen Jahr Unglaubliches geleistet, das betrifft auch meine Verwaltung. Ein großer Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diesen großartigen Einsatz. Aber auch Sie als Bürgerin und Bürger des Landkreises haben mit ihrem Verhalten dazu beigetragen, dass wir im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands mit unseren Coronazahlen relativ gut dastehen. Mein Dank geht deshalb auch an Sie. Lassen wir nicht zu, dass das Thema die Gesellschaft weiter spaltet und unseren lebenswerten und offenen Landkreis mit so vielen engagierten Menschen Schaden zufügt. Probleme dieser Art lassen sich nur gemeinsam lösen.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins Jahr 2022.
Ihr Landrat Marco Prietz


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