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Mareike Kerouche

Börde investiert in die Zukunft - Zahlreiche energetische Maßnahmen im neuen Jahr geplant

Lamstedt. Die letzte Sitzung des Börde-Samtgemeinderates in diesem Jahr in der Olen Dörpschool Nordohn verlief - der Jahreszeit entsprechend - in ruhiger, harmonischer Atmosphäre. Nach 25 Minuten waren die Sachpunkte des öffentlichen Teils mit fast ausnahmslos einstimmigen Beschlüssen abgehakt. Wohl eher Zufall - aus dem Nebenraum schallten die schmissigen Klänge der Trommler und Pfeifer des örtlichen Spielmannszuges.
Die Nachfrage der Bauwilligen in den Mitgliedsgemeinden boomt nach wie vor. So stehen in Lamstedt keine Bauplätze in kommunaler Verfügungshoheit und in Mittelstenahe lediglich noch zwei zur Verfügung. Mit dem abschließenden Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 70 „Pfennigsblöcke“ gab der Samtgemeinderat „grünes Licht“ für rund 30 neue Bauplätze im Ortsteil Lamstedt. Mit dem Bebauungsplan Nr. 69 „Beeken­ende“ werden sechs neue Bauplätze im Ortsteil Mittelstenahe geschaffen.
„Der Gebührensatz für die Abwassergebühr in Höhe von derzeit 2,46 Euro/Kubikmeter Frischwasser reicht nicht aus“, stellte Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer fest. Das habe die Auswertung der abgeschlossenen Jahre 2016 und 2017 ergeben. Es müsse eine Neu- mit einer Nachkalkulation der letzten drei zurückliegenden Jahre durchgeführt werden. Da zum jetzigen Zeitpunkt bereits voraussehbar ist, dass aufgrund der Kostensteigerung die Kalkulation im Jahre 2019 zu einer Anhebung führen wird, beschloss der Samtgemeinderat, den Gebührensatz mit Wirkung vom 1. Januar 2019 auf 2,76 Euro/Kubíkmeter anzuheben.
Das oberste Samtgemeindegremium zeigte sich an diesem Abend investitionsfreudig. Mit Unterstützung der Niedersächsischen Kommunalinvestitionsgesetze I und II sollen die energetische Sanierung der nördlichen Fassade des Hallenbades Lambada mit 36.000 Euro, die Dachsanierung der Grundschulaußenstelle Armstorf mit 164.000 Euro, die Wendeplatz am Standort Goosherweg mit 99.000 Euro und die Sanierung der sanitären Anlagen der Grundschulsporthalle mit 48.500 Euro in Angriff genommen werden. Der Fördersatz beträgt 90 Prozent.
Nach einer Finanzvereinbarung erstattet die Samtgemeinde der Mitgliedsgemeinden 70 Prozent der Haushaltsfehlbeträge. Für das Haushaltsjahr 2017 erhalten die Gemeinden Hollnseth 56.570 Euro, Mittelstenahe 10.050 Euro und Stinstedt 72.560 Euro.
Der Antrag der SPD-Fraktion, die Fahrradständer an den Lamstedter Grundschulstandorten Schützenstraße und Goosherweg war in der Gesamtkonferenz und dem Schulvorstand erörtert worden. Beide Gremien sprachen sich dagegen aus und setzten auf mehr Investitionen im EDV-Bereich. Mit großer Mehrheit lehnte der Samtgemeinderat den Antrag der SPD-Fraktion ab.
Seit fünf Jahren führen die Börde-Schiedsperson Harald Tiedemann (Nordahn) und dessen Stellvertreter Hans-Dieter Tiedemann (Varrel) Sühneverhandlungen mit dem Ziel der gemütlichen Schlichtung streitiger Rechtsangelegenheiten zur Vermeidung von Privatklageverfahren und Schlichtung kleiner bürgerlich-rechtlicher Streitigkeiten durch. Der Samtgemeinderat sprach beiden das Vertrauen aus und verlängerte ihre Wahlzeit um weitere fünf Jahre.
Personalentscheidungen standen ebenfalls aus der Tagesordnung. So wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2019 der Bauamtsleiter Volker Thiel, zugleich allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, zum Samtgemeindeoberamtsrat sowie der Haupt- und Personalamtsleiter Frank Springer zum Samtgemeindeamtsrat ernannt.


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