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Ofenhelden sind gefragt - Ofen- und Luftheizungsbauer mit guten Zukunftsperspektiven

(djd). Ofen- und Luftheizungsbauer ist ein traditionsreicher, aber auch seltener Beruf. Die Menschen, die ihn ausüben, könnte man Feuerbändiger oder Wärmekünstler nennen. Sie gestalten moderne Feuerstätten in vielfältigen kreativen Formen, Materialien und Ausführungen - mit individuellem Design und umweltfreundlicher Technik. „Dieser Beruf ist sehr vielseitig“, betont auch Michael Hieckmann, selbst Kachelofenbauer und Vorsitzender der AdK, der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft e.V.

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Ofen- und Luftheizungsbauer gestalten moderne Feuerstätten in vielfältigen kreativen Formen, Materialien und Ausführungen. Foto: djd/www.kachelofenwelt.de

Ofen- und Luftheizungsbauer gestalten moderne Feuerstätten in vielfältigen kreativen Formen, Materialien und Ausführungen. Foto: djd/www.kachelofenwelt.de

Da jeder Ofen ein Unikat sei, gebe es immer wieder neue Herausforderungen und es sei viel Ideenreichtum gefragt. Für viele Auszubildende in dieser Branche ist ein Praktikum der Einstieg.
Luca etwa absolviert seine Ausbildung zum Ofenbauer seit Herbst 2019 im elterlichen Betrieb: „Meistens bin ich dabei, wenn ein Ofen fertig ist und erstmals angefeuert wird - ein sehr cooles Erlebnis.“ Der junge Mann wird von der AdK in der Ausbildung durch ein Stipendium gefördert und will danach seinen Meister machen. Ofen- und Luftheizungsbauer müssen vom ersten Entwurf bis zum fertigen Kamin Kunden beraten, sich mit Technik auskennen, Entwürfe von Hand oder mit 3D-Programmen erstellen und diese mit Kunden abstimmen. Sie müssen Materialien zusammenstellen und handwerklich grobe und feine Arbeiten durchführen. Sie arbeiten mit Steinen und Baustoffen, mauern, verputzen, bearbeiten keramische Formteile und verlegen Natursteinplatten. Es werden Anlagenteile in Handarbeit gefertigt, Rohrleitungen und elektrische Baugruppen sowie Regel-, Steuer-, Sicherheits- und Überwachungseinrichtungen installiert. Man benötigt räumliches Vorstellungsvermögen und handwerkliches Geschick ebenso wie mathematische und physikalisch-technische Kenntnisse. „Auch soziale Kompetenz ist gefragt“, betont Michael Hieckmann. „Denn Ofenbauer arbeiten in privaten Räumen von Kunden an hochwertigen Anlagen, da ist ein gewisses Einfühlungsvermögen wichtig.“
Ausgebildete Fachkräfte haben gute Zukunftsperspektiven, Azubis werden meist übernommen. Mit etwas Berufserfahrung kann man den Meister nachlegen und damit im Unternehmen aufsteigen oder sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Spätestens als Meister können gut ausgebildete, ambitionierte Handwerker mehr verdienen als viele Gleichaltrige mit akademischen Abschlüssen. Mehr Infos, Downloads und Filme gibt es unter www.ofenhelden.info. Adressen qualifizierter Ofenbauer-Fachbetriebe und Wissenswertes gibt es zudem unter www.kachelofenwelt.de.


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