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Zwischen Tempo und Tierleben

Mit neuen Wildwarntafeln will der Landkreis Osterholz gegen Wildunfälle vorgehen.

(v. l.) Landrat Bernd Lütjen, Martin Kai Köpke, Vorsitzender der Jägerschaft Osterholz und Johann Gottfried Stehnke vom Bauunternehmen.

(v. l.) Landrat Bernd Lütjen, Martin Kai Köpke, Vorsitzender der Jägerschaft Osterholz und Johann Gottfried Stehnke vom Bauunternehmen.

Bild: Eb

Landkreis Osterholz. Trotz zahlreicher Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Wildunfällen, wie etwa Wildwarnreflektoren oder Duftzäunen, sind die Fallwildzahlen infolge von Verkehrsunfällen an bestimmten Streckenabschnitten weiterhin hoch. Auch bestehende Verkehrszeichen konnten das Unfallgeschehen dort bislang nicht ausreichend reduzieren. Um Verkehrsteilnehmende erneut und deutlich auf diese Gefahrenstellen aufmerksam zu machen, wurden nun weitere Maßnahmen umgesetzt.

Damit Wildunfälle gar nicht passieren oder zumindest keine gravierenden Folgen haben, ist die angepasste Geschwindigkeit dort, wo Wildwechsel zu erwarten ist, essenziell. Maximal 80 km/h dürfen es sein, um das Auto bei einer plötzlichen Begegnung mit Wild noch beherrschen zu können. Bei unübersichtlichen Stellen oder Bewuchs, der bis an die Straße reicht, kann auch eine noch geringere Geschwindigkeit zwischen 60 km/h und 80 km/h angebracht sein.

Damit die Verkehrsteilnehmenden Wildunfallschwerpunkte erkennen können, ist die Jägerschaft Osterholz mit Unterstützung des Landkreises erneut in der Wildunfallprävention aktiv geworden. Ende November 2025 wurden im gesamten Kreisgebiet an fünf ausgewählten Stellen neue, besonders auffällige Warntafeln installiert. Ziel ist es, dass die Verkehrsteilnehmenden ihre Fahrweise anpassen und do deutlich weniger Wildunfälle passieren.

 

Finanzierung uns Standorte

Die Finanzierung der robusten und witterungsfesten Stellschilder erfolgte aus den „Blitzergeldern“ des Landkreises Osterholz. Diese Mittel sind zweckgebunden für Maßnahmen der Verkehrsprävention vorgesehen.

Bundesweit wird seit längerer Zeit unter dem Slogan „Besser langsam – als Wild!“ auf die Problematik von Wildunfällen hingewiesen. Bei der praktischen Umsetzung entsprechender Präventionskonzepte zeigte sich jedoch, dass derzeit weder auf Landes- noch auf Bundesebene geeignete Warntafeln oder Stellschilder zum Thema „Wildunfälle“ verfügbar sind. Vor diesem Hintergrund wurde ein eigenes Schildkonzept entwickelt. Der fachgerechte Einbau der Tafeln erfolgte kostenfrei durch das Bauunternehmen Gottfried Stehnke.

Mit den neuen Warntafeln weisen die Jägerschaft Osterholz und der Landkreis auf potenzielle Gefahren durch Wildwechsel hin und ergänzen damit die bestehenden Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen und die Zahl der Wildunfälle zu reduzieren.

Die Wildwarntafeln stehen an der K 1 in Löhnhorst, Fahrtrichtung Eggestedt, an der K 8 in Oberende, Fahrtrichtung Ritterhude, an der K 11 in Viehland, Fahrtrichtung Worpswede, an der K 16 in Ohlenstedt-Büttel, Fahrtrichtung Hülseberg und an der K 23 in Wallhöfen.


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