Janine Girth

Wolf, Bär und Luchs kennen - Einblicke ins Leben großer Raubtiere

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In Gruppenarbeit wurden Steckbriefe der großen Raubtiere Wolf, Bär und Luchs erarbeitet.
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In Gruppenarbeit wurden Steckbriefe der großen Raubtiere Wolf, Bär und Luchs erarbeitet. Foto: sr

von Susanne Roth
Ritterhude. Unterricht, zwar nach dem Stundenplan, aber trotzdem mal ganz anders, hatten die Schüler der 5. Klassen des Gymnasiums Ritterhude in der vergangenen Woche. Imme Klenke, Mitarbeiterin der Biologischen Station Osterholz, brachte ihnen in einem dreistündigen Projekt das Leben von Wolf, Bär und Luchs näher.
Am Montag war die Klasse 5G2 „dran“. Auf einer großen Weltkarte, die auf dem Boden auslag, wurden mittels kleiner Spielzeugtiere die Verbreitungsgebiete von Wolf, Bär und Luchs lokalisiert. Natürlich wussten die Schüler, dass beispielsweise der Wolf mittlerweile auch in unseren Breiten heimisch geworden ist. Viele der Kinder wussten Geschichten über Wolfssichtungen zu berichten. Nicht alle davon entsprächen der Wahrheit, wusste Klenke. Oftmals sei es auch nur ein Hund gewesen, der irrtümlich für einen Wolf gehalten wurde. Dass es aber im Garlstedter Wald ein Rudel der scheuen Beutegreifer gäbe, bestätigte sie. Einen Luchs, oder sogar einen Bären würde man hier aber vergebens suchen.
In Europa würden sich die Bestände von Wolf, Bär und Luchs aber weiter erholen, damit müsse auch nach Wegen und Möglichkeiten gesucht werden, mit diesen großen Raubtieren in Koexistenz leben zu können. Das Umweltbildungszentrum Lüneburg hat sich dies auf die Fahnen geschrieben und eine internationale Bildungsinitiative entwickelt, mit der den Schülern die Rolle der großen Beutegreifer vermittelt werden soll. Es geht darum, die Lebensweisen dieser Tiere kennenzulernen, deren Rolle in Lebensgemeinschaften und das daraus resultierende Konfliktpotenzial. „Es geht darum die jungen Menschen dazu anzuregen, sich eine eigene Meinung zu bilden“, erklärt Imme Klenke.
Um dies zu erreichen, wurden in dem Projekt von den Schülern die Fakten interaktiv erarbeitet. Sie erstellten Steckbriefe der Arten, ihre Lebensweise und ihrer Nahrung. Sie forschten, wie es möglich wäre, ihre Populationsentwicklung und ihre Verbreitung zu erfassen und sich mit den Problemen unterschiedlicher Interessengruppen auseinanderzusetzen.
In Deutschland beteiligen sich zehn Umweltbildungseinrichtungen in Niedersachsen an dieser Bildungsinitiative „EDU Wildlife“. Dazu kommen noch Partner in Rumänien. Finanziell wird das Projekt von der Niedersächsischen BINGO Umweltstiftung, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz unterstützt.



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