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Wasserstoff: Starker Antrieb für Norddeutschland

Landkreis (eb). Die Nationale Wasserstoffstrategie ist beschlossen. Nach mehreren Wochen Verzögerung wurde das Papier am Mittwoch im Bundeskabinett diskutiert und verabschiedet.

Landkreis (eb). Die Nationale Wasserstoffstrategie ist beschlossen. Nach mehreren Wochen Verzögerung wurde das Papier am Mittwoch im Bundeskabinett diskutiert und verabschiedet.

Mit dem nun gesetzten Rahmen kann Wasserstoff insbesondere in Norddeutschland und auch für ganz Deutschland eine enorme Wirtschaftskraft entfalten. „Die vorgelegte Strategie ist ein wichtiger Baustein für die Erreichung der Klimaziele und zum jetzigen Zeitpunkt ein richtiges Zeichen zum Aufbruch aus der Corona-Krise. Diese Krise zeigt uns den aufgestauten Innovationsdruck, den wir nun zukunftsgerichtet nutzen müssen“, so Janina Marahrens-Hashagen, Vorsitzende der IHK Nord. Auch Matthias Kohlmann, Präsident der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, begrüßt das Papier. „Die Unternehmen haben lange auf die Wasserstoffstrategie gewartet und es ist ein gutes Signal, dass es nun endlich einen Fahrplan zumAufbau einer Wasserstoffwirtschaft gibt. Das Potenzial dieses Energieträgers heben wir zusammen mit unseren Netzwerkpartnern schon seit 2018 im Rahmen des Wasserstoffnetzwerks-Nordostniedersachsen (H2-NoN) hervor.“
Herausragende Chancen
Ein wesentlicher Baustein der nationalen Strategie ist die angestrebte EEG-Umlagen-Befreiung der Wasserstoffproduktion auf Basis erneuerbarer Energien. Damit ist ein erster Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit des grünen Wasserstoffs getan. „Hier hätten wir uns als norddeutsche IHKs durchaus noch eine zielstrebigere und mutigere Positionierung mit einer gesetzlichen Verankerung der Umlagenbefreiung gewünscht. Dennoch ist es wichtig, dass dieses Thema prominent festgeschrieben ist. Für ganz Norddeutschland bieten sich somit herausragende Chancen. Hier sind die ErneuerbarenEnergien beheimatet und hier entsteht der grüne Wasserstoff. Die Energiewende wird sich in Norddeutschland entscheiden.“, so die Vorsitzende der IHK Nord weiter.
In der Strategie heißt es zudem, dass auch in der Industrie eine Förderung zur Umstellung auf Wasserstoff ermöglicht werden soll und somit der Weg für zusätzliche Anwendungsbereiche bereitet wird. „Es ist wichtig, dass der regulatorische Rahmen für Power-to-X-Technologien zeitnah angepasst wird und weitere Steuern, Abgaben und Umlagen beim Strompreis auf den Prüfstand kommen. Erst dann können sich neue Technologien im Bereich der notwendigen Sektorkopplung auf lange Sicht am Markt behaupten“, merkt Janina Marahrens-Hashagen an.
Wasserstoff fördern
Auch auf europäischer Ebene nimmt das Thema Wasserstoff an Fahrt auf. Mit der bald zu erwartenden EU-Wasserstoffstrategie will die EU-Kommission grünen und blauen Wasserstoff fördern und insbesondere die wettbewerbsfähige Produktion hochskalieren. Die EU-Wasserstoffstrategie soll verschiedene nationale Strategien zu einer einheitlichen europäischen Strategie vereinen, um eine Fragmentierung zu vermeiden. Die deutsche Wasserstoffstrategie wurde noch rechtzeitig vor der EURatspräsidentschaft veröffentlicht und kommt zu einem günstigen Zeitpunkt; Deutschland hat somit die Möglichkeit, die EU-Wasserstoffstrategie entscheidend mitzugestalten.
Regionale Wertschöpfung stärken
„Mit der zunehmenden Bedeutung der Wasserstofftechnologie können wir unsere regionale Wertschöpfung stärken und damit einhergehend hoch qualifizierte Fachkräfte halten und neue attraktive Arbeitsplätze schaffen. Wichtig ist jetzt, dass viele der zentralen Maßnahmen im vielversprechenden Papier auch kurzfristig umgesetzt werden“, betont Janina Marahrens-Hashagen abschließend.


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