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Sicherheit im Wasser

Lilienthal (eb). Die DLRG versucht mit Intensivschwimmkursen in den Osterferien die gestiegene Zahl von jungen Nichtschwimmer:innen zu senken.

Immer weniger Kinder im Grundschulalter können schwimmen. Das zeigt eine repräsentative Bevölkerungsbefragung, die im Auftrag der DLRG in 2022 durchgeführt wurde.

Nach Angaben der Eltern können 20% der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen. Bei der letzten Umfrage aus 2017 waren es 10%. Somit hat sich die Zahl der Kinder in Deutschland, die nicht schwimmen können in den letzten fünf Jahren verdoppelt.

Dramatische Zahlen, aber „angesichts der Entwicklungen in den vergangenen zwei bis drei Jahren auch wenig überraschend“, sagte DLRG Präsidentin Ute Vogt. Während der Pandemie haben viele Schwimmbäder schließen müssen. Aktuell haben fast 40% der Kinder im Grundschulalter noch kein Schwimmabzeichen.

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Überschätzung der Fähigkeiten

 

Die Zahl der sicheren Schwimmer ist gleichgeblieben (fast 60%). Aus Sicht der DLRG überschätzen die Eltern ihre Kinder aber oft. Viele Eltern sind der Meinung, ihre Kinder können schwimmen, sobald sie das Seepferdchen-Abzeichen erworben haben. Wobei das Seepferdchen nur eine Vorbereitung auf das sichere Schwimmen ist. Demzufolge würde die Zahl der sicheren Schwimmer:innen wahrscheinlich niedriger sein. Anhand der Angaben zu den abgelegten Schwimmabzeichen geht die DLRG davon aus, dass sechs von zehn Kindern am Ende der Grundschule keine sicheren Schwimmer:innen sind.

 

Mehr Nichtschwimmer unter Einkommensschwachen

 

Bei der Umfrage wurde außerdem deutlich, dass es große Unterschiede nach Einkommen gibt. Die Hälfte der Kinder aus Haushalten mit einem niedrigen Einkommen (unter 2.500 Euro) kann nicht schwimmen. Bei den Kindern aus einem Haushalt mit höheren Einkommen gibt es dagegen 12% Nichtschwimmer. Die DLRG Präsidentin stellt, dass es darum umso wichtiger es sei, dass „jede Schule in die Lage versetzt wird, das Schwimmen angemessen zu unterrichten“. Die Umfrage habe jedoch gezeigt, dass die wenigsten Kinder in der Schule schwimmen lernen. Viele Kinder lernten schwimmen von ihren Eltern, in einer privaten Schwimmschule oder im Verein.

 

Lange Wartelisten

 

Die Wartelisten für einen Platz in einem der Schwimmkursen sind lang. Die DLRG OG Lilienthal bietet deshalb neben den regulären Kursen auch Intensivkurse in den Schulferien an. Die ersten Intensivkurse für dieses Jahr sind in den Osterferien geplant. Es gibt noch freie Plätze; Anmeldungen nimmt die DRLG OG Lilienthal auf der Homepage entgegen. Eine weitere Initiative, um so viele Kinder wie möglich zu sicheren Schwimmerinnen zu machen, ist der „Schwimmabzeichen-Tag“. Dieser wird bundesweit von der DRLG, dem Deutschen Schwimm-Verband e.V. und weiteren Organisationen veranstaltet. In Lilienthal findet der Tag aus organisatorischen Gründen am 20. Mai statt. An diesem Tag stehen Prüfer:innen der DLRG OG Lilienthal im Hallenbad bereit, um Abzeichen abzunehmen. Bald wird die Anmeldung auf der Homepage der Ortsgruppe unter Veranstaltungen freigeschaltet.

Alle Ergebnisse der Umfragen können auf der Webseite des DRLG Bundesverbandes nachgelesen werden.


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