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Premiere auf Gut Sandbeck: Die Sternstunden des Josef Bieder

Osterholz-Scharmbeck (nek). Das Theater in OHZ, die Scharmbecker Speeldeel, meldet sich mit einem Ein-Mann-Stück zurück.

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Chefrequisiteur Josef Bieder (Carsten Mehrtens) erklärt dem Publikum die Geheimnisse des Theaterablaufes. Foto: nek

Chefrequisiteur Josef Bieder (Carsten Mehrtens) erklärt dem Publikum die Geheimnisse des Theaterablaufes. Foto: nek

„Die Sternstunde des Josef Bieder“ war eigens für die Corona-Situation auf den Spielplan gesetzt worden. Von Oktober 2020 bis Januar 2021 hatte Carsten Mehrtens sich durch dreißig Seiten des Textbuches gearbeitet und sich immer mehr in die Figur des Josef Bieder, Chefrequisiteur am örtlichen Theater, verwandelt. Nachdem nun endlich das grüne Licht für die Premiere am 16. Oktober gegeben wurde, setzten sich Regisseur Marne Ahrens, Schauspieler und Crew noch einmal ganz intensiv zwei Wochen lang mit dem Stück auseinander. „Ich hatte alles noch gut drauf“, verrät Mehrtens. „Die Erinnerung kommt mit den Bewegungen!“
Ahrens ist seit 2000 für den Niederdeutschen Bühnenbund tätig. Er hat schon etliche erfolgreiche Stücke auf die Bühne Gut Sandbecks gebracht. „Die Sternstunden des Josef Bieder“ wird an diese Tradition anknüpfen. Auch in diesem Stück lässt Ahrens Anspielungen auf örtliche Gegebenheiten fallen und verteilt mit einem Lächeln kleine Seitenhiebe auf das Theatergeschehen.
 
Theaterbetrieb als Thema
 
Josef Bieder, der Protagonist des Stückes, kennt den Kulturbetrieb. Bereits seit über dreißig Jahren ist Bieder dabei, kennt jedes Stück im großen Requisiten-Fundus seines Theaters. Ebenso kennt er die Macken der Schauspieler, weiß, dass der Tenor vor einer Aufführung Malventee braucht, um nicht zu verschleimen und was Furtwänglers dritter Hemdknopf mit dem Erfolg einer Aufführung zu tun hat.
Doch an diesem Abend, dieser besagten „Sternstunde“, ist alles anders. Bieder will die Aufführung des nächsten Tages vorbereiten – und findet unerwartet Publikum im Saal. Eigentlich sei ja heute Schließtag und vorstellungsfrei, stellt Bieder fest. Da kann es sich bei der Anwesenheit des Publikums nur um einen peinlichen organisatorischen Fehler von „denen da oben“ handeln.
Von Seiten der Theaterleitung kommt keine Hilfe. (Typisch, meint Bieder). Um die Zeit zu überbrücken erzählt Bieder von seiner Arbeit als Chefrequisiteur, schwärmt von der jungen Requisiteur-Assistentin Leni und stellt fest: „Eigentlich braucht man die Jugend erst, wenn man alt ist!“
Schon jetzt bei der Presseprobe musste Souffleuse Petra Frerichs kaum eingreifen. Für die chaotische Ordnung des Bühnenbildes war Beate Schöne verantwortlich, Miriam Pukies sorgt in der Maske für das tadellose Aussehen. Werner Quest und Edda Hillmann-Quest waren für den Bühnenbau verantwortlich, Gerit Beckmann und Michael Garbade kümmern sich um die Bühnentechnik. Und auch ein Stück über einen Chefrequisiteur braucht eine Requisite. Darum kümmert sich Evelyn Neuburg.
 
Premiere am 16. Oktober
 
Aufgrund der Corona-Situation können die Karten ausschließlich telefonisch montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr bei Maren Tietjen unter der Rufnummer 04791/959296 für die Abholung an der Abendkasse reserviert werden.
Die Premiere findet am Sonnabend, 16. Oktober um 20 Uhr auf Gut Sandbeck statt. Die nächste Aufführung ist am Sonntag, 17. Oktober um 16 Uhr, Die letzte der insgesamt 13 Vorstellung findet am Sonntag, 7. November um 16 Uhr statt. Weitere Informationen zum Spielplan und zum Theater in OHZ auch im Internet unter www.theater-in-ohz.de.


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