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Positives Fazit zu Nachhaltigkeits- und Mobilitätswoche in Lilienthal

Lilienthal (an). Bereits zum dritten Mal hat sich die Gemeinde Lilienthal an der Europäischen Mobilitätswoche und zum zweiten Mal an den Europäischen Nachhaltigkeitswochen beteiligt.
Die Aktion „Stadtradeln“ mit über 100 Teilnehmenden gehörte zu den Highlights der Mobilitätswoche in Lilienhtal. Foto: an

Die Aktion „Stadtradeln“ mit über 100 Teilnehmenden gehörte zu den Highlights der Mobilitätswoche in Lilienhtal. Foto: an

Da sich die Aktionswochen zeitlich überschnitten und Mobilität und Nachhaltigkeit wichtige aktuelle Themen sind, haben sich die Organisierenden der Initiative Mobilität und die der Freiwilligenagentur dazu entschieden, nun schon zum zweiten Mal zu kooperieren. Im Fokus des Programms standen die Nachhaltigkeitsziele der UN, zu deren Umsetzung die Gemeinde Lilienthal ihren Beitrag leisten möchte.
 
Vielseitiges Programm
 
Im Rahmen der Aktionswochen konnten zahlreiche Veranstaltungen angeboten werden, nur drei Veranstaltungen mussten abgesagt werden, viele Veranstaltungen fanden pandemiebedingt in Kleingruppen statt. Die Resonanz und das Angebot in Lilienthal sei positiv zu bewerten, da Lilienthal im niedersächsischen Vergleich besonders viele Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswochen gemeldet hat. Besonders beliebt sei der nachhaltige Konsum-Nachmittag gewesen, so Regine Moll von der Freiwilligenagentur.
Der Workshop, der auch ein gemeinsames Grillen und einen Tauschbasar beinhaltet hat, sei gut angenommen worden, da er sich an die ganze Familie richte. Ein weiteres spannendes Angebot ist der Klima-& Nachhaltigkeits-Escape Room gewesen. Teilnehmende haben sich im Escape Room mit einem kriminellen Netzwerk und deren Entsorgung von giftigem Müll beschäftigt. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreute sich die Müllsammelaktion der Initiative „Lilienthal räumt auf“ in Kooperation mit der Abfall-Service Osterholz GmbH. Im Vergleich zum letzten Jahr (140 kg Müll) sind in diesem Jahr 230 Kilogramm Müll gesammelt worden.
Für die Veranstalter:innen der Mobilitätswoche ist neben dem autofreien Schultag im gesamten Landkreis und Bremen und der mehrwöchigen Aktion „Stadtradeln“ mit über 100 Teilnehmenden die „WohnMalFahrStraße“ ein Highlight gewesen, so Mara Jekosch von der Initiative Mobilität. Ganz nach dem Motto „Die Straße ist für alle da“ wurde mit Kreide auf die Straße in der Siedlung Butendiek gemalt, um das Bewusstsein für die Straße als geteilten Wohnraum zu schärfen.
Ein gemeinsamer Höhepunkt für die Organisator:innen und die Aussteller:innen war die Nachhaltigkeitsmesse, bei der lokale Vereine, Organisationen, Unternehmen und Geschäfte ihre nachhaltigen Angebote präsentierten. Als kreatives Angebot konnte vor allem das Upcycling von Möbeln punkten.
 
Bürger:innen wollen aktiv sein
 
Insgesamt merken die Veranstaltenden, dass die Bürger:innen sehr viel Lust haben, aktiv etwas zu bewegen und nachhaltig zu handeln. Oft sei die Idee schon im Kopf, nur der Rahmen fehle, so Regine Moll. Für Mara Jekosch ist der Erfolgsfaktor der Aktionswochen vor allem darauf zurückzuführen, dass die Bürger:innen für alle agieren. Die Organisierenden schaffen natürlich einen Rahmen und geben Anstöße, es gehe aber vor allem um die Begegnung und die Zusammenarbeit der Menschen selbst. Für die Veranstaltenden ist ohnehin klar, dass es kein „Vorbei“ am Thema Nachhaltigkeit gebe. Mit dem Programm versuchen sie, alle Zielgruppen anzusprechen, so gibt es auch spezielle Angebote für Kinder. Zum Beispiel haben Viertklässler:innen der Schroeterschule in Lilienthal die Möglichkeit gehabt, das Überseemuseum zu besuchen und Einblicke in die Welt der Insekten zu erlangen. Dies sei eine tolle Möglichkeit, da Kinder das gelernte Wissen über Insekten und Schmetterlinge mit ihren Eltern teilen können und sie mit dem Thema konfrontierten.
 
Nachhaltigkeit weiter im Blick
 
Die Aktionswochen sind zwar vorbei, aber das Thema Nachhaltigkeit spielt auch weiterhin in der Gemeinde Lilienthal eine große Rolle. Viele der Programmpunkte sind Einzelveranstaltungen gewesen, einige Projekte laufen noch weiter. So gehe es in Zukunft z.B. darum, Begegnungsorte für Vereine zu schaffen und auch der Gemüsegarten muss weiter versorgt werden. Nachhaltiges Leben und Handeln sowie die Umsetzung der Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung) wird für die Gemeinde Lilienthal schließlich auch in Zukunft wichtig werden.


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