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Osterholzer Friedensbündnis sammelt Unterschriften gegen Atomwaffen

Osterholz-Scharmbeck (eb/pvio). Bei der Gedenk-Veranstaltung für die Opfer von Hiroshima und Nagasaki auf dem Osterholz-Scharmbecker Marktplatz am 6. August sammelten Vertreter:innen des Friedenbündnisses OHZ Unterschriften unter den Aufruf zum Beitritt Deutschlands zum Atomwaffensperrvertrag.
Die Menschheit muss den Atomombomben ein Ende setzen, so Bürgermeister Torsten Rohde bei der Kundgebung auf dem Marktplatz.

Die Menschheit muss den Atomombomben ein Ende setzen, so Bürgermeister Torsten Rohde bei der Kundgebung auf dem Marktplatz.

Unterzeichnet wurde der Aufruf im Vorfeld bereits von der Initiativgruppe Mayors for Peace, den Ratsfraktionen der SPD, von Bündnis90/die Grünen und der Linken. Auch die örtlichen Gliederungen der Gewerkschaften verdi, GEW und DGB, attac und Fridays for Future unterstützen den Aufruf, der über den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenspeervertrag hinaus fordert, keine Atomwaffen zu lagern oder zu nmodernisieren, sondern abzuschaffen.
Auch Bürgermeister Torsten Rohde bekräftigte seine Unterstützung mit einer Rede auf dem Marktplatz am 6. August. Er wies auf das Engagement der Städteinitiative ‚Mayors for Peace‘ hin, der Osterholz-Scharmbeck durch Ratsbeschluss seit 2020 angehört. Rohde mahnte den Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbot an: „Aus der Vergangenheit zu lernen, indem man sich mit Leid und den Folgen, ausgelöst durch Atomwaffen auseinandersetzt“, sei nach 70 Jahren ohne Krieg in Deutschland nach wie vor dringend. Er wies auch auf die hohen Kosten für Atomwaffen hin. Das Geld fehle anderen Stellen. Rohde wandelte ein Zitat von John F. Kennedy passend zum Hiroshima-Tag ab: „Ich sage: Die Menschheit muss den Atombomben ein Ende setzen, oder die Atombomben setzen der Menschheit irgendwann ein Ende.“
Den Osterholzer Aufruf unterschrieben am Hiroshima-Tag zahlreiche Bürger:innen, auch die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Neuner-Krämer und der Bürgermeisterkandidat Jörg Fanelli-Falcke. Das Friedensbündnis sammelt weiter Unterschriften, mindestens bis zum 5. September. An dem Tag soll das US-Atomwaffenlager auf deutschem Boden, in Büchel (Eifel) von einer Menschenkette umzingelt werden soll.
Eine besondere Gefahr sehen die Friedensaktivist:innen in den Modernisierungsplänen für Atomwaffen, von denen sich die Militärs eine eingrenzbare Wirkung erhoffen, womit sie die Einsatzmöglichkeiten erhöhen wollen.


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