red

Kunst im Zeichen der Zeitenwende

Ein Kunstpreis im Zeichen der Zeitenwende: Worpswede sucht Werke, die auf eine Welt im Umbruch antworten – und öffnet die Bühne dafür inzwischen weit über die Region hinaus.

 

Die Preisträger:innen von 2024: (v. l.) Wiebke Mehrtens, Jonas Höschl und Ngozi Ajah neben „Portrait Paula Modersohn-Becker“, Büste von Clara Rilke-Westhoff.

Die Preisträger:innen von 2024: (v. l.) Wiebke Mehrtens, Jonas Höschl und Ngozi Ajah neben „Portrait Paula Modersohn-Becker“, Büste von Clara Rilke-Westhoff.

Bild: Focke Strangmann

Worpswede. Im Jahr 2026 geht der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis in seine neunte Runde. Ursprünglich auf Künstler:innen mit regionalen Bezügen begrenzt, wird der Preis seit 2022 deutschlandweit ausgeschrieben. Damit trägt der Landkreis Osterholz der gewachsenen Bedeutung und Ausstrahlung Rechnung. Mit der thematischen Perspektive „Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch“ wird zudem ein inhaltlicher Akzent gesetzt.

Seit 2010 wird der Preis alle zwei Jahre vom Landkreis Osterholz ausgelobt. Seit 2020 richten ihn der Worpsweder Museumsverbund und die Worpsweder Museen aus.

 

Kategorien und Ausstellung

Die Auszeichnung wird in drei Kategorien verliehen: Der Hauptpreis richtet sich an Künstler:innen mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland haben. Für den Sonderpreis können sich Künstler:innen bewerben, die im Landkreis Osterholz oder im Land Bremen dauerhaft leben und arbeiten. Der Nachwuchspreis richtet sich an Künstler:innen bis einschließlich 32 Jahren mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Niedersachsen oder Bremen.

Die Werke der für den Hauptpreis Nominierten sowie der Preisträger:innen der beiden weiteren Kategorien werden vom 21. November bis 28. Februar im Barkenhoff und in der Großen Kunstschau Worpswede ausgestellt.

Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 21. November.

 

Historischer Bezug

Unter den Künstler:innen, die den Ruf Worpswedes als eines der bedeutendsten europäischen Künstlerdörfer begründeten, ragt Paula Modersohn-Becker hervor. Zu Lebzeiten kaum wahrgenommen, schuf sie innerhalb weniger Jahre ein Werk, das durch Umfang und Eigenständigkeit besticht. Erst Jahrzehnte nach ihrem frühen Tod wurde ihre Bedeutung für die Entwicklung der künstlerischen Moderne zu Beginn des 20. Jahrhundert international anerkannt.

Heute haben viele Menschen weit über Deutschland hinaus eine besondere, oft persönliche Beziehung zu ihrem Werk.

Der Kunstpreis versteht sich als lebendiges, sich weiterentwickelndes Denkmal für diese Künstlerin und ihre Impulse. Zugleich würdigt der Landkreis Osterholz die identitätsstiftende Bedeutung der bildenden Kunst für die Region und stärkt Worpswede als Zentrum aktueller Kunst.

 

Kontext „Zeitenwende“

In den Jahren 2022 bis 2027 widmen sich die Worpsweder Museen im Langzeitprojekt „ZEITENWENDE. Kunst im Aufbruch in einer Welt im Umbruch“ der Rolle von Kunst und Kultur unter Bedingungen ökologischen, technologischen und sozialen Wandels.

Ausgehend von den 150. Geburtstagen von Heinrich Vogeler, Bernhard Hoetger und Paula Modersohn-Becker schlagen die Museen Brücken zwischen Historie und Gegenwart.

 

Leitfragen der Ausschreibung

Auch der Kunstpreis wird in diesen Kontext gestellt. Angesprochen sind insbesondere Künstler:innen, die mit ihren Arbeiten auf gegenwärtige Herausforderungen reagieren.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: „Mit welchen Strategien kann Kunst in gesellschaftliche Debatten eingreifen?“ oder „Sind zukunftsweisende Lebens- und Weltentwürfe angesichts globaler Krisen möglich?“

Die Bewerbungsfrist wurde verlängert und endet am Dienstag, 31. März. Weitere Informationen gibt es unter pmb-kunstpreis.de.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular