jm

KGS-Schüler:innen entkusseln Moore in der Samtgemeinde

Samtgemeinde Hambergen (jm). Die Kooperative Gesamtschule Hambergen setzt ihr gemeinsames Projekt mit dem NABU fort. Vergangene Woche waren wieder fünf siebte Klassen im Heilsmoor und im Springmoor unterwegs, um störende Bäume zu entnehmen.

Bilder
Klein, groß, dick, dünn: Durstige Bäume haben im Moor nichts zu suchen. Der NABU bekam beim Entkusseln erneut Unterstützung von der KGS Hambergen.

Klein, groß, dick, dünn: Durstige Bäume haben im Moor nichts zu suchen. Der NABU bekam beim Entkusseln erneut Unterstützung von der KGS Hambergen.

„Auf jeden Fall“, antwortet Jürgen Röper auf die Frage, ob das Springmoor leichter zu durchqueren sei. „Das ist wie die Lüneburger Heide, überhaupt kein Problem.“ Das Heilsmoor bei Wallhöfen hingegen verlangt den drei siebten Klassen der KGS Hambergen, die an diesem Morgen im Auftrag des Moorschutzes unterwegs sind, ein bisschen mehr ab - da versinkt man schon mal knöcheltief im nassen Boden.
Ein gutes Zeichen, schließlich soll das Moor nass sein. Damit es so bleibt, ackern die NABU Ortsgruppe Hambergen, die Biologische Station aus Osterholz-Scharmbeck und die Schüler:innen der KGS jedes Jahr im Januar und entfernen Kiefern und Birken, die im Moor nichts zu suchen haben. Entkusseln nennt man diese wichtige Arbeit, die die Schüler:innen in diesem Jahr erst im Springmoor und dann im Heilsmoor leisteten. Die durstigen Bäume drohen nämlich, den Moorboden zu entwässern, was wiederum zur Folge hat, dass moortypische Pflanzen dort nicht mehr wachsen können.
Das Vorzeigeprojekt läuft seit 2003 und hat einen entscheidenden Teil dazu beigetragen, dass das Heilsmoor nicht weiter ausgetrocknet ist. Das Problem: Die Bäume wachsen natürlich nach. Mit Handarbeit kann man den Status quo erhalten - fängt aber auch immer wieder von vorne an. Erste Fortschritte sind zu beobachten, seitdem der Landkreis 2019 mehrere Spundwände im Heilsmoor installieren ließ, die verhindern, dass das Wasser durch die zahlreichen Gräben das Moor verlässt. Heute ist der Wasserstand im Heilsmoor schon etwas höher. Das ist erfreulich - wenn man Gummistiefel trägt.


UNTERNEHMEN DER REGION