

Osterholz-Scharmbeck. Als ein Lichtblick oder wie ein warmer Frühlingstag nach einem harten Winter mag es Dr. Detlef Risch als Vorsitzenden des Fördervereins Museumsanlage in den Ohren klingen, wenn von Neustart gesprochen werden kann in Sachen moderne „Klassik im Museum“. Am Sonntag, den 15. März soll ab 18 Uhr (Einlass ab 17.30 Uhr) das erste Konzert seit 2022 stattfinden im Diorahmen-Raum der Museumsanlage (Vogelmuseum). Auf 80 Plätze ist die Zuschauerzahl begrenzt – wer den New Yorker Pianisten Daniel Roth und die argentinische Sängerin Noelia Tomassi zum Greifen nah erleben will, sollte sich fix eine Karte sichern, die es ausschließlich im Musicland in OHZ zu erwerben gibt. Der Eintrittspreis von 25 Euro soll so gut wie keine vermeidbaren Kosten decken müssen – das meiste wird als Spende dem Förderverein Museumsanlage zufließen.
Abend voller Funky Jazz
Risch freue sich, dass überhaupt wieder etwas stattfinden könne im Museum, „wir sind in der Fläche zurzeit stark geschrumpft“. Etwas niedergeschlagen berichtete er von stets verschobenen Wiedereröffnungsterminen, der jetzt sogar auf September 2026 gerutscht sei. Die Witterung, aber noch mehr die während der Sanierung ständig neu auftauchenden baulichen Überraschungen am denkmalgeschützten Findorff-Haus, forderten die Geduld des Vorsitzenden enorm. Nun freue sich der Förderverein um Risch und Ingrid Windhorst auf die kommende Veranstaltung, die Detlef Gödicke mit seinen sehr guten Kontakten zur internationalen Musikerszene und mit gewaltiger Inbrunst organisiert. Er freut sich auf seinen alten Bekannten Danny Roth und ist sich sicher, dass man sich gemeinsam auf einen Abend voller Funky-Jazz, Pop, brasilianischer Musik, Standards und Tango, alles in eigenen spannenden Versionen, freuen kann. „Das wird eine mitreißende musikalische Reise voller Emotionen, Lebensfreude und Energie“, sagte Gödicke. Die beiden Musiker spielen seit vielen Jahren zusammen, so könne man ein farbenreiches und inspirierendes Programm erwarten. Der Raum des Vogelmuseums böte rein akustisch einen angenehmen Grundhall, und die Nähe zu den Künstlern sei zunächst für sie eine Herausforderung („man guckt ja förmlich drauf“, so Gödicke), doch sei in den letzten Veranstaltungen als toll von den Musikern gefeiert worden.
Während des Konzerts ist für Getränke gesorgt. Und auch die Exponate des Vogelmuseums, wenigstens die Rumpf-Ausstellung („bis zur Baustelle sind die Enten und die Singvögel zu sehen“, so Risch), sei während der Pause, vor oder nach dem Konzert zu bestaunen, denn wunderschön sind die Diorahmen immer noch. Im Obergeschoss seien Storch und Seevögel zu besuchen, das Kellergeschoss mit den Kauzen und den Greifvögeln ist bei dieser Gelegenheit allein den Künstlern als Backstage-Bereich vorbehalten. Diese Kombi von Museum und Musik, eine klassische win-win-Situation, wird bestimmt mindestens 80 Personen nachhaltig begeistern.



