Ingrid Mahnken

Grandioser Auftakt

Eröffnung des Repair-Cafés übertraf Erwartungen
Gnarrenburg. Es war ein Auftakt nach Maß. Am vergangenen Samstag öffnete das Repair-Café in den Räumlichkeiten des Jugendzentrums (JuZe) in der Gnarrenburger Hindenburgstraße zum ersten Mal seine Türen. Schon von draußen war ein munteres Stimmengewirr, Gelächter, brummende und surrende Motorengeräusche zu hören. Mit knapp 30 defekten Geräten war der Andrang groß. Von wackeligen Tischbeinen über rauchende Accu’s einer Bohrmaschine bis hin zu quietschenden Bremsen eines E-Rollers war die Spannweite sehr groß. Auch eine Hauptplatine von der Heizung musste gelötet werden. Für den früheren Radio- und Fernsehtechniker Werner Wellbrock eine knifflige Herausforderung, die er jedoch mit etwas Geduld erfolgreich bewältigte. Nebenan hatte Gisela Brandt aus Ober Ochtenhausen einen defekten Drucker im Gepäck. Schnell stellte sich heraus, dass der Druckknopf kaputt war und sich eine Reparatur nicht lohnte, denn für die Kosten eines Ersatzteils bekomme man schon ein neues Gerät. Eine knifflige Aufgabe forderte auch Bärbel Ehrig heraus. Statt Nähmaschine rückte sie einem defekten Reißverschluss mit Nadel und Faden zu Leibe. Bei dem DVD-Player von Renate Paul aus Selsingen war die Sicherung durchgebrannt. Auch ihr konnten die fleißigen ehrenamtlichen Helfer helfen. Sie freute sich dem globalen Müll, ein Schnäppchen schlagen zu können. Der Staubsauger von Katharina Lütjen aus Karlshöfen zog falsche Luft. Auch ihr konnte geholfen werden.
Bei einem E-Roller schleifte die Bremse. Rat wusste Andre Ehlers. Kurzerhand verlegte er die Werkstatt nach draußen und nahm den Roller auseinander. Eine Unterlegscheibe an prägnanter Stelle und der Roller lief sehr zur Begeisterung von Simone Kasnitz, Mitorganisatorin des Repair-Cafés, wie geschmiert. Auch zahlreiche Besucher, die einfach mal reinschnuppern wollten, statteten der Veranstaltung einen Besuch ab. Unter ihnen Altbürgermeister Ernst Bayer. Im Gepäck hatte er einen Koffer voller Werkzeuge die er zur Verfügung stellte und eine höchst willkommene Spende in Höhe von 500 Euro. Sie soll den Grundstock für die Anschaffung eines Isolationsmessgerätes bilden. Auch der amtierende Bürgermeister Marc Breitenfeld ließe sich nicht nehmen, der Veranstaltung beizuwohnen. Er dankte allen Beteiligten, die dieses Projekt möglich gemacht hätten. „Eine richtig schöne Initiative. ein Musterbeispiel für Nachhaltigkeit und gleichzeitig ein wunderbarer Treffpunkt für Begegnung und Austausch.“, so Breitenfeld.
Abschließend konnte Reiner Hildebrandt, Mitinitiator des Repair-Cafés, eine überaus positive Bilanz ziehen. Es gebe aber noch ein paar Verbesserungsmöglichkeiten im Ablauf. Gerne würde er in paar Jugendliche mit im Team aufnehmen, die sich zum Beispiel mit Smartphone und Tablett bestens auskennen würden. Auch freue er sich schon auf den nächsten Termin am 11. April im JuZe Gnarrenburg an dem dann eventuell auch defektes Kinderspielzeug und andere tragbare Geräte zur Reparatur vorgestellt werden können.

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