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Gewonnen hat das Klima

Osterholz-Scharmbeck. Die diesjährige Beteiligung bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ war im Landkreis höher als im vergangenen Jahr. 1047 Radfahrer:innen aus 155 Teams erreichten 237.708 Kilometer, vermieden damit 35 Tonnen CO2 und verdoppelten den Vorjahreswert.

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Oben: Die Teams der Logistikschule der Bundeswehr aus Garlstedt und die „Freebiker AX“ aus Axstedt.
Links: Der zweitplatzierte Andreas Fuhrken (links) und der erstplatzierte Carsten Berg.

Oben: Die Teams der Logistikschule der Bundeswehr aus Garlstedt und die „Freebiker AX“ aus Axstedt. Links: Der zweitplatzierte Andreas Fuhrken (links) und der erstplatzierte Carsten Berg.

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Mit von der Partie bei dem dreiwöchigen Wettbewerb waren auch 33 Parlamentarier:innen. Zur Ehrung der besten Radler:innen und Teams fand man sich deshalb am vergangenen Montag am Kreishaus des Landkreises Osterholz-Scharmbeck ein.
Durch die Veranstaltung führte hierbei stellvertretend Heike Schumacher, erste Kreisrätin, da Landrat Bernd Lütjen sich in Quarantäne begeben hatte. Der fahrradbegeisterte Politiker habe die Aktion damals in den Landkreis gebracht, berichtet Jana Lindemann, Pressesprecherin des Landkreises Osterholz.
Das Ganze sei eine bundesweite Aktion bei der man sich als Landkreis bewerben und dann einen 21-tägigen Zeitraum zur Durchführung aussuchen könne. „Als Fahrer kann man dann entweder in ein offenes Team eintreten oder selbst ein Team, bestehend aus mindestens zwei Radfahrern, gründen“, erklärt Lindemann.
 
Wettbewerbsspaß für gutes Klima
 
Viele Betriebe aus allen Gemeinden des Landkreises beteiligten sich am Wettbewerb. „Durch das gegenseitige Vergleichen im eigenen Team wird man angespornt, immer noch ein bisschen mehr Gas zu geben und das bringt neben dem Wettbewerbscharakter natürlich auch den ganzen Spaß an der Sache“, erzählt die Pressesprecherin. Neben dem Spaß stünden natürlich auch die eigene Gesundheit und der Zustand des Klimas an erster Stelle der Aktion, beschreibt Schumacher. „Im nächsten Jahr sollten wir uns nur überlegen, ob wir das Ganze nicht von Stadtradeln in Kreisradeln umbenennen“, resümiert sie weiter.
Ebenfalls zugegen war Reinhard Kock, Bürgermeister der Samtgemeinde Hambergen, der zum Abschluss noch einmal ein paar persönliche Worte und Preise vom Fahrradladen Kück für Teilnehmende aus der Samtgemeinde loswerden durfte. „Für mich zeigt die rege Beteiligung eine starke Verbundenheit der Teilnehmenden mit dem Landkreis Osterholz“, so Kock. Er selbst sei auch dabei gewesen und die Aktion führe einem deutlich vor Augen, dass die eine oder andere Fahrt in Zukunft nicht immer mit dem Auto gemacht werden müsse. „Außerdem zieht das Wettbewerbsgefühl einen total mit. Man schaut dann ja schon ab und zu Mal nach wie man im Ranking so steht“, berichtet er weiter.
Dieses Ranking könne man in einer extra für den Wettbewerb konzipierten App auf dem Smartphone einsehen, erzählt Jana Lindemann. „Die App dient während der Wettbewerbszeit zum Aufzeichnen der Kilometer. Die Fahrer nehmen also ihr Smartphone auf der Fahrradtour mit und tragen danach die gefahrenen Kilometer ein.“
 
Die Gewinner:innen
 Neben Gutscheinen von regionalen Fahrradläden und Urkunden zählten auch gravierte Klingeln und Geschenkpakete im Landkreis-Design mit allerlei Schutzausrüstung rund um das Fahrrad zu den Preisen für alle Gewinner:innen. Sieger des Wettbewerbes wurden bei der Verleihung der Einzelpreise Carsten Berg mit 2.167,6 km, Andreas Fuhrken mit 1.922,1 km und Philipp Kabbeck mit 1.838,4 km. Den Teamgewinn konnten in der Kategorie „gefahrene Kilometer pro Kopf“ die Freebiker aus Axstedt mit 4.451,4 km (890,3 km pro Kopf) und in der Gesamtwertung die Logistikschule der Bundeswehr mit 15.698,1 km abstauben. Außerdem wurden viele Sonderpreise verliehen, die unter allen Teilnehmenden ausgelost wurden. Der größte Gewinner dieses Wettbewerbs ist jedoch das Klima.


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