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„Ein unvorstellbares Szenario“: Zwei Jahre Corona im Landkreis

Landkreis Osterholz (eb). Am 20. März wird eine neue Corona-Verordnung erlassen, voraussichtlich mit weitergehenden Lockerungen. Zuvor zieht der Landrat Lütjen Resümee aus zwei Jahren Krisenverwaltung.

Vor zwei Jahren wurde im Landkreis Osterholz der erste Corona-Fall bestätigt. Seither beschäftigt sich in der Kreisverwaltung eine Vielzahl an Mitarbeitenden mit der Bewältigung der Pandemie. 14.361 bestätigte Fälle wurden bislang vom Gesundheitsamt bearbeitet. Hinzu kommen mehrere zehntausend Kontaktpersonen, die über ihre Quarantänen informiert wurden. Auch seit ziemlich genau zwei Jahren im Einsatz ist das Bürgertelefon des Gesundheitsamtes, das seither von Montag bis Freitag alle Fragen rund um die Quarantäne, Impfung und Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen beantwortet.
„Hätte mich noch Anfang März 2020 jemand gefragt, ob und wie uns das Corona-Virus im Landkreis Osterholz beschäftigen wird, hätte ich vermutlich nicht einschätzen können, wie es tatsächlich verlaufen wird. Schon eine Woche später war die Welt eine andere: der erste Lockdown, strikte Kontaktbeschränkungen des Landes, die Schließung von Gaststätten und Geschäften, Reiseverbote. Ein bis dato unvorstellbares Szenario fand Einzug in unser aller Alltag. Mir war gleich bewusst: Wir alle können das nur gemeinsam bewältigen, wenn wir an einem Strang ziehen und dazu zählt, dass die Kreisverwaltung die jeweils neuen Regelungen schnellstmöglich bekannt gibt und für ihre Bürgerinnen und Bürger erreichbar ist“, erklärt Landrat Bernd Lütjen. Er sei stolz, dass seine Mitarbeitenden im Gesundheitsamt und vielen weiteren Ämtern, zeitweise unterstützt durch Bundeswehr, Finanzamt und ProArbeit zusammen mit angepackt haben, um dieses Ziel zu erreichen. „Ganz besonders zählt dies für die Bereiche Containment und Bürgertelefon. Bis heute engagieren sich hier Kolleginnen und Kollegen mit großen Einsatz aus allen Ämtern der Kreisverwaltung. Das ist nicht selbstverständlich, denn auf den eigenen Schreibtischen warten ebenfalls jede Menge Aufgaben“, erklärt der Landrat dankbar. Er freue sich, dass sich die Situation nun wieder in Richtung Normalität bewege. Dies sei ein notwendiger und richtiger Schritt. Das Land Niedersachsen habe für den 20. März 2022 eine neue Verordnung angekündigt. Aktuell wisse man noch nicht, ob und welche Regelungen bestehen bleiben. „Das bleibt abzuwarten, aber ich bin zuversichtlich“, so Lütjen.
Der Landrat sei dankbar für das Verantwortungsbewusstsein der Osterholzer:innen und deren hohen Impfbereitschaft: „Beides zusammen trägt dazu bei, dass die Situation bei uns vor Ort gut ist: Die Fallzahlen sind stabil und die Krankenhäuser nicht überlastet.“
In der Impfstation in Osterholz-Scharmbeck wünsche er sich aktuell eine höhere Nachfrage. „Wir werden das Angebot aufrechterhalten - auch wenn die Nachfrage derzeit nachlässt. Die jeweils aktuellen Öffnungszeiten können interessierte Personen der Internetseite des Landkreises unter www.landkreis-osterholz.de/corona-impfung entnehmen.“
Bislang hat der Landkreis Osterholz seit dem Impfstart im Januar 2021 44.360 Erstimpfungen, 42.376 Zweitimpfungen und 19.306 Booster-Impfungen verabreichen können. Seit letzter Woche wird zudem auch das Novavax-Vakzin angeboten. Beim Betrieb von Impfzentrum und Impfstation hat die Kreisverwaltung sowohl interne als auch externe personelle, organisatorische und logistische Unterstützung erhalten, wofür sich Landrat Bernd Lütjen nochmals bei allen Beteiligten bedankt.
Der Landkreis Osterholz hat alle Informationen unter www.landkreis-osterholz.de/corona zusammengefasst.


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