

Osterholz-Scharmbeck. Am Samstag, 27. Juni, um 14 Uhr startet ein großes Jubiläumsfest „Open Air“ auf dem Areal des Gutes Sandbeck. Grund ist das 50-jährige Jubiläum des Kunstvereins Osterholz e. V.. Der Eintritt ist frei. „Wir wünschen uns viele Besucherinnen und Besucher“, so die erste Vorsitzende des Kunstvereins, Katrin Schütte.
Mal-o-Mat und Kinder-Krakel-Club
kinder und Erwachsene sind gleich zu Beginn des Festes, ab 14 Uhr, willkommen, den Mal-o-Mat mit ihren Wunschbegriffen zu füttern. Gemäß dem Wunschbegriff entsteht eine Malerei, vielleicht sogar eine Karikatur, die der Mal-o-Mat dann auswirft. Hier ist nicht etwa eine KI hinterlegt, die aktiv wird – das Geheimnis ist die Künstlerin Corinna Schmelter-Pourian, die kreativ wird, um den Mal-o-Mat zum Leben zu erwecken. Das sei nicht nur für Kinder witzig, sondern auch für Erwachsene, versprechen die Organisatorinnen des Kunstvereins. Die freie Künstlerin Andrea Christiane Spring initiiert und betreut den Kinder-Krakel-Club. Sie glaubt fest daran, dass mit Scheren, Kleber und bunten farben schöne Kinder-Kunstwerke entstehen. Die Abiturientin Antonia Kahle und der Abiturient Lovis Pourian regen die Kinder ebenfalls zu Bastelaktionen an.
Lustwandeln unter Pavillons
Während des gesamten Festes ist natürlich für Essen und Getränke gesorgt. Der Lastenfallschirm überspannt, wie schon so oft, den Platz vor dem Eingang der Galerie des Kunstvereins, die hier in der Scheune Gut Sandbecks seit Jahrzehnten zu Hause ist. Die Jubiläumskunstausstellung „Rückblick 2026“ ist geöffnet, daher ist der Eintritt auf jeden Fall empfehlenswert. Gezeigt werden Arbeiten von Peter Zimmermann, Till Warwas, Gabi Tausendpfund und Katrin Schütte, allesamt Künstler:innen, die den Kunstverein in 50 Jahren entscheidend geprägt haben.
Die Erwachsenen haben außerdem die Möglichkeit, vor Gut Sandbecks Herrenhaus zu wandeln, um unter fünf Pavillons fünf Künstlerinnen und einen Künstler zu besuchen. Edeltraut Hennemann präsentiert Holzskulpturen, Andreas Horn zeigt bearbeitete Fotografien von beeindruckender Farbendprächtigkeit, mit denen er positive Impulse bei den Gästen hervorrufen möchte. Karina Kögel-Renken und Gertrud Milthaler teilen sich mit ihren Steinbildhauerarbeiten und Malereien einen Pavillon. Michaela Johnen will nicht nur Mischtechniken aus Papier ausstellen, sondern sich auch beim Fertigen von Figuren aus Papier über die Schulter sehen lassen. Die Gold- und Silberschmiedin Dagmar Schleier-Qittkat ist mit Schmuck vertreten.
Der Kreis der Kunstschaffenden sei absichtlich klein gehalten, verrät Irmgard Windhosrt. Das Fest soll an die ehemalige Veranstaltung „Kunst im Park“ erinnern, aber nicht überfrachtet sein.
Offizielle Eröffnung
Der Start der Veranstaltung ist um 14 Uhr. Der Rednerteil beginnt ab 16 Uhr. Ab 16.30 wird Begrüßungssekt ausgeschenkt. Offizielle Gäste wie Landrat und Bürgermeister werden erwartet. In die Geschichte der vergangenen 50 Jahre vom Gründungstag bis heute entführt Hartmut Balke, Maler, Zeichner und Gästeführer. Das Kinderstreichquartett der Musikschule Osterholz und das Pangea Folk Trio umrahmen den offiziellen Teil des Jubiläumsfestes mit echtem Kunstgenuss musikalischer Natur.
Stand-Up-Comedy und musikalischer Genuss
„Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Kunstgesicht“ titelt die Leseshow mit dem Kunsthistoriker und (Kunst-)Stand-Up-Comedian Jacob Schwerdtfeger. Er lädt zu einem wilden Ritt durch 1.000 Jahre Kunstgeschichte ein. Lachen und Schmunzeln ist vorprogrammiert, wenn Schwerdtfeger Kunst auf die Schippe nimmt. „Jacob Schwerdtfeger ist der Erfinder der Kunst-Comedy“, loben die Veranstalter:innen und freuen sich auf 70 Minuten Kunsterleuchtung der humorigen Art. Kunst ist alles, nur nicht langweilig. Die Buchhandlung „die schatulle“ ist mit einem Büchertisch mit dem neusten Buch des Kunstexperten vor Ort.
Etwa von 19.30 bis 22 Uhr klingt das Jubiläumsfest mit Blues, Rock und Soul der Band RingelBeats aus. Auch dieser musikalische Kunstgenuss kann kostenfrei genossen werden.
Das Jubiläumsjahr wird mit dem Sommeratelier, mit Ausstellungen im Kreiskrankenhaus und im Kreishaus fortgesetzt.


