Aufsichtsrat erneuert
Osterholz-Scharmbeck. Der Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Rolf-Pissarczyk begrüßte die 175 Wahlberechtigten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Volksbank und die Ehrengäste zum letzten Mal in seiner Funktion. Doch bevor gewählt wurde, berichtete der Vorstand aus seiner letztjährigen Tätigkeit und stellte den Jahresabschluss 2025 vor. Der Vorstand Stefanie Kase, Michael Kersting und Jan Mackenberg lockerten den Bericht durch einen Videoeinspieler auf, in dem einige Vertreterinnen und Vertreter der Volksbank erzählten, warum sie dieses Ehrenamt bei der Genossenschaftsbank wahrnehmen. „Genossenschaft lebt vom Mitmachen“, sagte Jan Mackenberg. „Auf Stabilität, Nähe und starkem Ehrenamt haben wir das vergangene Geschäftsjahr gestalten können, das erneut von wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt war.“ Investitionsentscheidungen der Kundinnen und Kunden würden sorgfältiger abgewogen, Finanzierungen bewusster geplant werden, erläuterte Michael Kersting.“Parallel dazu begleiten uns neue Vorgaben, steigende Dokumentationspflichten und hohe Anforderungen an Eigenkapital, Nachhaltigkeit und IT-Sicherheit.“
Bilanz wächst weiter
Die Bilanzsumme von knapp 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr (1 Milliarde und 822,4 Millionen Euro) sei dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren strategischen Ausrichtung. Auch die Volksbank-Kundinnen und -Kunden würden Geldanlage heute neu denken, so Stefanie Kase: „Sie lösen sich zunehmend von rein klassischen Sparprodukten und setzten stärker auf chancenorientierte Alternativen.“ Damit meinte sie breit gestreute und aktiv gesteuerte Anlageprodukte der Volksbank und deren Verbundpartner. Ein höheres Zinsniveau und gestiegene Zinseinnahmen, mehr vergebene Kredite und eine gute Ausschüttung aus Eigenanlagen ließen die Volksbank 2025 sehr gut dastehen. „Wir beteiligen auch unsere Mitarbeitenden an diesem Erfolg“, erklärte Kersting den gestiegenen Personalaufwand.
Das Betriebsergebnis wurde mit 23,75 Millionen Euro ausgewiesen. Nach Steuern und Rücklagenstärkung bliebe ein Bilanzgewinn von 2.104.626,88 Euro: „Wir möchten eine Dividende von vier Prozent auf die gezeichneten Geschäftsanteile ausschütten.“ Die Mitgliederzahl der Genossenschaftsbank konnte 2025 die 30.000er-Marke um 126 Mitglieder knacken. Viele unterstützte Projekte, unter ihnen viele Nachhaltigkeitsprojekte sowie gut besuche Veranstaltungen und eine neue Tochtergesellschaft zur Baulanderschließung, seien klare Bekenntnisse zur Zukunftsfähigkeit, nannte es Jan Mackenberg. „Die Nähe bleibt unser strategischer Vorteil und eine qualifizierte Beratung wird wichtiger als reine Transaktionen. Dabei müssen Effizienz, Digitalisierung und persönliche Kompetenz Hand in Hand gehen“, schickte Kersting in die Zukunft voraus.
Abschied nach 20 Jahren
In die Zukunft voraus schickten die versammelten Vertreterinnen und Vertreter auch die neuen Aufsichtsratsmitglieder – Imke Fleischer-Schorn aus Osterholz-Scharmbeck und Dennis Kück für den Gnarrenburger Bereich. Für beide und auch für die Wiederwahl von Bastian Grimm fiel die Wahl einstimmig aus. Sie lösten Andreas Rolf-Pissarczyk und Wolfgang Rohde nach über 20 Jahren Aufsichtsratsarbeit für die Volksbank eG ab. Damit hatten beide eine gewisse Altersgrenze überschritten. Es war ein rührender Abschied, zu dem sogar der ehemalige Vorstandsvorsitzender Fritz Bokelmann persönliche Worte an beide von der Bühne aus richtete. Nach einer Ehrung durch Mario Kiesling vom Prüfungsverband Geno und nach einem herzlichen Applaus schloss Rolf-Pissarczyk für ihn zum letzten Mal als Aufsichtsratsvorsitzender die 51. Vertreterversammlung.

50 Jahre Engagement für Kunst

Tick-Tack bis zum Weltuntergang

Solarpark in Planung



Zurück
Nach oben









