Eva Kairies

Wilhelm Busch bleibt Wilhelm Busch Hamburger Elbensemble auf Gut Sandbeck

Osterholz-Scharmbeck (ek). Als unterstützendes Beiwerk präsentierte Astrid Gries, die Bühnenleitung, das hiesige Theater in OHZ (TiO) bei diesem Pressegespräch. Denn eingeladen hatte in diesem Fall das Elbensemble Hamburg.

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Am 21. September um 20 Uhr wird die Eigenproduktion „Wilhelm Busch - Alles Theater?!“ auf Gutes Sandbeck zu sehen sein.  Foto: eb

Am 21. September um 20 Uhr wird die Eigenproduktion „Wilhelm Busch - Alles Theater?!“ auf Gutes Sandbeck zu sehen sein. Foto: eb

Die drei Schauspieler Suntje Freier, Henry Maxa und Stefan Weißenburger wollen am Samstag, 21. September um 20 Uhr ihre Eigenproduktion „Wilhelm Busch - Alles Theater?!“ auf die Bühnenbretter des Gutes Sandbeck bringen - vor möglichst viel Publikum.
„Wir unterstützen mit Licht, Ton, Technik und sonst was“, kürzte Gries ihren Einsatz für die Hamburger Kollegen ab. Das ist natürlich recht untertrieben, denn so können die Hamburger von den guten Verbindungen des Theaters profitieren, um vielen Zuschauern in dieser Region das Werk und die Person Wilhelm Buschs sehr unterhaltsam zugänglich zu machen. Der Kontakt kam über den Regisseur der TiO-Produktion „Runter zum Fluss“ zustande, der in Hamburg als Bühnenleiter für das Elbensemble verantwortlich zeichnet und immer auf der Suche nach Aufführungsorten für sein Tourneetheater ist. „2016 haben wir begonnen, die Werke Buschs querzulesen und haben dann ein Bühnenstück als Rahmenhandlung entworfen“, sagte Henry Maxa über die Entstehung des Stücks „Wilhelm Busch -Alles Theater?!“. Erst habe man auf nichts so richtig verzichten wollen, „doch die Rohfassung aus unglaublich vielen Stunden haben wir zusammengefasst auf eine Spielzeit von gut anderthalb Stunden inklusive Pause“, sagte Stefan Weißenburger. Das Stück, das 2017 Premiere gefeiert hatte, wird seitdem im gesamten norddeutschen Raum aufgeführt. Nun auch in Osterholz-Scharmbeck - leider nur dieses eine Mal.
Drei Schauspieler kommen zum ersten Mal auf einer Probebühne zusammen. Es soll ein Theaterstück mit den Werken von Wilhelm Busch entstehen. Vor die Tatsache gestellt, dass die Regie an diesem Tag kurzfristig verhindert ist, stehen sie vor der Frage, wie diese Inszenierung aussehen kann. Getrieben von Neugier beginnen die drei Individualisten zu überlegen und Ideen zu entwickeln, während einer von ihnen seine Befindlichkeiten frei, offen und sogar ein bisschen naiv zeigt, versuchen die beiden anderen, die ihren zu verbergen. Reibereien unter den Dreien lassen sich dabei nicht vermeiden und die drei beginnen, sich aus den Werken Buschs zu bedienen. Die sich dabei entwickelnde Eigendynamik lässt sie unerwartet zu einem gut funktionierenden Ensemble werden. Bekannte Sprüche aus der Feder des humoristischen Dichters und Zeichners, der 1832 in Wiedensahl geboren wurde, werden auf unterhaltsame Weise so wieder in Erinnerung gebracht oder überhaupt erstmals mit Wilhelm Busch in Verbindung gebracht, denn viele Redewendungen aus unserem Sprachalltag sind seine Zitate. Spielerisch, das wünschen sich die Schauspieler, wird sich die Tiefsinnigkeit und das zeitlose gesellschaftskritische Auge Wilhelm Buschs zeigen. „Seine Bildergeschichten, Gedichte und Erzählungen machen den Sprung aus den Büchern hinauf auf die Bühne direkt vor unseren Augen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Wilhelm Busch bleibt bei uns Wilhelm Busch“, versicherte Suntje Freier. „Wir verschandeln seine Werke nicht, sondern verneigen vor ihm.“
Ab 19 Uhr wird am 21. September das Bistro des Theaters geöffnet sein, Karten gibt es an der Abendkasse für 20 Euro (18 Euro ermäßigt) und im Vorverkauf ab sofort in der Buchhandlung die schatulle für 18 Euro (16 ermäßigt).


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