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Wege in den Beruf

Beim „Zukunftsblick 2026“ präsentieren 2( Aussteller an der IGS Lilienthal zahlreiche Wege in den Beruf. Neben Informationen warten viele Mitmachaktionen und erstmals auch eine Praktikumswand.

Lilienthal. Welche beruflichen Möglichkeiten gibt es direkt vor der eigenen Haustür? Antworten darauf soll die Ausbildungsmesse „Zukunftsblick 2026“ geben. Am Samstag, 19. September, wird die IGS Lilienthal von 10 bis 15 Uhr zum vierten Mal zum Treffpunkt für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Ausbildungsbetriebe und Institutionen aus Lilienthal und der Region. Der Eintritt ist frei.

28 Aussteller präsentieren insgesamt 35 Ausbildungsberufe und zehn duale Studiengänge. Hinzu kommen Angebote für Praktika, Freiwilliges Soziales Jahr und Bundesfreiwilligendienst. Das Spektrum reicht von Technik, Handwerk und IT über Verwaltung, Finanzen und Logistik bis zu Gesundheit, Pflege, sozialen Berufen und Umwelt.

Ziel der Messe ist es nach Angaben des Organisationsteams, Jugendlichen die beruflichen Möglichkeiten in Lilienthal und der näheren Umgebung vor Augen zu führen. Viele wüssten nicht, welche Unternehmen vor Ort ausbildeten und wie vielfältig deren Angebote seien. Gleichzeitig soll der Zukunftsblick Unternehmen dabei unterstützen, Nachwuchs zu gewinnen.

„Uns ist wichtig, dass junge Menschen sehen, wie viele berufliche Möglichkeiten es direkt hier vor Ort gibt“, sagt Mitorganisatorin Andrea Vogelsang. Eine Ausbildung lege zudem niemanden für das gesamte Berufsleben fest. Weiterbildungen, zusätzliche Qualifikationen, Führungsaufgaben oder ein späteres Studium seien weiterhin möglich.

Ausbildung und Studium nicht als Gegensätze

Auch die häufig gestellte Frage „Ausbildung oder Studium?“ soll auf der Messe aufgegriffen werden. Beide Wege würden bewusst nicht gegeneinander ausgespielt, betont das Organisationsteam. Eine betriebliche Ausbildung ermögliche einen direkten Einstieg in die Praxis, erste Berufserfahrung und ein eigenes Einkommen. Gleichzeitig blieben zahlreiche Weiterbildungswege offen.

„Ein Studium läuft nicht weg“, sagt Gunda Gefken. Wer zunächst eine Ausbildung absolviere und später studiere, bringe bereits praktische Erfahrung mit. Wie sich Studium und betriebliche Praxis direkt miteinander verbinden lassen, zeigen die zehn dualen Studiengänge, die beim Zukunftsblick vertreten sind.

Entscheidend sei nicht nur das angestrebte Berufsziel, sondern auch, welcher Weg zur eigenen Persönlichkeit passe, ergänzt Jana Techentin. Dabei spielten etwa die bevorzugte Art des Lernens, der Wunsch nach Struktur sowie die Frage eine Rolle, ob jemand lieber praktisch oder theoretisch arbeite.

28 Aussteller stellen sich vor

Zu den Ausstellern gehören unter anderem Nabertherm, die Osterholzer Stadtwerke, Sparkasse Rotenburg Osterholz, Evangelische Dienste Lilienthal, Elektro Eggers, Landkreis Osterholz, Arbeitsagentur, Lilienthaler Diakonie, Autohaus Warncke, Tischlerei Thölken, Bundeswehr, Volksbank, Gemeinde Lilienthal, Jugendberufsagentur, AOK Niedersachsen, Finanzamt Osterholz, Brüning Heizung und Lütjen Toranlagen.

Dabei soll es nicht beim Verteilen von Informationsmaterial bleiben. An zahlreichen Ständen können die Jugendlichen selbst aktiv werden. Geplant sind unter anderem ein Elektro-Labor-Pult, ein Alterssimulationsanzug, Übungen mit einem Kleinbagger, Laser-Höhenmessung, VR-Brillen, ein Mini-Gabelstapler-Parcours, ein Nagelschlagbaum, Blutdruckmessungen und ein Bewerbungsmappencheck.

„Berufsorientierung wird besonders wertvoll, wenn Jugendliche selbst entdecken, ausprobieren und Fragen stellen können“, sagt Dörte Direnga, Koordinatorin für Berufsorientierung an der IGS. Im direkten Gespräch könne auch ein Beruf interessant werden, den Jugendliche zuvor noch gar nicht im Blick gehabt hätten.

Neue Angebote auf der Messe

Neu sind in diesem Jahr ein Infopoint im Eingangsbereich sowie eigene Handouts für Schülerinnen und Schüler und Eltern. Auf einer Praktikumswand werden zudem freie Praktikumsmöglichkeiten der beteiligten Betriebe gebündelt dargestellt.

Mit der Aktion „Knack die Box“ kommt ein Gewinnspiel hinzu: Nach einem Gespräch an einem Messestand können Jugendliche eine von insgesamt 1000 Codekarten erhalten. Eine davon öffnet die Gewinnbox. Der Preis wird vom Futterhaus Lilienthal gesponsert.

Organisiert wird die Messe von Vertretern der IGS und der regionalen Wirtschaft. Unterstützung kommt unter anderem von Nabertherm, Sparkasse Rotenburg Osterholz und den Osterholzer Stadtwerken sowie vom Landkreis Osterholz und der Arbeitsagentur. Die 13. Klasse der IGS verkauft während der Veranstaltung Getränke und Snacks zugunsten ihres Abi-Balls.


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