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Urlaubskürzung und Lohn-Drückerei - IG Bau: „Unsaubere Arbeitsverträge“ melden

Landkreis (eb). Das Votum von Reinigungskräften aus dem Landkreis Osterholz ist gefragt: Die 110 Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger sollen bei einer bundesweiten Online-Umfrage mitmachen.

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Immer mehr Reinigungskräfte werden von ihren Chefs dazu gedrängt, schlechtere Arbeitsverträge zu unterschreiben. Gewerkschaft IG BAU ruft die 110 Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger aus dem Landkreis Osterholz dazu auf, an einer bundesweiten Online-Umfrage teilzunehmen. Foto: IG Bau

Immer mehr Reinigungskräfte werden von ihren Chefs dazu gedrängt, schlechtere Arbeitsverträge zu unterschreiben. Gewerkschaft IG BAU ruft die 110 Gebäudereinigerinnen und Glasreiniger aus dem Landkreis Osterholz dazu auf, an einer bundesweiten Online-Umfrage teilzunehmen. Foto: IG Bau

„Ziel ist es, das Ausmaß von Lohndrückerei und Urlaubskürzung zu ermitteln. In der Branche geht es nämlich gerade hoch her: Viele Reinigungskräfte werden regelrecht dazu gedrängt, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben“, sagt Inge Bogatzki von der IG BAU Land Bremen und Umzu.
Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft hat die Umfrage gestartet, um „schwarze Schafe unter den Arbeitgebern gezielt zu orten“. Davon gebe es nämlich Tag für Tag mehr: Seit der Kündigung des Rahmentarifvertrages für das Gebäudereiniger-Handwerk durch die Arbeitgeber scheuten viele Unternehmen nicht davor zurück, ihren Beschäftigten die Arbeitsbedingungen neu zu diktieren. „Die Reinigungskräfte bekommen deutlich weniger Lohn - schon dadurch, dass ihnen die Zuschläge bei Überstunden oder für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen teilweise komplett gestrichen werden. Und sie werden mit einem Minimum an Urlaubstagen abgespeist“, sagt die Vorsitzende des IG BAU-Bezirks Land Bremen und Umzu. Die Frage, die Inge Bogatzki dabei auf den Nägeln brennt: „Wie schlimm ist die Situation im Kreis Osterholz?“ Sie appelliert daher an die Reinigungskräfte, beim Online-Check zur Arbeit in der Gebäudereinigung mitzumachen: www.sauberkeit-braucht-zeit.de/umfrage.
Gleichzeitig warnt die IG BAU heimische Reinigungskräfte davor, sich auf Änderungen im Arbeitsvertrag einzulassen. Denn wer im Juli schon in der Branche gearbeitet hat, für den gelten die alten Bedingungen genau so auch weiter - von Zuschlägen für Überstunden und bei schwerer Arbeit bis zum Urlaub“, klärt Bogatzki auf. Der von den Arbeitgebern gekündigte Rahmentarifvertrag sei nämlich allgemeinverbindlich gewesen und wirke deshalb nach.
Zudem setze die IG BAU alles daran, bei der nächsten Tarifverhandlungsrunde am 30. September den Arbeitgebern noch einmal deutlich zu machen, dass Sauberkeit ihren Preis habe. „Und dass man Tricksereien mit Arbeitsverträgen nicht macht - schon gar nicht bei Menschen, die ohnehin hart für ihr Geld arbeiten müssen“, so die IG BAU-Bezirksvorsitzende.


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