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Über 11.000 Euro gespendet

Mit insgesamt 11.100 Euro unterstützt der Rotary Club Osterholz zwei Projekte, die Kindern und Jugendlichen in Äthiopien und der Region neue Bildungsmöglichkeiten eröffnen sollen.

Joachim Garbade, diesjähriger Präsident des Rotary Clubs Osterholz, übergab die Spenden an Ulrike Hohmann und Dr. Detlef Risch.

Joachim Garbade, diesjähriger Präsident des Rotary Clubs Osterholz, übergab die Spenden an Ulrike Hohmann und Dr. Detlef Risch.

Bild: Ek

Osterholz-Scharmbeck. Der diesjährige Präsident des Rotary Clubs Osterholz, Joachim Garbade, hat sich für sein Präsidentenjahr vorgenommen, zwei Projekte besonders zu unterstützen: das Äthiopien-Projekt des Ehepaars Hohmann, das sich dort seit 22 Jahren engagiert, sowie den Förderverein der Museumsanlage und des Norddeutschen Vogelmuseums mit seinem wichtigen Bildungsauftrag.

Garbade, der bereits vor rund zehn Jahren ein Jahr lang Rotary-Präsident war, hatte anlässlich seiner zweiten Amtszeit im September zum Präsidentenempfang in die Museumsanlage eingeladen. Schon in der Einladung hatte er auf seine beiden Herzensprojekte hingewiesen. Die Spendenbereitschaft der rund 80 Gäste war groß, sodass nun insgesamt 11.100 Euro zu gleichen Teilen an die beiden Institutionen übergeben werden konnten. Zur Spendenübergabe kamen die Beteiligten erneut im Vogelmuseum zusammen, wo sie Gelegenheit hatten, ihre Projekte vorzustellen.

 

Hilfe zur Selbsthilfe in Äthiopien

5.550 Euro nahm Ulrike Hohmann entgegen, die gemeinsam mit ihrem Mann Thomas seit 22 Jahren regelmäßig nach Äthiopien reist, sofern es die politische Lage zulässt. Seit 18 Jahren pflegen die beiden Kontakt zum äthiopischen Pastor Alemu Nega, der in Nekemte westlich von Addis Abeba den Verein Garuma (deutsch „Gute Nachbarn“) führt.

„800 bis 1.000 Frauen konnten bisher ausgebildet werden in verwalterischen und sozialen Bereichen oder als Krankenschwestern. Diese Berufsausbildungen sind ein Meilenstein in ihrem Leben“, berichtete Hohmann. Die Spendengelder flössen in Bildung und Projekte, die Menschen befähigten, sich selbst zu helfen.

„Diese 5.550 Euro werden zur gründlichen Renovierung von drei Klassenräumen benötigt“, sagte Hohmann. „60 Kinder sind in einer Klasse in einem Raum, also werden rund 180 Kinder von dieser Spende profitieren.“ Geplant seien ein neuer Fußboden, ein neues Dach und neue Wände mit frischen Farben. „Es ist unglaublich, was man mit dieser Summe Geld alles machen kann“, freute sie sich.

 

Vogelmuseum setzt auf Bildungsarbeit

Dr. Detlef Risch, Vorsitzender des Fördervereins der Museumsanlage und des Norddeutschen Vogelmuseums, erinnerte an seinen Schwiegervater Dr. Walther Baumeister, der die Vogelsammlung vor rund 37 Jahren aufgebaut hatte. Dahinter stand die Idee, gerade jungen Menschen den Zugang zur Natur zu erschließen. Baumeister habe dabei großen Wert auf die Vollständigkeit der Sammlung gelegt. „Alle Vögel, die in Norddeutschland vorkommen, sollen hier gezeigt werden“, sagte Risch.

Nach Baumeisters Tod vor rund 23 Jahren erlebte das Museum allerdings einen Niedergang. Vor rund neun Jahren musste die damalige Betreiberin, die Kulturstiftung, das Norddeutsche Vogelmuseum aus Kostengründen schließen.

„Der kleine Förderverein wurde so zu einem sehr aktiven Förderverein“, erinnerte sich Risch. Mit der jährlichen Förderung des Landkreises in Höhe von 100.000 Euro konnte der Verein den Museumsbetrieb fortsetzen. „Davon können wir nicht leben, wir sind auf Spenden angewiesen“, sagte Risch.

Auch die Corona-Pandemie bedeutete einen Rückschlag. Kaum hatte sich der Verein davon erholt, bremste die Renovierung des Findorff-Hauses, die ursprünglich nur ein Jahr dauern sollte, die Arbeit erneut aus.

„Wir sind jetzt im dritten Jahr und können hier zurzeit nur eine Rumpf-Sammlung zeigen und nicht die Projekte für Kinder anbieten, die wir eigentlich anbieten wollen.“

 

Neue Angebote für Schulklassen geplant

Ab dem kommenden Sommerhalbjahr hofft der Förderverein, gemeinsam mit und für Schulklassen ab der dritten Klasse zunächst einzelne und später regelmäßige Projekte entwickeln zu können. „Wir sind dankbar für diese Spende, damit wir zusätzliche Dinge damit realisieren können.“

Die umfangreiche Sammlung präparierter Vögel aus Norddeutschland ist nach Rischs Einschätzung auch aus ornithologischer Sicht von besonderem Interesse. Deshalb könne er sich eine Kooperation mit der Universität Bremen vorstellen. „Wir wollen noch sehr viel mehr machen“, kündigte er an.


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