Sabine Kahrs

Frischer Auftritt für die Pflege

Seit mehr als 35 Jahren kümmert sich die Sozialstation Ritterhude um pflegebedürftige Menschen und präsentiert sich nun mit einem neuen Erscheinungsbild und erstmals einem Tag der offenen Tür.
(v. l.) Jolanta Tuszynski, stellvertretende Geschäftsführerin Sozialstation Ritterhude, Klaus Reiners, Geschäftsführer Sozialstation Ritterhude, und Ritterhudes Bürgermeister Jürgen Kuck.

(v. l.) Jolanta Tuszynski, stellvertretende Geschäftsführerin Sozialstation Ritterhude, Klaus Reiners, Geschäftsführer Sozialstation Ritterhude, und Ritterhudes Bürgermeister Jürgen Kuck.

Bild: Eb

Ritterhude. Die Sozialstation Ritterhude hat sich ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild für einen hohen Wiedererkennungswert zugelegt. Gleichzeitig lädt die Sozialstation erstmalig am Donnerstag, 5. November, zu einem Tag der offenen Tür in ihr Domizil ein. „Es ist eine echte Erfolgsstory“, betonte Ritterhudes Bürgermeister Jürgen Kuck bei einem Ortstermin in der Sozialstation Ritterhude. Die Einrichtung befindet sich in der alten Post, einem Gebäude aus dem Jahr 1932, das der Gemeinde einst von den Geschwistern Ries gestiftet wurde. Die Gemeinde Ritterhude ist Trägerin der Sozialstation, die sich im Laufe der Jahrzehnte erfolgreich entwickelt hat und, soweit Kuck sich erinnern kann, seit rund 25 Jahren ohne kommunale Zuschüsse auskommt.

Die Geschichte des ambulanten Pflegedienstes reicht mehr als 35 Jahren zurück. Am 28. Januar 1991 wurde die Einrichtung zunächst als Sozial- und Diakoniestation gemeinsam mit der St-Martini-Kirchengemeinde in Bremen-Lesum gegründet. Nach einigen Abstimmungsproblemen wurde die Zusammenarbeit später beendet. Seit rund 25 Jahren trägt die Einrichtung den Namen Sozialstation Ritterhude und befindet sich ausschließlich in kommunaler Trägerschaft. Erster Leiter war Jochen Sparr, der die positive Entwicklung maßgeblich geprägt habe, erinnerten Bürgermeister Kuck und Geschäftsführer Klaus Reiners.

 

Frischer Auftritt mit neuem Logo

Im Laufe der Jahre hat sich die Sozialstation stetig weiterentwickelt. Digitales Arbeiten und die elektronische Dokumentation gehören inzwischen längst zum Alltag. Nun soll auch das äußere Erscheinungsbild die Modernisierung widerspiegeln.

Wie Geschäftsführer Reiners erläuterte, handelt es sich um ein Corporate Design, bei dem ein kräftiger Türkiston eine zentrale Rolle spielt, der Frische und Modernität vermitteln soll. Die Farbe findet sich sowohl im Logo als auch auf den neuen Informationsmaterialien und der Außenbeschilderung wieder. Im neu gestalteten Flyer wird sie mit Mint- und Fliedertönen kombiniert. Auch der Internetauftritt der Sozialstation wird derzeit überarbeitet. Damit trifft das historische Gebäude aus dem Jahr 1932auf ein modernes Erscheinungsbild des Jahres 2026.

 

Einblicke in die tägliche Pflegearbeit

Am Donnerstag, 5. November, öffnet die Sozialstation erstmals ihre Türen für die Öffentlichkeit. Von 11 bis 16 Uhr haben Interessierte Gelegenheit, die Einrichtung näher kennenzulernen, sich über das Leistungsangebot zu informieren und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Bürgerinnen und Bürger sowie geladene Gäste von Pflege- und Gesundheitspartnern der Sozialstation sind eingeladen, sich an Infoständen über das umfassende Pflegeangebot zu informieren und sich auszutauschen.

Derzeit kümmern sich 30 Mitarbeitende um rund 200 überwiegend ältere pflegebedürftige Menschen in deren eigenen Wohnungen. Das Einsatzgebiet umfasst neben Ritterhude auch die Ortsteile Ihlpohl, Platjenwerbe, Stendorf und Werschenrege. Darüber hinaus ist der Pflegedienst in Scharmbeckstotel am Rand von Osterholz-Scharmbeck sowie in den Bremer Stadtteilen Burgdamm und Lesum tätig.

 

Vorbild für polnische Partnerstadt

Dass die Arbeit der Sozialstation auch über die Gemeindegrenzen hinweg Beachtung findet, berichtete die stellvertretende Geschäftsführerin Jolanta Tuszynski. Demnach diente die Ritterhuder Einrichtung als Vorbild für ein vergleichbares Angebot in der polnischen Partnerstadt Sztum. Dort wurde am örtlichen Klinikum unter dem Namen „Herzensgabe“ eine Einrichtung nach dem Ritterhuder Modell aufgebaut. Die Erfahrungen und Strukturen der Sozialstation seien dabei weitgehend übernommen worden. Auch über diese Zusammenarbeit können sich Interessierte beim Tag der offenen Tür informieren.

Die Verantwortlichen hoffen auf zahlreiche Besucher und einen regen Austausch. „Wir hoffen auf einen gelungenen Tag der offene Tür“, so die Verantwortlichen. Zudem werden den Gästen Fingerfood und Getränke angeboten.


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