Eva Kairies

TiO erhellt die dunkle Jahreszeit - Vier Bühneninszenierungen werden die Zuschauer verzaubern

Osterholz-Scharmbeck. Endlich fängt die dunkle kalte Jahreszeit an, denn das bedeutet Saisonstart 2019/2020 beim Theater in OHZ (TiO).

Bilder
„Romys Pool“, „Die kleine Hexe“, „Nach Paris!“ und „Dree Mann an de Küst“ versprechen den Zuschauern viel Spaß und eine Menge Zauber - die TiO-Aktiven wie hier stellvertretend für alle Tina Stelljes, Astrid Gries und Maren Tietjen können stolz auf dieses Programm sein.  Foto: ek

„Romys Pool“, „Die kleine Hexe“, „Nach Paris!“ und „Dree Mann an de Küst“ versprechen den Zuschauern viel Spaß und eine Menge Zauber - die TiO-Aktiven wie hier stellvertretend für alle Tina Stelljes, Astrid Gries und Maren Tietjen können stolz auf dieses Programm sein. Foto: ek

„Wir haben eine gute Mischung hingekriegt“, fanden die Mitglieder des Vorstandes Tina Stelljes, Astrid Gries und Carsten Mehrtens, unterstützt von Jens Wellbrock und Maren Tietjen. Alte und junge Leute, Plattsnackers und Hochdeutsche werden allesamt ihr Stück finden. Vier Stücke wurden ausgewählt und befinden sich im Probenanlauf, denn am 19. Oktober wird bereits die erste Premiere der Saison gefeiert. „Romys Pool“ heißt die Komödie, die auf Plattdeutsch gespielt wird. Witwe Anna, auf dem Weg zum Tüdelig-Werden, verwirklicht nur einen ihrer Lebensträume und erntet Kopfschütteln vom Sohn: „Einen Pool wie der von Romy Schneider und Alain Delon.“ Sie kann zwar nicht schwimmen, aber das soll doch keine Hürde sein! „Eine wunderbare Komödie über die schönen Kehrtwendungen im Alter.“
Weihnachtsmärchen
Regisseurin Nina Arena wohne Gott sei Dank in Bremen, sodass sie nicht nur „Romys Pool“, sondern auch gleich das Weihnachtsmärchen mit den Jungschauspielern des TiO inszenieren kann. Und hier kommt niemand Geringeres als „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler. Mit einem absolut hinreißenden Bühnenbild von Heinz Windhorst, mit den vielen jungen talentierten, hochengagierten und frisch gecasteten Schauspielern und mit einer Buchvorlage, die seit Jahrzehnten Kinder geprägt hat, kann dieses Weihnachtsmärchen, das wie gewohnt als Gastspiel im Möbelhaus Meyerhoff ab dem 29. November gespielt wird, für die ganze Familie beworben werden. Kleine Kinder ab drei bis mindestens neun Jahren können die kleine Hexe beobachten, wie sie mit ihren lumpigen 127 Jahren eine richtig gute Hexe werden will. Und 127 Jahre - das ist für eine Hexe noch gar kein Alter!
 
Es geth nach Paris
Die hochdeutsche Inszenierung, die jedes Jahr die Nicht-Plattschnacker bedient, heißt ab dem 11. Januar „Nach Paris!“ „Ein Mitglied von uns hat das vor ein paar Jahren in einem kleinen Theater in Bremerhaven gesehen und war verzaubert“, erzählte Astrid Gries. Es sei sehr schwierig gewesen, an die Rollenbücher zu kommen. „Daran haben wir zwei Jahre geboxt“, bis endlich über gute Kontakte des VVB-Verlags das unmöglich Scheinende klappte. Nun spielen drei wunderbare Schauspieler diese hübsche, beinahe märchenhafte französische Komödie mit subtilen Facetten unter der Regie des Oldenburgers Bernd Schröter.
 
Lieblingsautor Kästner
Das Saisonende im März wird von der Komödie von Erich Kästner „Drei Männer im Schnee“ versüßt. Auf Platt heißt dieses Stück „Dree Mann an de Küst“ - „das Stück verliert durch das Verlagern aus den Bergen an die Küste nicht seinen Charme“, versprach Astrid Gries, die Erich Kästner als ihren Lieblingsautor bezeichnete. Zehn Personen konnten für die Rollen gefunden werden, um der typischen Kästner-Art, die gern mit Gesellschaftsklassenunterschieden spielte, Genüge zu tun.
 
Vorverkauf gestartet
Gespielt werden alle Abendstücke (das Weihnachtsmärchen bei Meyerhoff) im Kulturzentrum Gut Sandbeck, der Kartenvorverkauf startete Anfang dieses Monats bei Nordwest-Ticket und bei den Zeitungsverlagen der Stadt. Alle Informationen über Abonnements werden Ihnen bei Maren Tietjen (04791/95 92 96) gegeben, die bereits im Vorfeld viel erklärt hatte, denn die Sitzreihen für das Stück „Nach Paris“ konnten nicht aus den Vorjahren übernommen werden. „Ein Teil der Sitzreihen ist zur Bühne geworden.“ Man säße nun quasi wie an einem Bahnsteig. Doch alle Plätze garantieren beste Sicht. Wer schon mehr sehen möchte, kann jederzeit auf www.theater-in-ohz.de aktuelle Bilder und eine Menge Informationen bekommen.


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