Patrick Viol

Gestalt angenommen

Knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich informiert die Kommunale Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen über den Fortschritt des Großprojekts im Entsorgungszentrum Pennigbüttel.

Der aktuelle Stand beim Bau der Biovergärungsanlage auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Pennigbüttel.

Der aktuelle Stand beim Bau der Biovergärungsanlage auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Pennigbüttel.

Bild: Eb

Pennigbüttel. Die Baustelle der Kommunalen Entsorgungsanstalt Nord-Niedersachsen (KENN) nimmt weiter Gestalt an. Knapp ein Jahr nach dem feierlichen ersten Spatenstich am 5. März berichten die Träger über den aktuellen Stand beim Bau der Biovergärungsanlage auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Pennigbüttel.

Die KENN ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Cuxhaven, Osterholz und Verden sowie der Stadt Cuxhaven. Ziel des 1. Januar gegründeten Zusammenschlusses ist eine ökologisch nachhaltige Verwertung von Bioabfällen aus der Region.

In der entstehenden Anlage sollen künftig Bioabfälle aus den beteiligten Kommunen vergoren werden. Dabei entstehen Biogas und Kompost. Das erzeugte Biogas gilt als erneuerbare Energie und kann als klimaneutraler Ersatz für Erdgas in das regionale Netz eingespeist werden. Aus dem Inhalt der Biotonnen – etwa Rasenschnitt, Laub oder Lebensmittelreste – entsteht so Energie. Als weiteres Endprodukt bleibt hochwertiger Kompost, der als Dünger in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden kann.

Baustelle gewachsen

Auf dem Gelände des Entsorgungszentrums in Osterholz hat sich seit dem Spatenstich viel verändert. Wo früher Kunden ihren Gartenabfall auf dem großen Grünabfallplatz vor der alten Restabfallbehandlungshalle abgeladen haben, stehen heute zwei orangefarbene Baukräne und der Rohbau der neuen Anlage.

Ein Teil der bisherigen Halle bleibt erhalten. Er wird umgebaut und in die neue Biovergärungsanlage integriert. In den neu errichteten Fermenter-Tunneln sollen die Bioabfälle künftig unter Luftabschluss vergoren werden. Anschließend erfolgt im umgebauten Hallenteil die belüftete Nachkompostierung.

Neben den sichtbaren Hochbauten wurden auch zahlreiche unterirdische Arbeiten erledigt. Dazu gehören unter anderem vier neue Löschwassertanks sowie Anlagen zur Versickerung von Regenwasser.

Baufortschritt gebremst

Der Bau wurde in den vergangenen Wochen allerdings durch die Witterung gebremst. „Der hartnäckige Winter verzögerte leider den Fortschritt der Anlage. Die Plusgrade der vergangenen Tage markierten den Startschuss nach der Winterpause“, sagt Christof von Schroetter, Vorstand der KENN. Nach seinen Angaben konnte die Baustelle erst zu Beginn der letzten Februar-Woche wieder vollständig aufgenommen werden, da für die Verarbeitung von Beton dauerhaft positive Temperaturen notwendig sind. Gleichzeitig betont von Schroetter, dass das Projekt in einigen Bereichen noch nachhaltiger umgesetzt werden konnte. So werde durch die teilweise Umnutzung bestehender Gebäude weniger neuer Beton benötigt.

Derzeit befindet sich das Dach der Fermenter-Tunnel in der Fertigstellung. In den kommenden Wochen soll der nächste Bauabschnitt beginnen: der Bau der neuen Annahmehalle. Dort werden künftig Bioabfälle sowie Grün- und Gartenabfälle aus den vier beteiligten Kommunen angeliefert, auf Störstoffe kontrolliert und anschließend in die Anlage eingebracht.


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