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Filmwelten

Das aktuelle Kinoprogramm vor Ort für den Monat August

Bild: Adobestock

Spider-Man: Brand New Day

Zurück zu den Wurzeln: Nachdem die Welt vergessen hat, dass Peter Parker Spider-Man ist, beginnt für den jungen Superhelden ein neues Leben. Ohne die Unterstützung der Avengers, ohne Hightech-Ausrüstung und ohne seine große Liebe MJ muss er sich allein durch New York schlagen. Regisseur Destin Daniel Cretton setzt dabei stärker auf seine Figuren als auf überbordende Action (die es natürlich auch gibt). Der Spiegel fand den Film und den Tonalitätswechsel schon mal prima: „Auch im Superhelden-Kino kann in der Ruhe die Kraft liegen.“

Central-Theater Osterholz-Scharmbeck und Filmpalast Schwanewede

 

Die Odyssee

Christopher Nolan widmet sich einem der ältesten Urtexte der Weltliteratur und überführt Homers Epos in ein bildgewaltiges Kinoerlebnis. Nach dem Trojanischen Krieg tritt Odysseus (Matt Damon) die Heimreise nach Ithaka an, eine jahrelange Irrfahrt. Nolan erzählt die Odyssee nicht als klassische Heldensaga, sondern als „düsteren Horrortrip durch eine Albtraumwelt“. Die Süddeutsche Zeitung sieht in dem Film die „Krönung von Nolans bisherigem Werk“. Gedreht wurde der Film größtenteils an Originalschauplätzen und auf 70-mm-Filmmaterial.

Central-Theater Osterholz-Scharmbeck und Filmpalast Schwanewede

 

Der Klavierspieler von Gare du Nord

Manchmal genügt ein einziger Mensch, der an ein verborgenes Talent glaubt. Der 20-jährige Mathieu Malinski (Jules Benchetrit) verbringt seine Tage mit Freunden in einem Pariser Vorort und hält seine Leidenschaft für klassische Musik geheim. Nur an öffentlichen Klavieren zeigt sich sein außergewöhnliches Können. Als der Direktor des Pariser Konservatoriums, Pierre Geitner (Lambert Wilson), auf ihn aufmerksam wird, eröffnet sich Mathieu eine unerwartete Chance. Doch erst nach einem folgenschweren Fehltritt beginnt er, sich seiner Begabung wirklich zu stellen. Regisseur Ludovic Bernard erzählt eine ebenso humorvolle wie berührende Geschichte über zweite Chancen, Selbstvertrauen und die Kraft der Musik. Ein Film, der ohne große Dramatik zeigt, wie ein einziger Mensch das Leben eines anderen verändern kann.

Dienstag, den 4. August, und Mittwoch, den 5. August, um 20 Uhr in den Ritterhuder Lichtspielen

 

Gelbe Briefe

Wie verändert sich ein Leben, wenn über Nacht jede Sicherheit verschwindet? Dieser Frage geht Ilker Çatak in seinem Drama „Gelbe Briefe“ nach. Derya (Özgü Namal) und Aziz (Tansu Biçer) führen als gefeiertes Theaterpaar in Ankara ein erfülltes Leben, bis staatliche Willkür sie ihrer Arbeit und damit ihrer Existenzgrundlage beraubt. Während sie versuchen, ihre Familie zusammenzuhalten, geraten auch ihre Ideale und ihre Ehe zunehmend unter Druck. Mit großer Ruhe und psychologischer Genauigkeit erzählt „Gelbe Briefe“ von den Folgen politischer Repression. Ein eindringliches Drama über Würde und Zusammenhalt.

Dienstag, den 11. August, und Mittwoch, den 12. August, um 20 Uhr in den Ritterhuder Lichtspielen

 

Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust

Fanny (Alexandra Lamy) und Tom (François Cluzet) sind seit mehr als 20 Jahren verheiratet. Als Fanny ihrem Mann gesteht, noch nie einen Orgasmus gehabt zu haben, gerät ihr Alltag gehörig in Bewegung. Tom ist Ingenieur, und für ihn gibt es kein Problem, sondern nur mögliche Lösungen. Er steigt in seinen Hobbykeller hinab und entwickelt den Womanizer. Statt auf derbe Witze setzt die französische Komödie auf Charme, Humor und einen unverkrampften Blick auf Liebe, Sexualität und langjährige Beziehungen. Ein ebenso warmherziger wie amüsanter Film.

Oscar Kulturspielhaus, Sonntag, 2. August (18 Uhr), und Mittwoch, den 5. August (19.30 Uhr)

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