Ulla Ingenhoven

Beginn einer Tradition Künstlerhäuser und „Paula“ feierten Sommerfest

Bilder
Die neunjährige Jujja, Sara Schwienbacher (Kunstschule Paula) und Katharina Ritter (Künstlerhäuser Worpswede) haben Spaß beim Sommerfest.  Foto: ui

Die neunjährige Jujja, Sara Schwienbacher (Kunstschule Paula) und Katharina Ritter (Künstlerhäuser Worpswede) haben Spaß beim Sommerfest. Foto: ui

Worpswede. Das sei der Beginn einer Tradition, begrüßten Katharina Ritter, Künstlerische Leitung der Künstlerhäuser Worpswede, und Sara Schwienbacher, Leiterin der Kunstschule Paula, ihre Gäste. Diese feierten im Forum der Künstlerhäuser das erste gemeinsame Sommerfest der beiden Institutionen. Eigentlich war ein riesiges Picknick auf der großen Wiese geplant, aber das Wetter spielte da leider nicht mit.
Aber eigentlich schien das niemanden so richtig zu stören, denn im Forum selbst war es recht gemütlich. „Wir machen es uns trotzdem schön“, sagte schließlich Katharina Ritter, die erst Anfang April die Leitung der Künstlerhäuser Worpswede übernahm. Den Raum zierten Kunstwerke, die Kinder in drei KIX-Workshops im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der Künstlerhäuser Worpswede und der Kunstschule Paula erarbeitet haben. Finanziert wurden die Workshops von der Ruth-und-Helmut-Middeldorf-Stiftung. Nicht nur kleine und große Künstler waren der Einladung gefolgt. „Uns ist wichtig, dass Menschen aus allen Bereichen zusammenkommen.“ Und so war es auch.
Schalen mit frischen Erdbeeren, Kirschen und Melonen, aber auch Stifte, Lebensmittelfarben und Buchstaben deuteten darauf hin, dass auch Kreativität gefragt war. So konnten sich die Gäste in der Kunstform „Eat Art“ Kuchen selbst garnieren. „Es geht darum, dass man mit Essen in die Gestaltung geht, dass man Essen als Kunstmaterial nutzt“, erklärte Sara Schwienbacher. „Für uns ist das ein Moment, in dem sich Leute begegnen und austauschen.“ Zwei Personen aus ihrem Team haben die Kuchen gebacken, und die neunjährige Jujja hatte sichtlich Spaß daran, ihr Stück Kuchen mit Buchstaben zu belegen. Man las darauf: „Wo brennt‘s?“
Wo brennt‘s? - Die Kunstfeuerwehr stellt sich vor!
Im Rahmen der offenen Ateliertage in Worpswede öffnet ein fahrendes Ateliermobil am Sonntag, 14. Juli, ab 15 Uhr zum ersten Mal seine Türen und lädt zu Performance, T-Shirt-Druck, weiteren Kunstaktionen, Dialog und Austausch auf der Grünfläche vor der „Paula“ ein. Die Kunstfeuerwehr ist ein umfunktioniertes Feuerwehrauto (Baujahr 1982), ausgestattet mit allerlei Kunstmaterial. Es handelt sich um ein Projekt der Kunstschule Paula im Bündnis mit der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg und der Gemeindefeuerwehr Worpswede. „Die Frage ‚Wo brennt‘s?‘ bewegt das Team aus Künstlern und Künstlerinnen durch die Dörfer rund um Worpswede“, so Sara Schwienbacher weiter. „Ruft uns ein Einsatz, kommt unser fahrendes Atelier gemeinsam mit künstlerischer Einsatzleitung und löscht mit Impulsen, Farben, Basteln, Landart, Straßentheater, Kostümen und Verkleidung, rotem Teppich, Karaoke, Text, Klang und Tanz den Kunsthunger der Kinder und Jugendlichen.“ Ohne Voranmeldung kann jeder teilnehmen. Die Besatzungsmannschaft verstehe sich sowohl als Feuerentfacher als auch als Feuerlöscher. Die Projektleiter und Projektleiterinnen wollen Kinder und Jugendliche in ihrer künstlerischen Entwicklung anstoßen, abholen und begleiten. „Uns interessiert, wo Kinder und Jugendliche Brände sehen, wo sie sich manchmal mehr Feuer wünschen würden und wofür sie selber brennen.“ Mitten im ländlichen Raum, an Orten, wo Kunst eher selten Räume fülle und für Begegnungen sorge, „schlagen wir in den kommenden eineinhalb Jahren Alarm, parken unsere Feuerwehr und öffnen unsere Türen“.
Ohne Förderer und Sponsoren wäre das teilhabeoffene und partizipativ entwickelte Projekt nicht ins Rollen gekommen, „deshalb richtet sich ein großes Dankeschön an das Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches uns im Rahmen von ‚Künste öffnen Welten‘ und ‚Kultur macht STARK - Bündnisse für Bildung‘, ein Programm der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung, finanziell mit 30.000 Euro jährlich unterstützt und somit das Fundament für die innovative Idee bildet“.
Außerdem habe man das große Glück, dass gleich mehrere Lions Clubs aus der Region den Ankauf des Feuerwehrautos für dieses Projekt mit 7.000 Euro vollfinanziert haben. „Hierfür bedanken wir uns bei den Fördervereinen der Lions Clubs Bremervörde, Lilienthal, Osterholz, Ritterhude, Worpswede und Zeven sehr herzlich“, freute sich Sara Schwienbacher.


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