

Lilienthal. Das Lilienthaler Gesamtkonzept, kurz Geko, wurde von einem breiten Bündnis verschiedener Einrichtungen, Vereine, Verbände, politischer Parteien und junger Menschen in Lilienthal entwickelt: „Schulisch, außerschulisch, aus Vereinen und vereinsunabhängig“, umschrieb es knapp Viola Bürgy von der Kommunalen Jugendarbeit Lilienthal. Seit 20 Jahren arbeitet GeKo dem Lilienthaler Jugendausschuss zu. „Das ist der politische Auftrag.“ Viermal im Jahr finden Vernetzungstreffen statt, aus denen wiederum Projekte erwachsen. „Vernetzung ist so wichtig. Das ist ein demokratischer Kernpunkt“, fand Bürgy in ihren kurzen Begrüßungsworten zur Feierstunde zur Auszeichnung besonders wertvoller Projekte in der vernetzten Jugendarbeit in der Gemeinde. An diesem Abend waren es Menschen aus 15 Projekten für und von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die eine Medaille und eine Urkunde entgegennahmen. „Das sind so viele wie in den letzten 20 Jahren nicht“, staunte Viola Bürgy.
Der 1. stellvertretende Bürgermeister Lilienthals Johannes Kempff bedankte sich für das große Engagement, das zum Beispiel im Gewaltpräventionsprojekt mit Gymnasium Lilienthal, Polizei Osterholz und der Kommunalen Jugendarbeit (KJA) Ausdruck fand.
„Lilienthal spielt!“ ist das Projekt des Ortsjugendrings (OJR) Lilienthals, dem KJA und der St.-Marien-Gemeinde. „Wir haben 2019 mit knapp acht Leuten gestartet und haben heute um die 50 Gäste, die analoge Spielepartner finden“, sagte Bianca Sachs vom OJR. Der Evergreen der Freiwilligenagentur „Familienfrühstück“ wurde dank des Special Kids e.V. auf „Frühstück für alle!“ erweitert, denn „wir haben die Rahmenbedingungen für beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Kinder geschaffen“, sagte dazu Nataly Krauss vom Verein. Das Ragdance Tanzstudio bot mit der Freiwilligenagentur und der KJA ein Tanzprojekt für Kinder ohne Tanzerfahrung an, mit dem Inhalte „vertanzt“ werden konnten. „Open stage!“ hat jungen Leuten eine Bühne gegeben (und tut das auch wieder am 13. Juni). Besonders wertvoll war der Austausch zwischen Grundschule Schroeterschule, Lütt’n Peerhoff, NABU, der Gemeinde und der Politik, die sich in den Vernetzungstreffen regelmäßig trafen. Axel Weissleder von der Schroeterschule fand es wichtig, über den Tellerrand hinauszuschauen und den Schulhof beispielsweise eben nicht zu schließen, sondern für die Kinder der Gemeinde bespielbar zu halten. Das Jugendkino, eine Kooperation von Jugendlichen mit dem Kommunalen Kino und der Freiwilligenagentur, das ebenfalls eine Auszeichnung für ihre Kinder-Veranstaltungen bekam, startet nach einer zehn Veranstaltungen starken letzten Saison wieder durch und kann stolz Einnahmen von fast 1.000 Euro vorweisen. Sehr wohlwollend und herzlich stellte Viola Bürgy alle, aber besonders LILIS Wohnzimmer vor, das für Jugendliche und junge Erwachsene von 16 bis knapp 30 Jahren ohne Pädagogik Raum bieten möchte für Kultur, Politik, Freunde. „Superprofessionell unter Geko-Verbündeten!“ lobte Viola Bürgy. Die Pfadfinder, Stamm Franziskus, seien immer bei den Vernetzungstreffen dabei und deren junger Blick sei total wichtig, fand Bürgy.
Der Fachkräfteaustausch zwischen Diakonischem Werk, IGS, SOS Kinderdorf, Jugendberufsagentur, Bildungsbegleitung OHZ und der Leitung Amt für Bildung finde regelmäßig statt im Geko und man sei sehr froh, diese Initiativen in Lilienthal zu wissen. Die Schulranzenaktion, die gut 20 bis 30 „sauteure Ranzen“ an Kinder verteilen kann, die es gerade nicht so dicke haben, das Projekt für den Berufszukunftstag, das sich aus Gleichstellung, Bibliothek, Baubetriebshof, Rathaus und der KJA zusammengeschlossen hat und die Medienarbeit zur Förderung von Medienkompetenz aus Radio Weser-TV und der IGS fanden wertschätzende Erwähnung.



