Alte Rassen gesucht
Elbe-Weser. Wenn von bedrohten Tierarten die Rede ist, denken viele zunächst an exotische Arten in fernen Ländern. Dabei geraten alte und regionale Nutztierrassen vor der eigenen Haustür leicht aus dem Blick. Nach Angaben der GEH-Regionalgruppe Elbe-Weser-Dreieck (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen) sind viele dieser Rassen stark bis extrem gefährdet. Geflügelgrippe, Blauzungenkrankheit oder Risse durch Wölfe könnten die ohnehin kleinen Bestände zusätzlich belasten.
Die Regionalgruppe ist für die Landkreise Cuxhaven, Harburg, Osterholz, Rotenburg, Stade und Verden sowie für das Land Bremen zuständig. Sie kümmert sich vor allem um Nutztierrassen, die seit Jahrzehnten zur Geschichte und Landwirtschaft der Region gehören. Viele dieser Tiere würden heute überwiegend von Hobby- und Kleinhaltern gehalten. Für größere landwirtschaftliche Betriebe seien sie wirtschaftlich oft weniger attraktiv als Hochleistungsrassen, obwohl alte Rassen nach Einschätzung der GEH viele Vorteile mitbringen.
Besonders deutlich werde die schwierige Lage, wenn Tiere zur Auffrischung oder zum Aufbau eines Bestandes gesucht würden. Wegen der geringen Bestände müsse häufig bundesweit recherchiert werden. „Unsere GEH-Regionalgruppe führt deshalb eine Befragung zur Haltung von alten und gefährdeten Nutztierrassen durch und bittet um Unterstützung bei der Suche“, so Wolfgang M. Schüßler, Sprecher der GEH-Regionalgruppe.
Gesuchte Rassen
Gesucht werden unter anderem Alt-Oldenburger Pferden, Dülmener, Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind, Angler Rind, Rotes Höhenvieh, Buntes Bentheimer Schwein, Angler Sattelschwein, Moorschnucke, Heidschnucke, Bentheimer Landschaf, Ostfriesisches Milchschaf, Thüringer Waldziege, Harzer Ziege, Diepholzer Gans, Emdener Gans, Vorwerkhuhn, Ostfriesische Möwe, Ramelsloher, Deutsche Sperber, Lakenferkel, Altdeutsche Hütehunde, Groß- und Mittelspitz, Deutsche Pinscher, Schwarze Bienen, Pommernenten sowie Bronze- und Cröllwitzer Puten.
Mehr als 200 Nutztierrassen stehen nach Angaben der GEH auf der Roten Liste. Informationen zu den Rassen und ihren Gefährdungsgraden gibt es unter g-e-h.de. Meldungen nimmt die Regionalgruppe unter meckelstedt44@ewe.net oder 0471/92922950 entgegen.
Düngung verbessert

Gut aufgehoben

Gutes Storchenjahr



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