red

Gut aufgehoben

Fundtiere aus Gnarrenburg werden künftig im Tierheim Lilienthal aufgenommen, versorgt und betreut.

Bürgermeister Marc Breitenfeld und der 1. Vorsitzende Sven Peters besiegeln die Kooperation.

Bürgermeister Marc Breitenfeld und der 1. Vorsitzende Sven Peters besiegeln die Kooperation.

Bild: Eb

Gnarrenburg/Lilienthal. Die Gemeinde Gnarrenburg hat ihre Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein Lilienthal-Worpswede-Grasberg e.V. offiziell besiegelt. Im Rahmen eines Besuchs im Tierheim Lilienthal unterzeichneten Vertreter der Gemeinde und des Vereins die Vereinbarung zur Aufnahme und Versorgung von Fundtieren aus dem Gemeindegebiet.

Kooperation läuft seit April

Bereits seit April besteht die Kooperation. Mit der nun erfolgten Vertragsunterzeichnung wurde die Zusammenarbeit auch formell abgeschlossen. Künftig werden Fundtiere aus der Gemeinde Gnarrenburg im Tierheim Lilienthal aufgenommen, versorgt und betreut.

Hintergrund der Kooperation ist der Ausstieg des Gnadenhofs „Rasselbande“ in Sandbostel aus der Fundtierbetreuung. Damit musste die Gemeinde eine neue und verlässliche Lösung für die gesetzlich vorgeschriebene Unterbringung von Fundtieren finden.

„Es freut mich sehr, dass wir mit dem Tierheim Lilienthal einen kompetenten und engagierten Partner gefunden haben. Bei unserem Besuch konnten wir uns persönlich von der wichtigen und verantwortungsvollen Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugen. Mit dieser Zusammenarbeit stellen wir sicher, dass Fundtiere aus unserer Gemeinde auch künftig bestmöglich versorgt werden“, erklärt Bürgermeister Marc Breitenfeld.

Erste Fundtiere aufgenommen

Nach den bisherigen Erfahrungen werden jährlich etwa 20 bis 30 Fundtiere aus dem Gemeindegebiet betreut. Die Vereinbarung läuft zunächst bis Ende Dezember. Anschließend sollen die gesammelten Erfahrungen gemeinsam ausgewertet und über die weitere Zusammenarbeit beraten werden.

Die Finanzierung erfolgt über einen jährlichen Beitrag der beteiligten Kommunen. Die Gemeinde Gnarrenburg beteiligt sich dabei mit einem Betrag von 2 Euro je Einwohnerin und Einwohner zuzüglich Umsatzsteuer.

Ein erster tierischer Bewohner aus Gnarrenburg hat bereits seinen Platz im Tierheim gefunden: Kater „Gnarry“ wurde kurz nach Beginn der Kooperation aufgenommen. Inzwischen sind zwei weitere Fundtiere hinzugekommen.

Tierarzt übernimmt Erstversorgung

Für die medizinische Erstversorgung arbeitet das Tierheim eng mit dem Gnarrenburger Tierarzt Jan Langanke zusammen. Vor einer Aufnahme werden die Tiere untersucht und bei Bedarf tierärztlich versorgt. „Fundtiere verdienen schnelle Hilfe und eine gute Betreuung. Deshalb bin ich froh, dass wir für diese wichtige Aufgabe eine verlässliche und nachhaltige Lösung gefunden haben. Mein Dank gilt dem Team des Tierheims Lilienthal für die Bereitschaft, diese Verantwortung gemeinsam mit uns zu übernehmen“, so Breitenfeld.

Wer ein Fundtier im Gemeindegebiet entdeckt, kann sich ab sofort direkt an das Tierheim Lilienthal unter der Telefonnummer 04298/6999918 wenden. Der Tierschutzverein übernimmt anschließend im Auftrag der Gemeinde die weiteren erforderlichen Schritte.


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