Janine Girth

25 Jahre Ehrenamt - Mit viel Diplomatie und Fingerspitzengefühl

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Seit 25 Jahren ist Bernard Lange in Ritterhude als engagierter Schiedsmann tätig. Dazu gratulieren ihm Wilfriede Wienbergen vom BDS, Jugendrichterin Inken Tittel und Bürgermeisterin Susanne Geils (von links) ganz herzlich. Foto: sr

Seit 25 Jahren ist Bernard Lange in Ritterhude als engagierter Schiedsmann tätig. Dazu gratulieren ihm Wilfriede Wienbergen vom BDS, Jugendrichterin Inken Tittel und Bürgermeisterin Susanne Geils (von links) ganz herzlich. Foto: sr

Ritterhude. Ein Gesicht, das im Ritterhuder Ehrenamt nicht mehr wegzudenken ist, ist das von Bernard Lange. Bereits seit 25 Jahren ist der pensionierte Polizist in der Hammegemeinde als Schiedsmann tätig. Im Duo mit seinem Stellvertreter Alfred Nitschke.
Etwas worauf Ritterhude durchaus stolz sein kann, gäbe es doch auch Gemeinden, in denen sich keine Schiedsleute finden ließen, so die Osterholzer Jugendrichterin Inken Tittel, die sich gemeinsam mit der Ritterhuder Bürgermeisterin Susanne Geils dem Sachgebietsleiter Marc von Leesen und der Vorsitzenden des Bundes Deutscher Schiedsmänner und -frauen (BDS), Wilfriede Wienbergen im Ritterhuder Ratssaal versammelt hatten, um Bernard Lange für seine 25-jährige Tätigkeit zu ehren. Neben den lobenden Worten hatten die Gratulanten Urkunden und Präsente dabei. Immer das Wort an der richtigen Stelle und das nötige Fingerspitzengefühl und viel Diplomatie bescheinigte die Bürgermeisterin dem Schiedsmann. Wichtig sei Langes Tätigkeit, damit sich die Streitenden nach Abschluss einer erfolgreichen Streitschlichtung wieder auf Augenhöhe begegnen könnten und keiner das Gesicht verloren hätte.
Die Jugendrichterin brachte es kurz und knapp auf den Punkt und verwies auf die entsprechende Akte für Ritterhude, die überaus dünn sei und nur einige protokollierte Fälle enthalte. „In anderen Gemeinden kommen mitunter noch zahlreiche Beschwerden über die Schiedsleute hinzu.“ Wie leicht so etwas passieren kann, weiß auch Bernard Lange. Bei einem Schiedsgespräch könne man durchaus auch mal zwischen die Fronten geraten und dann plötzlich beide Kontrahenten gegen sich haben. Ihm sei dies aber äußerst selten passiert. Den Schlüssel für eine erfolgreiche Streitschlichtung sieht er in der Ruhe des Schiedsmannes oder eben der Schiedsfrau. „Dieser Job ist nichts für Hitzköpfe“, macht er klar. Es gehe darum in aller Ruhe beide Parteien anzuhören, Wege aufzuzeigen und zu vermitteln. 25 bis 40 Fälle pro Jahr hatten das Ritterhuder Duo bisher zu schlichten. Davon ginge es in 70 bis 80 Prozent der Konflikte um Bäume, Büsche und Hecken über, die sich nicht zu einigen ist. In den restlichen Fällen handele es sich um Lautstärke, Sauberkeit, Kinder und Tiere. Oftmals schwelen solche Konflikte schon längere Zeit und die Fronten sind verhärtet. Ohne Hilfe eines Unparteiischen sind die Streitenden meist nicht zu befrieden. Bevor nun die Gerichte eingeschaltet werden, ist der Weg zum „Schiedsrichter“ sinnvoll.
In einigen Fällen ist dieses Gespräch sogar Voraussetzung, um weitere rechtliche Schritte einleiten zu können. Schiedsleute werden vom Rat für die Dauer von fünf Jahren gewählt. In diesem Jahr ist es wieder soweit. Das erfolgreiche Ritterhuder Schiedsduo Lange/Nitschke wird sich erneut zur Wahl stellen. Die Hilfe bei einem Schiedsverfahren kann jeder direkt suchen. In Ritterhude ist dies beispielsweise per Mail unter schiedsamt@ritterhude.de möglich.



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