Ingrid Mahnken

Vom Kleinod zum Großereignis - 25. Blütenfest am Oste-Hamme-Kanal wurde gebührend gefeiert

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Auf der rund 3,2 km langen Flaniermeile boten rund 300 Aussteller einen bunten Mix von Kunst, Kitsch und kulinarischen Gaumenfreuden.  Foto: im

Auf der rund 3,2 km langen Flaniermeile boten rund 300 Aussteller einen bunten Mix von Kunst, Kitsch und kulinarischen Gaumenfreuden. Foto: im

Langenhausen/Friedrichsdorf. Rushhour auf der Moorautobahn ab 6 Uhr am Sonntagmorgen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Aussteller zum Blütenfest nach Friedrichsdorf unterwegs sind und ihre Stände aufbauen wollen.
In diesem Jahr fand das Blütenfest zum 25. Mal statt. In der kleinen Zeremonie zur Eröffnung waren Vertreter der Politik aus der Gemeinde, Landkreis und Landtag versammelt. Der Vorsitzende des Touristikverein Gnarrenburgs Ulrich Hartmann berichtete von den Anfängen zu diesem Blütenfest. So trafen sich von 25 Jahren einige Anwohner aus Langenhausen und Friedrichsdorf und setzten Osterglocken Zwiebeln in die Böschung am Kanal. Seitdem erfreuen jedes Jahr im April die leuchtenden gold-gelben Blumen, Namensgeber des Blütenfestes, Anwohner und Besucher. Uwe Bredehöft und Hans Heinrich Kück hatten die Idee, ein Frühlingsfest zu veranstalten. In den kommenden Jahren wurden dann von der Ortschaft und der Gemeinde weitere Zwiebeln gesetzt und die Blühflächen immer weitere ausgedehnt. Vom Verkehrsverein, später Touristikverein, wurde dann mit einem Flohmarkt begonnen, das Blütenfest zu veranstalten. Heute sind die Grenzen auf der 3,2 km langen Meile mit rund 300 Anbietern erreicht.
Eine bunte Mischung aus Flohmarkt, Fahrgeschäften, Essens- und Getränkeständen, einem Shuttleservice für die Besucher und unzähligen kostenfreien Parkplätze kennzeichnet das Blütenfest. An diesem Beispiel kann man erkennen, was Dorfgemeinschaft bedeuten kann. Hier arbeiten die Anwohner, die Verwaltung in Gnarrenburg und Rotenburg, die Freiwillige Feuerwehr, das DRK und die Polizei eng miteinander, und das ehrenamtlich. Das Interesse an dem vielfältigen Angebot der Aussteller war sehr groß und die geschätzten 20.000 bis 25.000 Besucher in jedem Jahr zeigen die überregionale Bedeutung. Landtagsabgeordneter Marco Mohrmann war in seinem Grußwort dann auch voll des Lobes für das Engagement, dieses Fest jedes Jahr zu organisieren. Aus Rotenburg war der stellvertretende Landrat Hans-Joachim Jaap zur Eröffnung gekommen, überbrachte die Grüße von der Kreisverwaltung und wünschte auch für die nächsten 25 Jahre viel Erfolg. Auch Hans Murken als Ortsbürgermeister dankte dem Touristikverein und den Anwohnern. Der amtierenden Blütenkönigen Bianca Kahrs kam dann die ehrenvolle Aufgabe zu, das Blütenfest mit dem zerschneiden des Bandes zu eröffnen. Danach schloss sich ein Gang über die Meile an und die Blütenkönigin verteilte an die Besucher blühende Narzissen, die vom Blumenhändler dafür eigens gekauft waren. Ein buntes Sortiment von Kunst bis Kitsch wurde angetroffen. Aber auch die Oldtimer Freunde mit ihren alten, aber gut erhaltenen Maschinen, zeigten in wiederkehrenden Arbeiten, dass die Maschinen noch funktionsfähig sind. Bei den vielen Attraktionen kam Hunger und Durst auf, der an vielen Futter- und Getränkeständen entlang der Bummelmeile, aber auch im gut im beheizten Zelt der Schützendamen Langenhausen-Friedrichsdorf gestillt werden konnte.


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