Mareike Kerouche

Terror - Fesselnder Gerichtsthriller - Prämierte Aufführung vom Euro-Studio Landgraf im Stadeum

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Stade (eb). Darf der Staat zur Terrorabwehr töten? Diese Frage stellt der ehemalige Strafverteidiger und Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach in den Mittelpunkt seines fesselnden Gerichtsthrillers „Terror“, der am Dienstag, 2. April, um 19.45 Uhr im Stadeum zu erleben ist. Der Clou ist, dass die Zuschauer per Abstimmung über den Ausgang der Aufführung entscheiden. Die Inszenierung vom Euro-Studio Landgraf wurde 2017 mit dem ersten Preis der INTHEGA, der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen, ausgezeichnet.
Und darum geht es: Major Lars Koch, Pilot eines Kampfjets der Bundeswehr steht vor Gericht. Angeklagt ist er des 164-fachen Mordes. Er erhielt nämlich den Befehl, einen von Terroristen gekaperten Airbus vom Kurs abzudrängen, um den gezielten Absturz des Flugzeugs in die mit 70.000 Zuschauern ausverkaufte Münchner Allianz-Arena zu verhindern. Als alle Abdrängungsversuche fehlschlugen, entschied sich der Angeklagte eigenmächtig, das Passagierflugzeug mit 164 Insassen abzuschießen, um mehr Menschenleben zu retten. Ist er nun schuldig, weil er über das Leben und Sterben von 164 Menschen bestimmt hat, die keine Chance hatten, Einfluss auf seine Entscheidung zu nehmen? Hat er diese Menschen zum Objekt gemacht und damit ihre im Grundgesetz verankerten Rechte und ihre Menschenwürde verletzt?
Am Ende der Verhandlung darf das Publikum wie bei einem Schöffengericht abstimmen: Ent-scheidet sich die Mehrheit für „schuldig“, wird der Angeklagte des 164-fachen Mordes für schuldig befunden, einigt man sich aber auf „nicht schuldig“, spielt das Ensemble die „Freispruch“-Variante.
In seinem Stück stellt Ferdinand von Schirach die brisante Frage nach der im Grundgesetz garantierten Würde und der moralischen Verantwortung des Menschen: „Darf Leben gegen Leben, gleich in welcher Zahl, aufgewogen werden? Diese brisante Frage muss jeder Zuschauer für sich allein beantworten - und ist somit automatisch mittendrin in der Diskussion um gesell-schaftspolitische, moralische und ethische Wertvorstellungen.
Um 18.45 Uhr lädt das Stadeum zu einer kostenlosen Einführung in die Konferenzzone ein.
Karten für das Stück mit interaktiver Zuschauerbeteiligung sind zum Preis ab 30,65 Euro erhältlich unter Telefon 04141/40 91 40, im Internet unter www.stadeum.de sowie beim Bremervörder Anzeiger, Alte Straße 73. Für Schüler, Auszubildende, Studenten, Schwerbehinderte und Inhaber der Stadeum Card 25 gibt es Ermäßigungen.



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