Mareike Kerouche

Start im August 2019? -  Projekt Bürgerbus nimmt Form an

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Günther Justen Stahl (v.l.), Wilfried Imbusch und Rolf Hüchting wollen den Bürgerbus in Bremervörde etablieren und suchen noch Fahrer und Unterstützer.  Foto: ls

Günther Justen Stahl (v.l.), Wilfried Imbusch und Rolf Hüchting wollen den Bürgerbus in Bremervörde etablieren und suchen noch Fahrer und Unterstützer. Foto: ls

Bürgerbus für Bremervörde
Start im August 2019?
Bremervörde (ls). Was in der näheren und weiteren Region um Bremervörde schon seit Jahren gut funktioniert soll nun auch in der Ostestadt etabliert werden: ein Bürgerbus.
Stellt sich die Frage: Warum ein Bürgerbus? Im Gespräch mit den drei Vorstandsmitgliedern Günther Justen-Stahl, Rolf Hüchting und Wilfried Imbusch kamen wir der Antwort näher. „Wir wollen Menschen der umliegenden Dörfer eine Möglichkeit eröffnen, bequem in die Kernstadt zu kommen. Zum Beispiel zum Einkaufen, Arzt- oder auch Krankenhausbesuche,“ erläutert Justen-Stahl. Denn nicht jeder hat ein Auto oder kann mit den normalen Busverbindungen in die Stadt kommen, wenn er oder sie es braucht. „Um das aber klar zu sagen: Wir wollen und sind keine Konkurrenz zum bestehenden öffentlichen Personennahverkehr sondern sehen uns als Ergänzung,“ erklärt Wilfried Imbusch. Ihm liegt es sehr am Herzen, dass die Dörfer mehr an die Stadt angebunden werden. Rolf Hüchting ergänzt: „Natürlich spielt auch der Umweltgedanke eine wichtige Rolle. Man muss nicht unbedingt allein im Auto sitzend in die Stadt fahren, um seine Besorgungen zu erledigen.“ So trägt Busfahren ganz nebenbei auch zur Kommunikation bei, hat also auch noch eine soziale Komponente.
Der Bürgerbus soll von einem Verein betrieben werden. Der hat sich im März 2018 bereits gegründet. Damit ist schon einmal ganz klar: Der Bürgerbus ist keine Einrichtung der Stadt Bremervörde. Gleichwohl wird die Stadt das Projekt finanziell unterstützen. Weitere Mittel sollen durch Werbung am und im Bus gewonnen werden. Im Bus wird es einen Monitor geben, der mit Bildwerbung zum Beispiel von heimischen Unternehmen bestückt wird. Weiter werden Bezuschussungen durch das Land Niedersachsen und dem Landkreis Rotenburg erwartet. Die sind auch nötig. Denn so ein Bus kostet nicht nur den Anschaffungspreis sondern hat auch laufende Kosten. Da ist zum Beispiel der Fahrkartenautomat mit Online-Verbindung zur EVB. „Wir fahren quasi als Unterkonzessionär der EVB,“ erklärt der erste Vorsitzende Justen-Stahl diese Notwendigkeit. Weitere Kosten verursachen die Gesundheitsprüfungen, Personenbeförderungsschein und das erweiterte Führungszeugnis der Fahrer. Die Fahrer bewegen das Fahrzeug, einen Kleinbus mit acht Fahrgastsitzplätzen und Raum für Rollstuhl oder Kinderwagen, ehrenamtlich. Das heißt, sie bekommen keinen finanziellen Ausgleich für ihre jeweilige rund 4,5-Stunden-Schicht.
Für den Fahrgast entstehen die üblichen Fahrkosten. „Wir orientieren uns an den Rotenburger Tarifen des übrigen Linienverkehrs im Landkreis.“ Die Linienführung wird weitestgehend auf den bisherigen Buslinien stattfinden. Gar nicht so einfach war die Erstellung eines Fahrplanes. „Zu berücksichtigen waren unter anderem die Ankunfts- und Abfahrzeiten am Bahnhof Bremervörde und auch ausreichend zeitlicher Abstand zum regulären Linienverkehr.“
Es steckte also reichlich Arbeit schon im Vorfeld drin. Wer nun Lust hat, an diesem Projekt mitzuwirken und sich einbringen möchte kann dem Verein beitreten. Für 20 Euro im Jahr möglicherweise eine lohnende Investition in die eigene Zukunft. Wie nun der genaue aktuelle Stand ist, wird zur Mitgliederversammlung am 12.März um 19.30 Uhr im Hotel Daub genau vorgestellt werden. Selbstverständlich können auch Nichtmitglieder, also jeder der interessiert ist, daran teilnehmen. Geplant ist der Start des Bürgerbusses zum 1.August. Dann soll er an fünf Tagen in der Woche so zirka zwischen 7 und 17 Uhr die Verbindung in der Region mit der Kernstadt herstellen. Übrigens werden noch Fahrer gesucht. Auch darüber kann man sich auf der Mitgliederversammlung informieren.



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