

Gnarrenburg (eb). Für den Umbau des historischen Hallenhauses „Lüttens Hus“ in Karlshöfen sind 500.000 Euro Fördergeld bewilligt worden. Das denkmalgeschützte Gebäude soll zu einem Dorfgemeinschaftshaus werden.
Große Freude in der Gemeinde Gnarrenburg: Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte hat im Rahmen einer offiziellen Fördermittelübergabe den Zuwendungsbescheid über 500.000 Euro aus dem Programm „Basisdienstleistungen“ für das Projekt „Lüttens Hus“ in Karlshöfen überreicht. Zusätzlich wurden bereits rund 383.000 Euro Landes-Kofinanzierung bewilligt. Damit ist die Finanzierung des Projekts weitgehend gesichert.
Mit der Förderung soll das denkmalgeschützte historische Hallenhaus „Lüttens Hus“ im Ortskern von Karlshöfen zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus entwickelt werden. Künftig soll dort ein neuer Treffpunkt für Vereine, Ehrenamtliche, die Dorfjugend und Bürger:innen aller Generationen entstehen.
Bürgermeister Marc Breitenfeld zeigte sich erfreut über die Unterstützung durch das Land Niedersachsen: „Diese Förderung ist ein starkes Signal für den ländlichen Raum und für Karlshöfen. Aus einem lange leerstehenden, ortsbildprägenden Gebäude entsteht dank der Schenkung durch den ortsansässigen Investor Michael Max Meyer wieder ein lebendiger Mittelpunkt des Dorflebens.“
Das historische Hallenhaus aus dem 19. Jahrhundert prägt seit Generationen das Ortsbild. Ziel des Projekts ist es, die historische Bausubstanz dauerhaft zu erhalten und gleichzeitig einen modernen Ort der Begegnung für die Dorfgemeinschaft zu schaffen. „Manche Gebäude sind mehr als Mauern und Dach. Sie sind Teil der Identität eines Dorfes. Deshalb war uns früh klar: Dieses Haus verdient eine neue Zukunft“, so Breitenfeld.
Das zukünftige Dorfgemeinschaftshaus soll vielfältig genutzt werden. Unter anderem für Vereinsarbeit, kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen, Treffen und generationsübergreifende Angebote. Gleichzeitig soll das Projekt das Ehrenamt stärken und die soziale Infrastruktur im ländlichen Raum nachhaltig sichern.
Besonders hob der Bürgermeister das Engagement vor Ort hervor: „Ein Gebäude kann man fördern, aber Leben bekommt es nur durch Menschen. Deshalb gilt mein besonderer Dank allen Ehrenamtlichen, dem gegründeten Förderverein, den Vereinen, der Kommunalpolitik sowie allen beteiligten, die dieses Projekt mit großem Einsatz begleiten.“
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 984.000 Euro. Neben den Fördermitteln trägt die Gemeinde einen Eigenanteil von rund zehn Prozent. Die Gemeinde setzt mit dem „Lüttens Hus“ ihre Strategie fort, historische Bausubstanz zu erhalten, Ortskerne zu stärken und neue Orte der Begegnung im ländlichen Raum zu schaffen.
„Wenn wir sollen, dass unsere Dörfer lebendig bleiben, dann müssen wir genau solche Orte erhalten und neu mit Leben füllen“, betont Marc Breitenfeld abschließend.



