red

50 Jahre Nachwuchs für den Ernstfall

Die Jugendfeuerwehr Gnarrenburg feiert in diesem Jahr ihr Jubiläum mit Wettbewerben und einem Aktionstag am Feuerwehrhaus. Seit fünf Jahrzehnten gehört die Nachwuchsarbeit fest zum Ortsbild der Feuerwehr.

 

Gnarrenburg. Wenn am Sonntag, 31. Mai, die Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr auf der Feuerwehrwiese in Gnarrenburg starten, feiert die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Gnarrenburg zugleich ein besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren gibt es offiziell die Jugendabteilung der Ortsfeuerwehr. Aus einem kleinen Kreis feuerwehrbegeisterter Jungen entwickelte sich über die Jahrzehnte eine feste Institution der Nachwuchsarbeit in der Gemeinde.

 

Erste Jugendgruppe und offizielle Gründung

Die Geschichte reicht allerdings noch weiter zurück. Bereits von 1964 bis 1969 existierte bei der Ortsfeuerwehr Gnarrenburg eine Jugendgruppe unter der Leitung von Ewald Meyer. Eine offizielle Gründung gab es damals zwar nicht, dennoch galt die frühe Jugendgruppe schon als Zeichen dafür, wie wichtig der Feuerwehr die Jugendarbeit war. Auch spätere Feuerwehrmitglieder wie Wolfgang Eckert kamen aus dieser ersten Nachwuchsgruppe.

Offiziell gegründet wurde die Jugendfeuerwehr dann im Jahr 1976. Die Ortsfeuerwehr wählte Wolfgang Eckert zum ersten Jugendwart. Wie bei den Erwachsenen gehörten von Beginn an praktische Übungen und Ausbildung zum Dienstalltag. Schläuche rollen, Fahrzeugkunde und theoretischer Unterricht standen regelmäßig auf dem Programm.

In einem Zeitungsbericht vom 19. Oktober 1976 wurde die Gründung damals ausführlich beschrieben. Dort hieß es unter anderem: „Vierzehn quicklebendige Jungens im Alter von zehn bis zwölf Jahren bekundeten während eines Tages der offenen Tür ihren Willen, in der Gemeinschaft der Feuerwehr Gnarrenburg den roten Hahn bekämpfen zu lernen.“

Über die Jahre wechselten einige Jugendwarte und auch viele Jugendliche wechselten in die Einsatzabteilung. Bis heute sind noch drei Mitglieder in der Einsatzabteilung aktiv, die 1976 zu den Gründungsmitgliedern gehörten.

 

Ausbildung und Gemeinschaft

Neben dem regulären Dienst nahm die Jugendfeuerwehr über Jahrzehnte an zahlreichen Veranstaltungen und Wettbewerben teil. Dazu gehörten unter anderem Bundeswettbewerbe auf Kreisebene, Orientierungsmärsche, die Leistungsspange als höchste Auszeichnung der Jugendfeuerwehr oder die Jugendflamme. In den vergangenen Jahren kamen außerdem Gemeindejugendfeuerwehrübungen hinzu.

Die Jugendfeuerwehr versteht sich nicht nur als Ausbildungsstätte für den Feuerwehrnachwuchs. Auch die Gemeinschaft, Verantwortung und Mitbestimmung spielen eine wichtige Rolle. Damit sowohl das Fördern als auch das Fordern im Einklang miteinander existieren, arbeitet die Jugendabteilung seit 2010 mit einem eigenen Konzept. Darin sind Wertevermittlung, Aufgabenverteilung und Mitspracherecht festgelegt.

 

Dienstbetrieb und Feierlichkeiten

Der Dienstbetrieb findet außerhalb der Ferien jeweils freitags von 16.30 bis 18.30 Uhr am Feuerwehrhaus Gnarrenburg an der Rübehorster Straße 1 statt. Teilnehmen können Jugendliche im Alter von 10 bis 16 Jahren. Seit einigen Jahren liegt die Mitgliederzahl meist zwischen 10 und 20 Jugendlichen. Auch Mädchen gehören regelmäßig zur Gruppe. Die Teilnahme am Dienst ist kostenfrei.

Zum 50-jährigen Bestehen lädt die Jugendfeuerwehr nun zu einem öffentlichen Aktionstag ein. Am Sonntag, 31. Mai, beginnen ab 9 Uhr die Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr auf der Feuerwehrwiese in Gnarrenburg. Besucherinnen und Besucher erwartet ein Programm mit Spiel und Spaß sowie Mitmachaktionen zum Ausprobieren und Anfassen. Auch für Essen und Getränke ist gesorgt.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular