rgp

Nachhaltigkeit und Soziales im Fokus

Die Grünen wollen bei der Kommunalwahl in der Geestequelle deutlich breiter antreten und schicken Kandidierende aus mehreren Gemeinden ins Rennen.

 

Die Kandidierenden freuen sich über neue Aufgaben in der Samtgemeinde beziehungsweise auf Kreisebene.

Die Kandidierenden freuen sich über neue Aufgaben in der Samtgemeinde beziehungsweise auf Kreisebene.

Bild: Rgp

Geestequelle. Nachdem sich bei der letzten Kommunalwal lediglich ein Kandidat zur Wahl stellte, der daraufhin in den Gemeinderat Hipstedt sowie in den Samtgemeinderat der Geestequelle gewählt wurde, stellen sich bei den Grünen dieses Mal Kandidaten für vier der fünf Gemeinden zur Wahl. Damit wollen sie den grünen Themen in den Gemeinden mehr Raum ermöglichen. Die Bewerber:innen wünschen eine konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern der Räte.

 

Zuverlässigkeit und Gerechtigkeit

Der jüngste Kandidat ist Jonas Wiesehan. Er ist 21 Jahre alt und in der Gemeine Oerel aufgewachsen. Seit seiner Kindheit ist er mit Leib und Seele in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Dort habe er gelernt, wie wichtig Zusammenhalt, Verantwortung und der Einsatz füreinander sind. „Das sind Werte, die mich bis heute prägen“, so Wiesehan. Beruflich arbeitet er als Steuerfachangestellter. Zuverlässigkeit, ein strukturierter Blick auf Herausforderungen und der persönliche Kontakt mit den Menschen sind im wichtig. Besonders am Herzen liegen ihm die Jugend im Ort, eine nachhaltige Entwicklung sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt direkt vor der eigenen Haustür. „Gute Kommunalpolitik beginnt dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam an Lösungen arbeiten“.

Ebenfalls noch sehr jung ist Maik van den Berg. Der 32-Jährige wohnt seit einem Jahr in der Gemeinde Oerel und ist Vater von zwei kleinen Kindern. Er arbeitet als Personalreferent in der Pflege und bringt durch seine eigene Biografie als ehemaliges Pflegekind ein hohes Gespür für soziale Gerechtigkeit mit. Ihm ist es wichtig, dass Familien vor Ort fair unterstützt werden und die Samtgemeinde auch für die kommende Generation lebenswert bleibt.

 

Medizinische Versorgungsstrukturen stärken

Susann Koschinsky empfindet es als wichtig, grüne Ideen von sozialem Zusammenhalt und Umweltschutz auf lokale Bedürfnisse anzuwenden. Als Mutter einer erwachsenen Tochter und einem heranwachsenden Sohn beschäftigen sie die Fragen nach Chancengleichheit in Bildung und Berufsleben. Auch der Generationenvertrag stehe ganz oben auf ihrer Themenliste. Die 52-jährige, vollberufstätige Ärztin hat erleben dürfen, wie wichtig frühkindliche Bildung, breite Schulangebote und öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum sind. Sie habe erfahren, welche Hürden es manchmal gebe, um ganz selbstverständlich Berufstätigkeit und Familienleben umzusetzen. Koschinsky möchte Arbeitsplätze in der Samtgemeinde stärken, Erziehung und Schule vor Ort erhalten, ökologische Wirtschaftspolitik umsetzen und medizinische Versorgungsstrukturen stärken.

Der Alfstedter Malte Pfitzenreiter ist 55 Jahre alt, arbeitet als HR-Software-Consultant, und lebt mit großer Verbundenheit in der Region. Ihm sei bewusst, wie wichtig es ist, Veränderungen pragmatisch, transparent und gemeinsam zu gestalten. Er kandidiere für Bündnis 90/Die Grünen, weil er sich für eine nachhaltige, soziale und zukunftsorientierte Kommunalpolitik einsetzen möchte. Dabei setze er auf einen respektvollen Dialog, sachliche Entscheidungen und eine Politik, die die Anliegen der Bürger:innen ernst nehme.

Der Hipstedter Dieter Janssen kandidiert für den Gemeinderat in seinem Dorf. Der Ingenieur im Ruhestand spielt in Hipstedt und Bremervörde Tennis. Er sei seit Beginn der neuen Planungen für die Küstenautobahn A20 im Widerstand dagegen, so Janssen. Gerade in Zeiten, in denen der Klimawandel durch Trockenheit, Starkregen und Waldbrände deutlich sichtbar werde, finde er es befremdlich, eine neue Autobahn durch Moore zu bauen.

 

Gemeinsamkeiten stärken

Die 60-jährige Volkmasterin Britta Keese sagt, man könne anstehende Probleme wie den Klimawandel und den Umstieg auf erneuerbare Energien nur gemeinsam und nicht gegeneinander lösen. Und das auch in der unmittelbaren Nachbarschaft sowie in den Gemeinderäten. Es solle nicht das, was die Menschen unterscheide im Vordergrund stehen, sondern das, was sie gemeinsam erreichen könnten, um die wunderschöne Landschaft sowie die Tier- und Pflanzenwelt der Samtgemeinde Geestequelle zu erhalten und zu schützen. Keese arbeitet als gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte in Gnarrenburg. Weiterhin ist sie seit 30 Jahren Chorleiterin, und sie war viele Jahre Dozentin für Niederländisch in der Erwachsenenbildung an der Europaschule BBS Osterholz-Scharmbeck, an der VHS in Bremen und Stade.

Der Archäologe Dr. Sven Kielau ist als Lehrer an der IGS Rotenburg (Wümme) tätig. Seit vielen Jahren setze er sich ehrenamtlich engagiert dafür ein, „unsere Region nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.“ Er bringe seine Erfahrungen in der Kommunalpolitik im Samtgemeinderat Geestequelle ein, und arbeite daran, pragmatische Lösungen für die Menschen vor Ort zu finden. Ihm sei es wichtig, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen – mit starken Schulen, lebenswerten Dörfern, konsequentem Klimaschutz und einem respektvollen Miteinander. In der politischen Arbeit setze er auf sachlichen Dialog, Verlässlichkeit und die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg.


UNTERNEHMEN DER REGION

E-PaperMarktplatzStellenmarktZusteller werdenLeserreiseMagazineNotdienst BremervördeNotdienst OHZReklamationgewinnspielformular